
Von der so genannten "Papierform" her, dürfte sich das Führungsquartett der Kreisliga Süd am 22. Spieltag keine Blöße geben, duelliert sich die "Creme de la Creme" doch durchwegs mit Gegnern ab Platz 9 abwärts. Doch Achtung, Überraschungen sind sicherlich nicht ausgeschlossen, man denke nur an das 6:0 des ASV Haidenaab gegen ambitionierte Auerbacher im Norden, oder das 4:2 des ASV Haselmühl zuletzt gegen ausgelaugte Königsteiner.
Natürlich darf für die Teams auf den Rängen 1 bis 4 nur ein Sieg zählen, wohlwissend, dass die Gegner im Abstiegskampf stecken und kämpferisch sicherlich alles raushauen werden, was sie im Tank haben. So stehen bei den die Liga anführenden Panduren des SV Raigering (1./4 - gegen Haselmühl), den punktgleichen Verfolgern 1. FC Rieden (2./40 - gegen Luhe-Wildenau II) und TuS Rosenberg (3./40 - am Hahnenkamm beim FC Edelsfeld), sowie beim "ostergestressten" TSV Königstein (3./37 - gegen Vilseck) die Zeichen auf Sieg.
Ein richtungsweisendes Match sehen die Fans in Freudenberg, wo der SVF (6./35) auf den punktgleichen Tabellennachbarn aus Ursensollen (5./35) prallt. Fünf Punkte trennen die beiden Kontrahenten von Platz 2, so wird sich nur der Gewinner noch ein wenig Hoffnung machen können, noch in den Kampf um den Rele-Platz eingreifen zu können.
Raigering, Königstein, Rieden und nun Rosenberg, führt den FCE setzt sich das schwere Programm seit dem Re-Start fort. Und auch den Hüttenstädtern will man einen heißen Tanz liefern und nicht leer ausgehen. Der TuS weiß, was ihn erwartet und bereitet sich dementsprechend darauf vor. Will man weiter dick im Geschäft bleiben, muss ein Dreier her, das ist klar - wohlwissend, dass dies schwer wird.
FCE-Coach Martin Dehling: "Mit dem Tus Rosenberg kommt das nächste Topteam auf den Hahnenkamm. Defensiv könnten wir in den letzten Spielen vollends überzeugen, nach vorne waren wir jedoch in manchen Situationen zu ungenau. Wenn wir uns hier noch verbessern, ist durchaus ein Heimsieg möglich."
Gästespielertrainer Dennis Kramer: "Nachdem wir am letzten Wochenende gegen Ursensollen drei Punkte einfahren konnten, geht es diese Woche nach Edelsfeld. Unser Gegner hat sich nach dem Winter von einer ganz anderen Seite gezeigt und ist im Aufwind. Wir erwarten daher eine schwierige Aufgabe, die nicht zu unterschätzen ist. Wir wissen, was uns erwartet und freuen uns auf das Spiel. Es gilt, die nächsten Punkte zu holen."
Am kommenden Sonntag um 15.30 Uhr erwartet der 1. FC Rieden auf heimischem Gelände die zweite Vertretung des SC Luhe-Wildenau. Die Gäste befinden sich nach bisher 20 absolvierten Partien mit 16 Zählern auf Abstiegsrelegationsplatz zwölf und benötigen dringend ein Erfolgserlebnis, um das rettende Ufer, das allerdings derzeit schon mit acht Punkten Rückstand auf den FV Vilseck (24/21) in weite Ferne gerückt ist, doch noch zu erreichen. SC-Cheftrainer Dieter Scheler, der erst im Oktober 2025 den erfolglosen Georg Ramsauer ersetzte, kann mit dem Restrückrundenstart alles andere als zufrieden sein. Dem erkämpften 1:1 im Auftaktmatch gegen den TSV Königstein folgten drei Niederlagen. Besonders die beiden zuletzt verlorenen Begegnungen gegen die unmittelbaren Abstiegsmitkonkurrenten in Hirschau (1:2) und zuhause gegen den SV Köfering (1:2) schmerzen immer noch sehr.
Im Hinspiel gab es ein 0:0-Remis, ein Ergebnis, das beim Tabellenzweiten aus Rieden die vergangenen zwei Spiele (Heimspiel gegen Königstein, in Edelsfeld) am Ende auf der Anzeigetafel stand. Nach vier Spielen ohne Gegentor hat man sich zur besten Abwehr der Liga gemausert, doch in der Offensive ließ man in den 180 Minuten zuvor einfach zu viel liegen. Gegen den Aufsteiger hat Riedens Coach Julian Pospiech den achten Saisonheimsieg fest auf dem Zettel. (Quelle: Vorschau Peter Gattaut, FCR)
FCR-Coach Julian Pospiech: "Wir treffen auf einen Gegner aus dem unteren Tabellendrittel, welcher ebenfalls auf jeden Punkt angewiesen ist. Nach dem unglücklichen Hinspiel wissen wir, dass wir uns auf einen harten Kampf einstellen müssen, um die drei Punkte in Rieden zu behalten."
Die verlorenen Sechs-Punkte-Matches gegen die direkte Konkurrenz an Ostern schmerzen den SC sehr. Eines ist jetzt klar: Egal wie der Gegner heißt und wo er in der Tabelle steht, es müssen Punkte her, koste es, was es wolle. Sonst ist die Relegation wohl nicht mehr zu vermeiden, ja Köfering ist nun auch bis auf sechs Punkte herangekommen, will heißen man muss aufpassen.
Gästetrainer Dieter Scheler: "Nach dem für uns enttäuschenden Osterwochenende geht’s um Wiedergutmachung. Wir fahren als Außenseiter nach Rieden. Dennoch brauchen wir in den nächsten Wochen Punkte, beziehungsweise Erfolgserlebnisse. Jedes Spiel in den nächsten Wochen ist für uns nun quasi ein Endspiel."
Nach dem 0:3 in Schmidmühlen sinnen die Männer von Flo Neiß im Verfolgerduell auf Wiedergutmachung. Mit einem Heimdreier will man zurück in die Erfolgsspur wechseln, die Erinnerung an die Demütigung im Hinspiel soll dabei zusätzliche Kräfte freisetzen. Zwei Niederlagen, ein Remis, ein Sieg lautet die Bilanz der DJK nach dem Re-Start, auch wenn man etwas den Kontakt zu den ganz vorderen Plätzen etwas verloren hat, kann man als Aufsteiger auf das bisher Geleistete stolz sein. Zum Tabellennachbarn reist man nun in der Absicht, Zählbares ins Heimgepäck zu schnüren.
SVF-Spielercoach Florian Neiß: "Es gilt nach dem schwachen Spiel in Schmidmühlen eine Reaktion zu zeigen. Die Jungs müssen ein Stück weit die Leichtigkeit wiederfinden, es wirkt aktuell alles sehr verkrampft. Das Hinspiel ging 7:0 an Ursensollen, das sollte Motivation genug sein."
Gästespielertrainer Tom Kotzbauer: "Wir wollen den Schwung aus dem letzten Spiel mitnehmen und endlich wieder voll punkten. Die Partie haben wir gut analysiert und wissen genau, an welchen Punkten wir ansetzen müssen. Freudenberg wird versuchen, den Heimvorteil auf dem kleinen Platz voll auszunutzen und alles daransetzen, einen Heimsieg einzufahren. Darauf müssen wir uns einstellen und von Beginn an dagegenhalten. Ich hoffe, dass sich unsere Personalsituation nach und nach entspannt und wieder mehr Spieler zur Verfügung stehen. Wir sind auf jeden Fall bereit und wollen unsere Leistung auf den Platz bringen."
Beide Mannschaften haben nach der Winterpause eine erfreulich gute Frühform zeigen können, haben ihren Punktesack gefüllt und gehen selbstbewußt in die Partie, in der ein knapper Ausgang erwartet werden kann. Der TuS könnte mit einem Heimsieg wohl den Deckel auf den Klassenerhalt legen, die Gäste aus dem Vilstal würden mit einem vollen Ertrag im Heimgepäck der Absicht Nahrung geben, noch die ein oder andere Stufe auf der Tabellenleiter hochzusteigen.
Hirschaus Spielercoach Andi Meyer: "Mit Schmidmühlen erwarten wir eine formstarke Mannschaft, welche die letzten drei Spiele allesamt für sich entscheiden konnten. Wir wollen wieder als Mannschaft den Gegner vor Herausforderungen stellen, die Zweikämpfe gewinnen und mutig auftreten. Nach den 4 Punkten aus dem Osterwochenende wollen wir den Schwung mitnehmen und die Punkte natürlich gerne bei uns lassen."
Gästespielertrainer Alex Greger: "Uns erwartet ein schweres Auswärtsspiel in Ehenfeld. Hirschau holte nach der Winterpause acht Punkte aus den vier Spielen und ist seitdem ungeschlagen. Aber auch wir sind momentan gut drauf und wollen den Schwung aus dem Doppelspieltag mitnehmen und Zählbares holen."
Nach der hohen Belastung über Ostern mit drei Spielen in fünf Tagen wird man beim TSV in dieser Woche wieder Kräfte getankt haben. Leider ist durch die weniger erfreuliche Bilanz aus den "Stresstagen" - man holte nur einen Punkt aus den drei Matches - Platz 1 bei acht Punkten Rückstand in eine wohl unerreichbare Ferne gerückt. Zu Relegationplatz 2 sind es jedoch nur zwei Zähler, so will man gegen den Gast aus der Garnisonsstadt auf jeden Fall in die Erfolgsspur zurück, um dranzubleiben an Rieden und Rosenberg. Nur zwei Punkte aus den fünf Partien nach der Winterpause haben den FVV in gefährliche Nähe zur Abstiegszone gespült. Wohl ist das Polster zu Rang 12 acht Punkte dick, doch zurücklegen kann man sich deshalb keinesfalls schon. Ziel muss es sein, den Vorsprung zu halten und bestenfalls durch Zählbares noch zu vergrößern. Ein Punkt in Königstein wäre deshalb eine feine Sache.
TSV-Trainer Roland Winkler: "Am Sonntag kommt mit Vilseck ein weiterer unangenehmer Gegner zu uns. So richtig aus den Startlöchern sind unsere Gäste, wie wir auch, nicht gekommen. Es wird sich zeigen, wer den Bock umstoßen kann und die Punkte holt. Wir wissen schon trotzdem, dass Vilseck immer gefährlich sein kann und uns alles abfordern wird. Allerdings wollen auch wir wieder in die Erfolgsspur und werden versuchen, die Punkte in Königstein zu behalten."
Gästespielertrainer Tobias Graßler: "Wir wissen, was uns mit Königstein erwartet. Ich weiß aber auch was wir können! Wir werden alles reinwerfen, um den Bock endlich umszustoßen."
Trotz der Niederlage zuletzt im Weidener Osten hat der SVR fünf Runden vor dem Saisonende fünf Punkte Vorsprung zum hinterherhechelnden Verfolgerfeld, der selbstredend gegen den Tabellenvorletzten mit einem Heimdreier verteidigt werden soll. Alles andere als ein Sieg darf nicht zählen. Die Gäste kommen nach dem Heimsieg gegen Königstein mit gesteigertem Selbstbewußtsein, sind sich aber im Klaren, dass schon vieles passen muss, um dem Primus zumindest einen Zähler abzuknöpfen.
SVR-Chefanweiser Martin Kratzer: "Der ASV hat in den letzten beiden Spielen vier Punkte geholt. Vor allem das 4:2 gegen Königstein ist schon ein Ausrufezeichen. Ein Augenmerk ist auf die schnellen Außen in der Offensive und im Zentrum auf einen echten Torjäger zu richten. Ein Selbstläufer wird das Spiel keinesfalls, denn Haselmühl braucht im Abstiegskampf unbedingt Punkte. Allerdings haben wir ein Heimspiel, da wollen wir dreifach punkten. Hierzu müssen wir im Abschluß wieder konsequenter und entschlossener werden. Das war das Problem im letzten Spiel. Insgesamt betreiben wir aber den richtigen Aufwand."
Gästetrainer Dominik Schuster: "Wir müssen gegen Raigering die gleiche engagierte Leistung wie in den letzten beiden Spielen abrufen. Sollte uns das gelingen, ist auch am Samstag was drin. Dass wir nicht als Favorit ins Spiel gehen, denke ich, ist aber auch jedem klar."
Gegen Spitzenmannschaften laufen die Ostler-Youngsters auf eigenem Geläuf zur Hochform auf, erneut konnte man mit Primus Raigering einen der Ligafavoriten zuhause "schnupfen". Nun steht eine komplett anders gelagerte Hausaufgabe am Plan, es geht gegen das Schlußlicht, das zuletzt in Oberwildenau zeigen konnte, was ein Trainerwechsel bewirken kann. So ist das Unterschätzen des kommenden Spielpartners für den FC ein absolutes "No Go". Die Gäste stehen vor ihrem nächsten Endspiel, ein Sieg in Weiden und die Relegation würde in greifbare Nähe rücken. Deshalb wird der SVK sicherlich alles raushauen.
FC-Coach Tim Schlesinger: "Köfering hat sich nach dem Trainerwechsel deutlich stabilisiert. Gleichzeitig gehen wir selbstkritisch in die Partie – mit dem Wissen, in dieser Saison bereits einige Punkte gegen vermeintlich schwächere Mannschaften abgegeben zu haben. Entsprechend vorbereitet und gewarnt werden wir am Sonntag sein."
Christopher Ernst, Sportvorstand des SVK: "Der Bann ist gebrochen! Nach dem erlösenden 2:1-Erfolg in Luhe-Wildenau – dem ersten Dreier nach über einem halben Jahr – reisen wir am Sonntag mit breiter Brust zum FC Weiden-Ost II. Die Marschroute für das Gastspiel beim Tabellenachten ist klar: Den Schwung der neuen internen Trainerlösung mitnehmen und die 0:3-Schlappe aus dem Hinspiel vergessen machen. Der Sieg in Luhe-Wildenau war extrem wichtig für die Moral und hat gezeigt, dass die Mannschaft lebt. Das Trainer-Trio hat sofort den richtigen Ton getroffen. Jetzt müssen wir diesen Biss aber auch in Weiden bestätigen. Trotz der Euphorie bleibt der Blick auf die Tabelle nüchtern. Bei fünf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz zählt für uns in jedem Spiel nur noch die volle Ausbeute. Wir dürfen uns auf dem Erfolg nicht ausruhen. Weiden-Ost II ist spielstark, aber wir werden den Kampf wieder von der ersten Minute an annehmen müssen. Wir wollen die Chance auf den Klassenerhalt bis zum Schluss offenhalten. Sollte die Defensive so stabil stehen wie zuletzt, ist für uns auch im Weidener Osten etwas zu holen."