
Nach einer nervenaufreibenden Saison plant der Verein den Neustart. Sechs Neuzugänge sollen die Mannschaft verstärken und stabilisieren.
Wenn diesen Samstag (14 Uhr) das Heimspiel des FC Unterföhring gegen den TSV Murnau beendet ist, dann werden die Verantwortlichen ganz tief durchatmen. Bis der Klassenerhalt fix war, musste man schon einige Nerven lassen. Nach der Saison, die wenig glamourös zwischen den Plätzen zwölf und 14 enden wird, arbeitet der Verein an Besserung.
Im kommenden Jahr feiert der FC Unterföhring das 100-jährige Bestehen und wichtigster Teil des Jubiläums soll schöner Fußball der Ersten Mannschaft sein. Man will die durchgestolperte Runde 2025/26 dann schnell wieder vergessen machen. Dafür wird der Kader zum Großteil beisammenbleiben. Mittlerweile sind auch die Fragen bei den Trainern geklärt und es bleibt bei dem Trio mit Cheftrainer Andreas Faber, Sebastian Fritz und Vincent Heller. Sollte Heller einen neuen Job als Videoanalyst bei einem Profiverein bekommen, könnte es einen spontanen Abgang geben.
Fix ist die Rückkehr von Brunnthals magischem Trio nach Hause. Jakob Klaß, Fabian Porr und Luis Fischer wechseln gemeinsam zum TSV Brunnthal in die Kreisklasse. Einst schoss das Trio den Verein bis nach oben in die Landesliga. Ein schmerzhafter Abgang ist der von Jona Meiner, der im Winter von der SpVgg Unterhaching II kam und direkt zum Abwehrchef avancierte. Er zieht nun in die USA um, wo Meiner auf dem College studieren wird. Hendrik Geiler zieht nicht ganz so weit weg bei seinem Wechsel zum Liga-Kontrahenten TSV Grünwald.
Die ersten beiden Neuzugänge des FC Unterföhring kommen aus der U19-Bayernliga von SV Waldeck-Obermenzing. Eine spannende Personalie ist der Stürmer Andreas Bär, der in 23 Spielen 14 Tore geschossen hat. Im vergangenen Jahr wechselte Emil Kierdorf mit einer ähnlichen Bilanz von Obermenzing nach Hallbergmoos und wurde auf Anhieb zu einem der besten Stürmer der Liga. Erik Bär wird begleitet von Innenverteidiger Vitus Asam.
Ferner rechnet der Unterföhringer Clubchef Zivan Zivanovic mit vier weiteren Zugängen, die in den kommenden Tagen spruchreif werden könnten. Der FCU nimmt aus dieser Saison die Lehre mit, dass die Mannschaft eine Achse mit erfahrenen Führungsspielern benötigt. Diese Struktur soll der Kader durch die Bald-Neuzugänge bekommen. Und dann kann man sich nach den Sommerferien an die Arbeit machen, um im Jubiläumsjahr frei von Abstiegssorgen kicken zu können. (nb)