
Griesheim. Viktoria Griesheim hat schon bessere Zeiten erlebt. Der langjährige Hessenligist stieg vor zwei Jahren in die Verbandsliga ab, vergangene Saison folgte der Fall in die Gruppenliga. Eine tiefe Zäsur für einen Verein, der den Amateurfußball im Kreis Darmstadt lange Zeit dominiert hatte.
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Der Vorstand der Viktoria hat sich nach dem Doppelabstieg neu formiert. Der seitherige Zweite Vorsitzende Hans Fuß rückte an die Spitze, Sportlicher Leiter wurde Christian Fischer. Dieser formulierte für die aktuelle Runde bescheidene Ziele. Vom direkten Wiederaufstieg war keine Rede; die Viktoria sollte sich in der Gruppenliga sportlich fangen. Dafür holten die Griesheimer ehemalige Spieler wie Patrick Stumpf, Nick Volk oder Pascal Bender zurück. Zudem wurde mit Elton da Costa ein neuer Coach verpflichtet, der zur Stabilisierung beitragen sollte.
Am ersten Spieltag verlor Griesheim mit 0:1 in Riedrode, konnte dann aber mit drei Siegen und einem Remis den gesteckten Zielen, sich im vorderen Tabellendrittel zu bewegen, gerecht werden. Dann aber kehrte immer wieder der Schlendrian bei der Viktoria ein, wie bei den Heimniederlagen gegen Altheim und Geinsheim. „Wir haben teilweise unnötig Punkte verschenkt, aber auch drei oder vier unterirdische Leistungen abgeliefert“, sagt Fischer. Die Mannschaft müsse in der Defensive kompakter stehen und konsequenter verteidigen. Zumal jeder taktische Fehler vom Gegner bestraft würde. Offensiv ist Patrick Stumpf die Griesheimer Lebensversicherung – er hat 19 der insgesamt 39 Tore des Gruppenligisten erzielt. Der nächstbeste Schütze ist Tim Lorenz (5).
"Sind in einer Phase der Konsolidierung"
„Wir sind in einer Phase der Konsolidierung. Danach erfolgt der Wiederaufbau einer schlagkräftigen Mannschaft“, betont Fischer. Das erscheint hochgegriffen, doch soll es möglichst schnell wieder in die Hessenliga gehen. Bereits in der nächsten Saison soll der Aufstieg in die Verbandsliga erfolgen, soweit alles nach Plan läuft. Derzeit befindet sich die Viktoria im Niemandsland der Tabelle und rangiert auf Platz sieben. Gerne würde es Fischer sehen, wenn es noch ein paar Ränge nach oben ginge. „Das ist aber kein Muss. Vielmehr soll sich das Team weiterentwickeln. Wir sind fußballerisch stark, müssen uns in der Defensive aber noch verbessern“, erklärt Fischer.
Grund, sich in der Winterpause zu verstärken, sahen die Griesheimer nicht. Samuel Andolina ist zu Spitzenreiter VfB Ginsheim gewechselt, Lucas Brehme zum Kreisoberligisten Hellas Darmstadt. Mit dem Training hat das Team Mitte Januar begonnen. Aktuell bemüht sich die Viktoria, einige A-Jugendliche in die Mannschaft zu integrieren. Elton da Costa wird auch in der kommenden Saison Coach der Griesheimer sein, Nick Volk bleibt spielender Co-Trainer.
Bemerkenswert ist der Umbruch in der Zweiten Mannschaften, die in der Kreisliga A spielt. Mit Lino Rizzi von Kreisoberligisten Concordia Gernsheim hat man einen neuen Trainer geholt, wie eine Reihe neuer Spieler. Schließlich soll das Team aus der unteren Tabellenhälfte klettern und an Zeiten anknüpfen.
Bereits am 22. Februar steht für Griesheim der erste Pflichtaufgabe mit dem Nachholspiel beim SV Münster auf dem Plan. Danach empfängt die Viktoria die FSG Riedrode, bevor es zur TS Ober-Roden geht. Mit einem erfolgreichen Start will die Viktoria die Grundlage für eine erfolgreich Saison schaffen. Danach sind ambitioniertere Ziele im Visier.