2026-04-20T12:45:22.080Z

Allgemeines

Führungswechsel beim SV Budberg

Tobias Schmidt ist beim SV Budberg zum neuen Vorsitzenden der Fußball-Abteilung gewählt worden. Der Landesliga-Mannschaft, die am Sonntag in Essen spielt, hat er sich bereits vorgestellt. Das hat der 43-Jährige vor.

von Fabian Kleintges-Topoll · 27.02.2026, 17:30 Uhr · 0 Leser
Tobias Schmidt ist neuer Chef der Fußballer beim SV Budberg.
Tobias Schmidt ist neuer Chef der Fußballer beim SV Budberg. – Foto: SV Budberg

Auf der Jahreshauptversammlung der Fußballabteilung des SV Budberg sind wichtige Personalentscheidungen gefallen. Nach elf Jahren an der Spitze hat Thomas Paul den Vorsitz an Tobias Schmidt übergeben. Die anwesenden Mitglieder wählten den 43-Jährigen einstimmig. Paul selbst rückt fortan in die zweite Reihe und übernimmt vom Markus Heinen das Amt des Geschäftsführers.

Die Nachfolge von Paul war schnell geregelt. Schon vor Weihnachten sagte Schmidt zu, sich zur Wahl zu stellen. Nun ist der Generationenwechsel offiziell vollzogen. Der neue Vorsitzende ist im Verein kein Unbekannter. Als bisheriger Beisitzer für den Bereich Infrastruktur war der frühere Jugendtrainer maßgeblich an der aufwendigen Renovierung des alten Vereinsheims beteiligt, das seit Fertigstellung unter dem Namen „NEUNZEHN46“ als Treffpunkt gilt. „Toby ist ein echtes Organisationstalent“, betonte Paul in seinem Abschlussinterview in der Rheinischen Post im Januar.

Würdigung für den Vorgänger

Zum Zeichen der Anerkennung für sein Engagement wurde der 60-Jährige im Rahmen der Sitzung besonders gewürdigt. „Wir ziehen weiter alle an einem Strang“, sagt Schmidt. „Mit Thomas’ langjähriger Erfahrung im Hintergrund bilden wir ein gutes Gespann. Davon bin ich überzeugt.“

Der neue Vorsitzende sieht seine Stärken vor allem im administrativen und organisatorischen Bereich. Seinen Jugendtrainerposten hatte er bereits im vergangenen Sommer niedergelegt, um sich stärker der Vorstandsarbeit widmen zu können. „Meine beiden Jungs spielen noch in der Jugend, ich bleibe also nah dran“, sagt Schmidt mit einem Lächeln.

Der SV Budberg hat in den vergangenen Jahren viel in Eigenregie gestemmt – vom Tribünenbau über die Vereinsheimrenovierung bis hin zu weiteren vereinsinternen Aktivitäten. Lediglich beim Ausbau der Flutlichtanlage sprang die Stadt unterstützend ein.

Auch künftig wird die Infrastruktur ein zentrales Thema bleiben. „Der Platz steht immer im Fokus“, so Schmidt. Perspektivisch wird derzeit auch über eine Renovierung des Kunstrasenplatzes nachgedacht. „Da müssen wir am Ball bleiben.“ Zudem kündigte er neben den gängigen Instandhaltungsthemen ein bis zwei neue Projekte an, die zeitnah angestoßen werden sollen.

Verein entwickelt sich positiv

Hintergrund ist die positive Entwicklung des gesamten Vereins: Immer mehr Mannschaften nehmen am Spielbetrieb teil. Aktuell stellt der SV Budberg vier Herren- und zwei Frauenmannschaften. Die Fußball-Abteilung zählt aktuell rund 900 Mitglieder. „Es läuft auf allen Ebenen zufriedenstellend. Wir wollen das Drumherum aufrechterhalten und weiter verbessern und so der Entwicklung positiven Rechnung tragen“, sagt Schmidt.

In sportlicher Hinsicht will sich der neue Vorsitzende wie sein Vorgänger bewusst nicht groß in das operative Geschäft einmischen. Die erste von mehreren Vorstellungsrunden im Kreise der Landesliga-Mannschaft ist bereits abgeschlossen.

Die Mannschaft von Tim Wilke ist nach vier Zu-Null-Siegen in Folge und dem Traumstart ins neue Jahr am Sonntag (15.30 Uhr) beim Aufsteiger SC Werden-Heidhausen gefordert. Die Essener siegten zuletzt mit 5:3 beim SV Viktoria Goch und zogen unter der Woche ins Kreispokal-Halbfinale ein. Das Hinspiel im Herbst endete mit 7:1 und fünf Treffern von Moritz Paul . Wilke warnt dennoch: „Wir erwarten einen hoch motivierten Gegner nach dem Hinspiel. Wer glaubt, dass Punkte – egal wo in Essen – leicht zu verdienen sind, wird oft enttäuscht nach Hause fahren.“

Tobias Schmidt wird an den Wochenenden künftig von der Seitenlinie genau zuschauen. Für ihn steht fest, worauf es in seiner neuen Rolle ankommt: „Die Werte beim SV Budberg zu erhalten und weiter voranzutreiben, ist für mich weiterhin die Aufgabe – genauso wie vorher auch.“

Mit klarer Aufgabenverteilung, gewachsener Infrastruktur und sportlicher Stabilität scheint der SV Budberg gut gerüstet für die kommenden Jahre. Der Kurs bleibt unter dem neuen Vorsitzenden derselbe wie unter Thomas Paul.