
Am offiziell drittletzten Spieltag des Jahres 2025 setzen sich für den Ligaprimus der Kreisliga Süd SV Raigering (1./34) die "Wochen der Wahrheit" fort, prallt er doch innerhalb von vier Wochen auf den vierten "lästigen" Konkurrenten um die ganz vorderen Plätze. Nach den Partien gegen Ursensollen (6:2), in Freudenberg (3:2) und zuhause gegen Königstein (4:0) gastiert nun der TuS Rosenberg (5./27) im Pandurenpark, die nächste Möglichkeit für die Kratzer-Crew, einen weiteren Mitstreiter in die Schranken zu weisen. Noch vor der Winterpause - unterbrochen durch das Match in Köfering - kommt schließlich der letzte der größten Konkurrenten des SVR in den Stadtteil von Amberg, am 22. November gastiert der 1. FC Rieden zum "finalen Knaller vor dem Winterschlaf".
Einen Fehltritt, wie den in Hirschau, wollen sich die Panduren natürlich nicht mehr leisten, der Wunsch ist es, mit neun Punkten in den verbleibenden drei Matches auf der Pole Weihnachten zu feiern. Auf einen solchen Ausrutscher lauern natürlich die Teams, die dem SVR im Nacken sitzen. Sowohl die DJK Ursensollen (2./31 - gegen Luhe-Wildenau II), als auch der 1. FC Rieden (3./30 - ein Spiel weniger - in Hirschau), dann der TSV Königstein (4./29 - gegen Köfering) und der SV Freudenberg (6./25 - gegen Edelsfeld) schlüpfen in ihren Partien in die Favoritenrolle und wollen dieser selbstredend auch gerecht werden, um dranzubleiben an der Truppe von Martin Kratzer, oder eben da zu sein, wenn diese patzt.
Vor extrem schweren Aufgaben stehen die Mannschaften, die aktuell von Abstiegssorgen geplagt werden. Da muss der SV Köfering (14./7) nach Königstein, der ASV Haselmühl (13./8) reist nach Vilseck (7./22), die Luhe-Wildenauer Landesligareserve (12./12) muss nach Ursensollen und schließlich muss der FC Edelsfeld (11./13) in Freudenberg Farbe bekennen. Durchwegs also große Herausforderungen, da bedarf es schon einer Überraschung, würde da das ein oder andere Kellerkind seinen spärlich gefüllten Punktesack bereichern können.
Mit dem 4:0-Statement gegen Königstein hat der SVR die Pole verteidigen können. Da die Verfolger aber ebenfalls fleissig Punkte sammeln - Ursensollen ist drei Zähler zurück, Rieden vier, aber mit einem Spiel weniger - ist die Kratzer-Crew angehalten, nicht nachzulassen und nun das vierte Spitzenspiel - mit einer Unterbrechung, also fast nacheinander - erfolgreich zu gestalten. Nach zwei Niederlagen in Folge hat der TuS gegen Haselmühl zurück in die Spur gefunden, rechtzeitig um sich dem Ligaprimus mit neuem Schwung zu stellen. Mit dem Bewußtsein, dass sie ein Sieg bis auf drei Punkte an die Panduren heran und sie wieder mitten in den Aufstiegskampf zurückbringen würde, reisen die Hüttenstädter in den Pandurenpark und wollen dem "Throninhaber" einen leidenschaftlichen Kampf bieten.
"Unsere Gäste aus Rosenberg haben erfahrene Schlüsselspieler auf den wichtigen Positionen, die die Mannschaft führen. Grundsätzlich sind sie in der Lage, jeden Gegner zu schlagen. Bei uns stehen sie unter dem Druck, gewinnen zu müssen, um oben dranzubleiben. Von der Ausrichtung her erwarte einen tiefstehenden Gegner. Wir müssen und wollen so agieren, wie wir es in den letzten Heimspielen getan haben. Mit viel Tempo nach vorne und defensiv als gesamte Mannschaft arbeiten", sagt Martin Kratzer, Coach der Panduren.
"Kurz vor der Winterpause gibt es mit Raigering nochmal eine Spitzenmannschaft für uns. Nach ihrem tollen Lauf stehen sie nun zurecht an der Spitze der Tabelle. Auswärts beim Tabellenführer zu spielen, ist natürlich eine große Herausforderung, der wir uns aber gerne stellen. Wir werden versuchen, unsere spielerische Stärke auf den Platz zu bringen, sodass es dem Anspruch dieser Partie gerecht wird. Wir wollen alles dafür tun, um uns letztendlich das bessere Ende zu verdienen", erklärt Gästespielertrainer Dennis Kramer.
Der Spielausfall von Rieden und der eigene, hart erkämpfte Dreier am Edelsfelder Hahnenkamm hat die Kotzbauer-Männer zurück auf die 2 gebracht. Zum Neulingsduell gastiert nun die Landesligareserve aus Luhe-Wildenau, die nach fehlenden Erfolgserlebnissen (den letzten Sieg landete der SC am 12. September in Köfering) in den letzten Wochen - eine Talfahrt in der Tabelle hinter sich hat. Wohlwissend, dass immer wieder Spieler des Landesligakaders in der Aufstellung der Gäste auftauchen, stellt man sich auf einen Gegner ein, der die DJK extrem fordern wird. Dass man dennoch den siebten Heimdreier auf der Agenda hat, dürfte allerdings klar sein. Immer wenn der SC in der Partie gegen Schmidmühlen am Drücker war, hat der Gast individuelle Fehler eiskalt bestraft. In Ursensollen muss die Fehlerquote unbedingt minimiert werden, zudem gilt es, in der Defensive an Stabilität zu gewinnen, wie auch der neue Mann beim Gast an der Außenlinie im Statement erklärt. Ansonsten wird man die zehnte Saisonniederlage nicht abwenden können beim aktuellen "Vize".
"Mit Luhe-Wildenau erwartet uns eine spielstarke Mannschaft, die in der vergangenen Woche einen neuen Trainer bekommen hat und zuletzt mit mehreren Spielern aus ihrer Ersten angetreten ist. Wir kennen ihre Qualitäten – besonders die zweite Halbzeit im Hinspiel hat gezeigt, wie stark sie fußballerisch auftreten können. Damals hatten wir einen überragenden Keeper im Tor, der uns im Spiel gehalten hat. Um die drei Punkte diesmal bei uns zu behalten, müssen wir wieder mit maximaler Leidenschaft, Einsatz und Wille auftreten. Entscheidend wird sein, dass wir sowohl defensiv als auch offensiv als geschlossene Einheit agieren", sagt DJK-Spielertrainer Thomas Kotzbauer.
Gästecoach Dieter Scheler fasst sich kurz: "Ja, kein leichtes Spiel in Ursensollen. Als Aufsteiger spielt Ursensollen eine sehr gute Saison. Wir müssen kompakter als Team verteidigen und unsere Fehler reduzieren."
Nach mehreren ergebnistechnischen Aufs und Abs in den letzten Wochen, hat der SVF den Anschluß an die ganz vorderen Plätze ein wenig verloren. Um nun nicht komplett im "Niemandsland" zu verschwinden, muss der Rangelfte niedergehalten werden. Drei Niederlagen, ein Unentschieden ist die Bilanz des FCE in den vergangenen vier Partien. Der erhoffte Befreiungsschlag in Richtung ruhiges Fahrwasser ist also noch nicht gelungen, der "Abgrund" ist nur einen Zähler weg. Beim vorne offensivstarken, aber in dieser Saison hinten verwundbaren Gastgeber will man nun unbedingt punkten und wird hierzu alles nur Machbare investieren.
"Mit Edelsfeld erwarten wir wieder einen unangenehm zu bespielenden Gegner. Wir stellen uns auf ein Kampfspiel ein, wollen aber das Fußballerische nicht vergessen und unsere Stärken auf den Platz bringen. Wir spielen zuhause und wir wollen das Spiel gewinnen", gibt sich SVF-Spielertrainer Basti Bauer entschlossen.
"Hier treffen zwei Mannschaften aufeinander, die beide gewinnen müssen, um nicht den Anschluss zu verlieren. Wenn wir in Freudenberg etwas mitnehmen wollen, ist es für uns entscheidend, die starke Offensive um Spielertrainer Bauer in den Griff zu bekommen. Außerdem wollen wir in manchen Situationen cleverer agieren, als in der Vergangenheit. Gelingt uns das, sind Punkte für uns durchaus möglich", verbreitet auch Gästetrainer Martin Dehling vorsichtigen Optimismus.
Acht Zähler aus den letzten vier Matches, der Aufwärtstrend der Kaolinstädter hält an und hat ihnen ein wenig Luft verschafft. Dass es dabei drei Mal gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel ging und zuletzt gar der Ligaprimus aus Raigering "gerupft" wurde, unterstreicht die derzeit gute Form des Meyer-Truppe. Mit dem letztjährigen Vizemeister hat man nun die nächste große Herausforderung vor der Brust. Wie es gegen Rieden gehen soll, weiß der Spielercoach:
"Nach sechs Punkten aus den letzten beiden Spielen können wir mit Selbstvertrauen die Aufgabe gegen die derzeit formstärkste Mannschaft aus Rieden angehen. Um hier die Chance zu haben, etwas mitnehmen zu können, benötigen wir wieder eine kämpferische, mutige und taktisch disziplinierte Leistung", sagt Andreas Meyer.
Am kommenden Sonntag um 14.15 Uhr gastiert der 1. FC Rieden beim Tabellenzehnten TuS/WE Hirschau. Auf dem Papier eine scheinbar lösbare Aufgabe für den FC, doch die letzten Ergebnisse der Kaolinstädter, die sich derzeit auf dem dritten Platz der aktuellen Formtabelle befinden, unterstreichen die Schwere dieses Auswärtsunterfangens. Vergangenen Sonntag konnte die Truppe von Andreas Meyer den sensationellen 2:0-Sieg gegen Spitzenreiter SV Raigering mit einem 2:1-Arbeitssieg bei Schlusslicht SV Köfering bestätigen. Zuvor schon knöpfte der TuS/WE einigen Aufstiegsaspiranten wertvolle Punkte ab (0:0 gegen Königstein, 2:2 in Rosenberg, 1:1 gegen DJK Ursensollen). Der 1. FC Rieden ist also gewarnt und hatte nach der Zwangspause (Spielausfall – SV Freudenberg, Nachholtermin: 13.11./19 Uhr) genügend Zeit, sich auf diese hohe Hürde vorzubereiten. Der Tabellendritte will seine Serie (9 Spiele ohne Niederlage, 5 Siege in Folge) unbedingt fortsetzen, um auch weiterhin im Kampf um die Aufstiegsplätze ein gehöriges Wort mitreden zu können. Das Hinspiel gewannen die Vilstaler mit 3:0 Toren. (Quelle: Vorschau Peter Gattaut, FCR)
"Uns steht ein sehr schweres Auswärtsspiel in Hirschau bevor. Uns ist bewusst, dass wir in diesem Spiel an unsere absolute Leistungsgrenze gehen müssen, um bei diesem zuletzt sehr starken Gegner bestehen zu können", so Gästetrainer Bernd Scheibel.
Zwei Geschenke für den Gastgeber und eine - nach Meinung der Gäste - fragwürdige Rote Karte in der ersten Halbzeit waren am Ende ausschlaggebend für die deutliche Niederlage beim Primus in Raigering. Wenngleich der Rückstand auf die Panduren nun fünf Zähler beträgt, der auf die zweitplatzierten Ursensollener ist mit zwei Punkten greifbar nahe. Die Niederlage ist abgehakt, gegen das Schlußlicht will man logischerweise zurück in die Erfolgsspur. Ohne das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen, steht Heimdreier Nummer 7 auf der Agenda der Winkler-Crew. Kämpferisch alles rausgehauen, in einigen Situationen vom Pech verfolgt, das 1:2 gegen Hirschau spiegelte wieder, wie es einer Mannschaft ergeht, die unten steht. Dennoch steckt man den Kopf nicht in den Sand, reist zum Favoriten, um diesem das Leben möglichst schwer zu machen. Was am Ende dabei herauskommt, wird man am Sonntag gegen 18 Uhr wissen.
"Am Sonntag kommt mit Köfering der Tabellenletzte zu uns. Solche Spiele sind immer am schwierigsten. Unsere Gäste spielen immer mit und verlieren am Ende oft unglücklich. Wir sind gewarnt und unterschätzen sie nicht. Wir wollen natürlich unsere Heimstärke beibehalten und werden alles daran setzen, die Punkte bei uns zu lassen", so TSV-Coach Roland Winkler.
"Die letzten Spiele vor der Winterpause - Schritt für Schritt werden wir sie angehen. Dazu gehört Königstein, die sich im oberen Drittel befinden. Von unserer Seite fehlen immer noch einige langzeitverletze Spieler, die uns in der misslichen Lage, in der wir uns momentan befinden, absolut weiterhelfen würden. Wir wollen uns in Königstein gut verkaufen und nicht auftreten, wie es der Tabellenstand vermuten lässt. Doch um diese Aufgabe zu bewältigen, da gehört einiges dazu, zudem ist sie wiederum eine sehr, sehr große Herausforderung", sagt Christian Helleder, der Trainer der Gäste aus Köfering.
Der "Aufzug nach oben", in den der FVV nach zwei Heimsiegen in Folge eingestiegen war, stockte am letzten Wochenende, das Spiel bei den Ostlern wurde abgesagt. Im nun dritten Heimspiel in Folge soll natürlich die kleine Serie seine Fortsetzung finden, wohlwissend, dass der Gast mit dem Rücken zur Wand stehend vor allem kämpferisch alles auspacken wird. Beim ASV erinnert man sich ans Hinspiel, wo man dem sonntäglichen Gastgeber lange sehr gut Paroli bot. Daran will man anknüpfen. Was dabei heraus springt, wird man sehen, vor allem die individuellen Fehler müssen aber erheblich reduziert werden.
"Im letzten Heimspiel dieses Jahres treffen wir mit Haselmühl auf eine Mannschaft, die niemals aufgibt und für jeden Punkt im Kampf um den Klassenerhalt alles gibt. Mit Smith und Ibler haben sie zudem zwei brandgefährliche Offensivspieler in ihren Reihen, die jedem Gegner richtig weh tun können. Nachdem unser Spiel letzte Woche ausgefallen ist, wollen wir nun schnellstmöglich wieder in unseren Rhythmus finden. Die Jungs werden daher alles raushauen, um im letzten Heimspiel die drei Punkte zu holen", sagt FVV-Übungsleiter Tobias Graßler
"Wir müssen schauen dass wir die unnötige Niederlage gegen Rosenberg aus den Köpfen bekommen und uns komplett auf das Spiel gegen Vilseck konzentrieren. Wenn wir dort so auftreten wie in der ersten Halbzeit des letzten Spiels, werden wir sie hier auch vor Herausforderungen stellen. Sollte uns das nicht gelingen wird, es wohl sehr schwer werden für uns", so Gästetrainer Dominik Schuster.
Sechs Punkte in Folge gegen Mitstreiter in der hinteren Tabellenregion haben dem SVS natürlich sehr gut getan. Das Polster zum ersten Rele-Platz ist jetzt sechs Punkte dick, ein weiterer Dreier hätte wohl die Wirkung eines Befreiungsschlags. So stehen die Zeichen auf Sieg, wohlwissend, dass die junge Gästeelf in der Fremde immerhin elf ihrer zwanzig Punkte geholt hat. Der FC reist zum Tabellennachbarn ins Vilstal mit der Motivation, sich für die Hinspielniederlage - es war nach zwei Siegen zum Auftakt die erste Einbuße für die Schlesinger-Elf - zu revanchieren.
"Wir wollen den positiven Trend fortsetzen und versuchen natürlich, zuhause zu punkten. Das dies gegen eine junge und spielstarke zweite Mannschaft von Weiden-Ost nicht einfach wird, versteht sich von selbst. Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass - wenn wir Fehler abstellen, unser Passspiel verbessern und wieder an unsere Leistungsgrenze kommen - uns ein Sieg gelingen kann", sagt SVS-Spielertrainer Alex Greger.
"Schmidmühlen gehört zu den erfahrensten Teams der Liga und ist bekannt dafür, den Gegnern das Leben schwer zu machen. Schon im Hinspiel haben sie gezeigt, wie abgezockt sie auftreten können. Unsere junge Mannschaft hatte damals Mühe, das eigene Spiel durchzusetzen. Im Rückspiel wollen wir nun zeigen, dass wir dazugelernt haben und mit mehr Überzeugung agieren", erklärt der junge Coach der Ostler, Tim Schlesinger.
