
Der SV Kirchanschöring gewinnt sein Heimspiel gegen den TSV 1860 Rosenheim und zeigt sich sehr erleichtert. Kottern ärgert sich über den späten Ausgleichstreffer des FC Gundelfingen. Pipinsried zeigt eine starke Auswärtspartie und schnappt sich die Tabellenführung. Die Stimmen der Trainer zu den Spielen des achten Spieltags.
Christoph Dinkelbach, Trainer des SV Kirchanschöring: »Wir gehen nach einem super Freistoßtor von Rosenheim in der 10. Minute in Rückstand. Danach ist bis zur Pause relativ wenig passiert, mit wenigen Torchancen auf beiden Seiten. Nach der Halbzeit kommen wir dann gut aus der Kabine, können das Spiel ausgleichen und sogar drehen und hätten durch eine unserer Kontermöglichkeiten die Partie vielleicht schon früher entscheiden können. Gleichzeitig war Rosenheim aber immer wieder gefährlich. Die Jungs haben hinten alles super wegverteidigt und sich aufgrund der starken zweiten Halbzeit die drei Punkte am Ende absolut verdient.«
Wolfgang Schellenberg, Trainer des TSV 1860 Rosenheim: »Der Start ist für uns heute eigentlich optimal verlaufen: Nach einer starken Einzelaktion von Edis Muhameti, der nur per Foul zu stoppen war, hat Michael Summer den fälligen Freistoß direkt zur Führung verwandelt. Unmittelbar danach hatte Kirchanschöring durch Omelanowsky eine gute Gelegenheit, danach ist bis zur Halbzeit vor beiden Toren allerdings relativ wenig passiert.
Zu Beginn der zweiten Hälfte haben wir im Anlaufen nicht genügend Druck aufgebaut, dadurch kam Kirchanschöring zu mehreren Standards, die sie eiskalt genutzt und so das Spiel gedreht haben – da war unser Defensivverhalten einfach nicht gut und das müssen wir uns ankreiden. In der Folge ist das Spiel hin und her gegangen, Kirchanschöring hatte ein paar gute Konterchancen, wir hatten die eine oder andere durchaus gefährliche Situation in der Box, in dieser Phase wäre auf beiden Seiten ein Tor möglich gewesen. In der letzten Minute hat dann einer dieser Konter zur finalen Entscheidung und zum 3:1 für Kirchanschöring geführt.«
Thomas Rudolph, Trainer des FC Gundelfingen: »Wir sind leider sehr schwach in die Partie gestartet, hatten viel zu viele einfache Ballverluste und uns hat auch gegen den Ball die nötige Griffigkeit gefehlt. Insgesamt haben wir zunächst nicht die Körpersprache gezeigt, mit der man so ein Spiel gewinnen kann. Nach der Halbzeitpause haben wir uns dann deutlich verbessert präsentiert, waren mit Ball deutlich aktiver, haben ihn besser laufen lassen und sind auch besser in die Zweikämpfe gekommen. So haben wir uns die eine oder andere Tormöglichkeit erarbeitet und müssen am Ende trotzdem glücklich sein, dass wir zwei Minuten vor Schluss noch den Ausgleich erzielen und den Punkt mitnehmen.«
Roland Burger, Co-Trainer des TSV Kottern: »Wir haben das Spiel von Anfang an dominiert, waren gut drin und haben uns in der ersten Halbzeit viele gute Möglichkeiten herausgespielt. Leider haben wir davon nur eine genutzt und sind trotz unserer Überlegenheit nur mit einer 1:0-Führung in die Pause gegangen. Auch in der zweiten Halbzeit hatten wir immer wieder gute Umschaltmomente und Kontermöglichkeiten, die wir aber nicht konsequent genug ausgespielt haben. Das ist momentan leider ein bisschen unser Thema: Wir schaffen es nicht, den Sack zuzumachen und uns für den Aufwand, den wir betreiben, entsprechend zu belohnen.
Dass wir dann am Ende nach einem eigenen Eckball in einen Konter laufen und noch das 1:1 kassieren, passt irgendwo zu unserer aktuellen Situation und ist extrem bitter, weil wir über weite Strecken das bessere Team waren und genügend Möglichkeiten hatten, das Spiel vorher zu entscheiden. Am Ende müssen wir uns aber selbst an die Nase fassen: Wenn du deine Chancen nicht nutzt und ein Spiel nicht zumachst, gibst du dem Gegner bis zur letzten Minute die Möglichkeit zurückzukommen – und heute haben wir dafür leider die Quittung bekommen.«
Roman Langer, Trainer des FC Pipinsried: »Wir sind zufrieden mit dem heutigen Auftritt. Die Mannschaft hat eine hohe Intensität gezeigt, viele Ballgewinne gehabt und unsere Chancen konsequent genutzt. Nach etwa 20 bis 25 Minuten sind wir besser ins Spiel gekommen, nachdem Deisenhofen zunächst gut begonnen hatte. Trotz des deutlichen Ergebnisses gibt es weiterhin Themen, an denen wir arbeiten wollen, insgesamt war es aber ein verdienter Auswärtssieg.«
Ludwig Dietrich, Trainer des FSV Pfaffenhofen: »Das war heute eine total ärgerliche und vor allem unnötige Niederlage. Man hat schon gemerkt, dass es unser siebtes Spiel im August war und uns an der einen oder anderen Stelle die Frische, vor allem im Kopf, gefehlt hat. Unsere Spielanlage war grundsätzlich nicht schlecht, insbesondere im Spiel nach vorne. Wir haben uns einige gute Chancen herausgespielt, es aber leider verpasst, daraus Kapital zu schlagen, und eine Fülle an Möglichkeiten ungenutzt gelassen.
Schwabmünchen war im Gegensatz dazu deutlich effizienter und hat unsere Unachtsamkeiten und Fehler eiskalt bestraft. Alle drei Gegentore fallen aus unserer Sicht viel zu einfach und wären vermeidbar gewesen. Dadurch stehen wir am Ende trotz einer über weite Strecken akzeptablen Leistung mit leeren Händen da.«
Emanuel Baum, Trainer des TSV Schwabmünchen: »Mit dem frühen Tor in der 5. Minute waren wir eigentlich gleich richtig gut in der Partie. Danach mussten wir allerdings die ein oder andere gefährliche Situation überstehen und hatten auch etwas Glück, dass wir nicht den Ausgleich kassieren. Mit zunehmendem Spielverlauf waren wir dann aber selbst immer wieder gefährlich vor dem Tor und haben folgerichtig das 2:0 erzielt.
In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft das Spiel souverän und reif heruntergespielt und sich mit dem 3:0 letztlich noch belohnt. Insgesamt war es eine starke Mannschaftsleistung, die uns sicherlich weiter Auftrieb für die kommenden Aufgaben geben wird.«
Tobias Beck, Trainer der SpVgg Hankofen-Hailing: »Wir sind natürlich glücklich, dass wir den dritten Sieg in Folge und im vierten Heimspiel den vierten Heimsieg eingefahren haben. Es war kein einfaches Spiel, wir haben gegen einen sehr starken Gegner aus Geretsried gespielt. In der ersten Halbzeit waren wir, glaube ich, die dominantere Mannschaft und hatten ein, zwei gute Chancen, in denen wir vielleicht schon früher in Führung gehen können. Kurz vor der Pause machen wir dann verdient den 1:0-Führungstreffer. In der zweiten Halbzeit kommt Geretsried sehr stark aus der Kabine, sie haben uns wirklich alles abverlangt und wir mussten dagegenhalten. Meine Mannschaft hat trotzdem wieder defensiv sehr gut gearbeitet, auch wenn wir das ein oder andere Mal unseren Ersatzkeeper Adrian Serowiec gebraucht haben, vor allem bei einer Großchance von Geretsried. Auf der anderen Seite hatten wir noch die ein oder andere Umschaltsituation, in der wir den letzten Pass nicht sauber fertig gespielt haben und das Spiel dadurch lange offen gehalten haben. Wenn wir da ein bisschen konsequenter sind, können wir den Sack, glaube ich, früher zumachen. Am Ende steht aber ein 1:0-Heimsieg, der wohl verdient war, und ich bin mächtig stolz auf meine Jungs.«
Martin Grelics, Trainer des TuS Geretsried: »Wir hatten zu Beginn des Spiels defensiv große Herausforderungen zu bewältigen und haben etwas gebraucht, um ins Spiel zu finden. Hankofen hatte einige Abschlüsse aus der zweiten Reihe inklusive Pfostenschuss, danach waren wir präsenter und hatten gute Umschaltsituationen, in denen wir durch eine Großchance von Schrills sogar in Führung gehen können. Kurz vor der Pause fällt dann das Gegentor, bei dem wir individuell nicht gut verteidigen.
Zu Beginn der zweiten Hälfte haben wir eine gute Phase mit mehr Spielanteilen, schaffen es aber trotz einer großen Kopballchance von Schrills nicht, ein Tor zu erzielen. Insgesamt war es ein ordentlicher Auftritt bei einer starken Heimmannschaft. Unsere Spieler mussten aufgrund der Ausfälle zum Teil auf für sie neuen Positionen agieren, und auch durch den frühen verletzungsbedingten Ausfall von Sibler mussten wir wieder einiges umstellen – Kompliment an das Team, wie es das umgesetzt hat. Jetzt wollen wir diese Leistungen möglichst schnell wieder in Punkte ummünzen.«
Christoph Rech, Trainer des TSV 1860 München II: »Gratulation an Wasserburg zum verdienten Sieg. Wir werden weiter arbeiten und unseren Weg gehen.«
Heiko Schwarz, Trainer des SV Schalding-Heining: »Unsere erste Halbzeit war sehr ordentlich, wir hätten beinahe ein Tor gemacht, das uns mehr Sicherheit gegeben hätte. Dann kassierst du so ein Gegentor, und mit dem 0:1 sind wir zerbrochen – bezeichnend für die letzten Spiele. Unsere technischen Fertigkeiten und unsere körperlichen Fähigkeiten reichen im Moment einfach nicht aus, man hat deutlich gesehen, dass wir da massive Defizite haben.«
Christian Donbeck, Trainer des FC Sportfreunde Schwaig: »Es war das gefürchtete und erwartete schwere Spiel. Schalding ist lange sauber gestanden. Ich hatte davor gewarnt, unruhig und ungeduldig zu werden, aber genau das ist passiert. Die Chance von Gallmaier und dieses Pech, das Schalding gerade hat – ich habe nur gehofft, mit 0:0 in die Halbzeitpause zu kommen. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann aber gut gemacht. Es ist ein verdienter Sieg, allerdings nur aufgrund der zweiten Halbzeit. Trotzdem müssen wir mit beiden Beinen auf dem Boden bleiben.«
Max Maier, Sportlicher Leiter der SpVgg Landshut: »Auch diesen Punkt nehmen wir mit, auch wenn es heute sehr ärgerlich ist. Das haben wir uns aber selbst zuzuschreiben, weil wir zwei individuelle Fehler gemacht haben, die unmittelbar zu Gegentoren geführt haben. Auch in der Phase der Überzahl waren wir zu passiv. Gleichzeitig müssen wir schon auch Demut an den Tag legen, denn wir werden uns nicht über einen Punkt gegen Heimstetten beschweren.«
Lukas Lechner, Trainer des SV Erlbach: »Das war ein sehr, sehr intensives, hochklassiges, Bayernligaspiel. Wir haben uns verdient mit 2:0 gegen einen starken Gegner aus Ismaning durchgesetzt. Ich glaube, jeder, der gestern auf unserer Seite auf dem Platz gestanden ist, kann unfassbar stolz sein. Wir kämpfen im Moment mit sehr vielen Verletzten und haben nichtsdestotrotz eine Top-Leistung gezeigt. Besonders für unsere verletzten Spieler haben wir alles in die Waagschale geworfen, weil wir die drei Punkte in Erlbach behalten wollten – und das haben wir gestern wirklich alle zusammen sehr, sehr gut gemacht.«