
Der Stürmer erzielte beim Kantersieg alle Tore außer einem. Dachau führte bereits nach 30 Minuten mit 5:0 gegen die Gäste.
Der Orkan namens Lorenz ist am Samstag auf dem Kunstrasenplatz in Dachau-Ost über den bedauernswerten TSV Hollenbach hinweggefegt. Er dürfte für einige Schäden beim Selbstvertrauen der Kicker aus dem Landkreis Aichach-Friedberg gesorgt haben. Denn das 0:6 aus ihrer Sicht mit fünf (!) Volltreffern von 65-Angreifer Lorenz Knöferl dürfte die Sorgen, dem Abstieg aus der Landesliga Südwest nicht entgehen zu können, vergrößert haben.
Das Offensivfeuerwerk um Torjäger Lorenz Knöferl, den seine Vertragsverlängerung um weitere zwei Jahre unter der Woche (wir berichteten) offensichtlich beflügelt hat, gab auf der anderen Seite dem Gastgeber TSV Dachau 1865 im Kampf um den Klassenerhalt einigen Auftrieb.
Die Dachauer legten einen furiosen Start hin und führten bereits nach 30 Minuten mit 5:0. Knöferl eröffnete den Torreigen in der zweiten Minute, als er einen Ball im Strafraum annahm und aus 16 Metern zur Führung abschloss. In der neunten Minute erhöhte Dino Burkic aus halbrechter Position, ebenfalls aus 16 Metern, auf 2:0. Das 3:0 fiel in der 14. Minute erneut durch Knöferl nach einer gelungenen Kombination. Vier Minuten später schloss der Stürmer einen Angriff aus halbrechter Position zum 4:0 ab. In der 29. Minute sorgte Knöferl mit einem Schuss aus rund 30 Metern, der sich als Bogenlampe ins lange Eck senkte, für das 5:0. Bei allen Treffern sah Gästetorwart Florian Hartmann unglücklich aus.
Zur Halbzeit war die Partie, die von Schiedsrichterin Paulina Koch und deren Gespann souverän geleitet wurde, praktisch entschieden. Dachau nahm nach dem Seitenwechsel ab der 46. Minute das Tempo aus dem Spiel, ohne die Kontrolle zu verlieren. Hollenbach blieb in allen Belangen harmlos und deutlich unterlegen. Den Schlusspunkt setzte in der 71. Minute erneut Knöferl, der über die linke Seite in den Strafraum zog und zum 6:0 ins lange Eck vollendete. Kurz darauf wurde der Stürmer ausgewechselt, womit die „Knöferl-Festspiele“ ein Ende fanden. Die Gastgeber spielten das Ergebnis nun souverän nach Hause, die Gäste verließen den Platz deutlich enttäuscht.
Mit dem klaren Erfolg hat die Elf von Trainer Christian Doll nun 35 Punkte auf dem Konto und einen Vorsprung von 12 Punkten auf den ersten Relegationsplatz. Doll zeigte sich von Auftritt und Einstellung seiner Mannschaft begeistert: „Wir sind super ins Spiel gekommen und haben 20 Minuten richtig Druck gemacht und die Chancen genutzt. Wir haben viel Power und Energie auf den Platz gebracht, dazu ein hohes Tempo – einfach eine Superleistung der Mannschaft, technisch top, Einstellung top, ein sehr schöner Punktspieltag für uns.“
Der deutliche Sieg reiht sich in eine seltene Kategorie ein: Für ein ähnlich hohes TSV-Ergebnis muss man bis in die Saison 2013/2014 zurückgehen, als Dachau in der Landesliga mit 9:0 gegen Ampfing gewann. Damals stand es zur Pause allerdings „nur“ 4:0. Beim aktuellen Heimspiel hatten die Dachauer bereits nach einer halben Stunde fünf Treffer erzielt.