Lucas Schmidt und Schönows Hein-Peter Splett duellieren sich um den Ball.
Lucas Schmidt und Schönows Hein-Peter Splett duellieren sich um den Ball. – Foto: Carola Voigt

Schönower SV und FSV Schorfheide trennen sich Remis

Temporeich und spannende Torfolge.

Ein unterhaltsames Spiel gegen den FSV Schorfheide Joachimsthal endet im SSV-Stadion vor mehr als 150 Zuschauern Remis. Beide Trainer sind mit dem Ausgang zufrieden.
Zum Heimspiel des Schönower SV gegen den FSV Schorfheide Joachimsthal waren noch einmal über 150 fußballhungrige Anhänger des runden Leders nach Schönow gekommen. Ihre Erwartungen an ein Spitzenspiel der Landesklasse wurden dann auch voll erfüllt. Spannende Torfolge, durchweg temporeich, mit rassigen Zweikämpfen und trotz zweier Strafstöße und drei Gelben Karten für jede Seite ein faires Spiel. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass beiden Teams wichtige Akteure fehlten, auf SSV-Seite war dies Piotr Grabarczyk, auf Gäste-Seite der Top-Torjäger Moritz Fedder.

Beide Teams begannen mit Vollgas. Ein Ballverlust der Schönower wurde sofort genutzt, um Dennes Giernoth steil zu schicken, dessen Schuss touchierte die Latte (8.). Im Gegenzug kam Dariusz Szmulski über außen, scheiterte aber an Keeper Fabian Schröder. Felix Seidel versuchte es mit einem Distanzschuss ohne Erfolg. Es schlossen sich zwei Riesen für Robert Jung und Marius Falk an. SSV-Keeper Roland Galinski stürzte heraus und Falk drosch das Leder übers Tor.

Die Herzen der Schönower Fans setzten bei einem von Benjamin Ehrlich eingeleiteten Angriff kurz aus, als der Abschluss von Lucas Schmidt vom Innenpfosten zurück ins Feld sprang (15.). Danach setzten Jung und Dogan Böttcher den frei stehenden Hein-Peter Splett ein, der aber nur eine Ecke herausholte. Kurzzeitig kam bei einem Foul an Tormann Galinski unnötige Härte ins Spiel. Später wandelte der gefoulte Benjamin Ehrlich auf gelb-roten Spuren. Letztlich behielt aber der unaufgeregt agierende Schiri Radoslaw Zbaracki die Zügel in der Hand. Das traf jedoch in der 28. Minute nicht auf die SSV-Defensive zu, als sie Giernoth wieder gewähren ließ. Bei dessen Flanke sah Galinski sehr unglücklich aus, sodass Andy Lindt zum 0:1 traf.

Die Antwort kam prompt. Jung passte zu Szmulski, der Keeper Fabian Schröder aussteigen ließ und den Ball aus spitzem Winkel ins leere Tor zirkelte (31.). Kurz vor der Pause stand Szmulski noch einmal im Fokus, als er im Strafraum gefoult wurde. Christian Freudenberg erzielte per Strafstoß den 2:1-Pausenstand (45+1).

Nach nervösem Beginn in der zweiten Hälfte holte Joachimsthal zum Doppelschlag aus. In einer etwas undurchsichtigen Strafraumszene wurde Sebastian Temma gefoult, den Strafstoß exekutierte er selbst zum 2:2-Ausgleich (53.). Drei Minuten später war dann die SSV-Abwehr nicht dicht genug am Schützen Falk, der zum 2:3 traf. Temma hätte nach einem Durchbruch erhöhen können, scheiterte jedoch. Schönow erholte sich ein zweites Mal von einem Rückstand. Nachdem Freudenbergs Heber über die Latte flog, gab es die nächste Torgelegenheit durch einen Freistoß. Böttcher wurde kurz vorm Sechzehner unsanft vom Ball getrennt. Maik Zachowski schnappte sich das Leder und minimal abgefälscht landete sein Schuss zum 3:3 in den Maschen (73.).

Zeit war noch genug. Nun kam auf SSV-Seite der leicht angeschlagene Wojciech Szczupakiewicz ins Spiel. Er und Böttcher ruckten noch einmal kräftig an, es blieb jedoch bei dem leistungsgerechten Unentschieden. Für Schönow ist es schon ein dickes Lob, wenn Juchte-Coach Sven von Pruschak sich zufrieden mit dem gewonnenen Auswärtspunkt zeigte.

Alle Daten und Fakten zum Match: Spielbericht

Aufrufe: 03.11.2020, 05:43 Uhr
Jürgen KernAutor

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