2026-04-16T10:11:10.190Z

Allgemeines

„Für uns wird es heißen, kompakt defensiv zu stehen“

Fallersleben II muss zum Spitzenreiter Hillerse anreisen

von NB · Heute, 15:15 Uhr · 0 Leser
– Foto: Lea Bindewald

Wenn am Sonntag um 15 Uhr der TSV Hillerse den VfB Fallersleben II empfängt, prallen zwei Teams aus völlig unterschiedlichen Tabellenregionen aufeinander. Der Spitzenreiter (53 Punkte, 81:29 Tore) trifft auf den Tabellenelften (25 Punkte, 35:53 Tore), eine Konstellation, die auf dem Papier eindeutig wirkt, im Detail aber dennoch Spannung birgt.

Der TSV Hillerse dominiert die Liga bislang eindrucksvoll: 17 Siege aus 21 Spielen sprechen eine klare Sprache. Direkt dahinter lauert der SSV Vorsfelde II mit 50 Punkten, doch Hillerse hat sich eine komfortable Ausgangslage erarbeitet.

Für den VfB Fallersleben II hingegen geht es um Stabilität und Kontrolle gegen das Topteam der Liga. Trainer Cedric Wienhold beschreibt die Aufgabe unmissverständlich: „Sonntag geht es gegen Hillerse. Natürlich das Maß aller Dinge mit Vorsfelde zusammen.“

Die Herangehensweise ist klar defensiv geprägt: „Für uns wird es heißen, kompakt, defensiv gut zu stehen, auch irgendwo aggressiv genug zu sein, zu schauen, dass wir Hillerse so weit wie möglich von unserem Tor fernhalten.“

Im Zentrum der Strategie steht Geduld: „So lange versuchen, wie möglich die Null zu halten vor allem.“ Gleichzeitig setzt Fallersleben auf Umschaltmomente: „Mit Nadelstichen irgendwo nochmal wieder Konter zu setzen und dann zu versuchen, die Chancen, die wir dann bekommen werden, zu nutzen.“

Wienhold formuliert die Anforderungen an sein Team deutlich: „Wir müssen aggressiv genug sein, wir müssen kompakt hinten stehen.“ Dabei ist ihm die Rollenverteilung bewusst: „Wir wissen aber auch, dass sich irgendwo keine Mannschaft der Liga außer Vorsfelde, irgendwie Punkte ausmalen kann gegen Hillerse. So ehrlich muss man ja auch sein.“

Auch der Blick zurück zeigt die Schwierigkeit der Aufgabe. Das Hinspiel ging mit 1:4 verloren, trotz Phasen, in denen Fallersleben mithielt. Damals traf Sandte früh (3., 52.), Rechin (59.) verkürzte zwischenzeitlich, bevor Borgfeld (80.) und Ehresmann (88.) für klare Verhältnisse sorgten. Wienhold ordnet ein: „Im Hinspiel waren wir eigentlich zufrieden. Wir hatten eine gute Leistung, das brauchen wir Sonntag wieder.“

Doch er ergänzt realistisch: „Wir werden ein bisschen Spielglück brauchen.“ Gleichzeitig formuliert er klare defensive Vorgaben: „Wir werden natürlich 100 Prozent Einsatzbereitschaft brauchen und dann müssen wir die Fehler, die Hillerse macht bestrafen und hinten dürfen wir eigentlich so gut wie keine Fehler zulassen.“

So steht ein Duell bevor, das sportlich klar verteilt scheint, taktisch jedoch klare Linien trägt: Hillerse mit Dominanz und Offensivkraft, Fallersleben mit Disziplin, Kompaktheit und dem Versuch, über Konter Momente zu erzwingen.