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FSV Luckenwalde: "Das sind wir uns selbst und unseren Fans schuldig"

Nach langer Pause und Frust über die Spielabsage empfängt der FSV 63 Luckenwalde am Freitagabend in der Regionalliga Nordost den ZFC Meuselwitz.

von red · 26.11.2025, 17:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Stefan Fiebiger/Lukas Thoms

Der FSV 63 Luckenwalde empfängt am Freitagabend in der Regionalliga Nordost den ZFC Meuselwitz – mit dem Willen, ein anderes Gesicht zu zeigen und den eigenen Rhythmus wiederzufinden.

Ungewollte Pause statt Rhythmus

Der FSV 63 Luckenwalde kehrt am Freitagabend unter Flutlicht ins Werner-Seelenbinder-Stadion zurück – erstmals nach einer für alle Beteiligten unerwartet langen Pflichtspielpause. Das vergangene Auswärtsspiel beim BFC Dynamo war bereits vorbereitet, beide Teams standen bereit, Schiedsrichtergespann und FSV 63 waren angereist, doch der Zustand des Platzes ließ keine Austragung zu.

Geschäftsführer Sport Hendrik Brösel formulierte die Enttäuschung offen: „Leider fiel das Gastspiel beim BFC aus. Schon bedenklich, denn der BFC, die Schiedsrichter und auch wir hätten gern gespielt. Die Sportfläche selbst liegt aber nicht immer in der Hand des Sports. Bitter für die hohen Kosten für den BFC, bitter für die Schieris und für uns, da wir schon angereist waren.“

Diese Absage hat Folgen. Der FSV hat dadurch keinen echten Wettkampfrhythmus mehr, und das merkt man im täglichen Arbeiten. Brösel stellt aber klar: „Wir haben natürlich derzeit keinen Rhythmus durch die lange Pause. Das ist nun mal so. Die Frequenz im Training ist dafür sehr hoch, alle ziehen mit.“ Damit ist zumindest eines klar: Die Mannschaft hat ihre Intensität nicht verloren.

Ein Spiel mit Signalwirkung

Die kommende Aufgabe gegen den ZFC Meuselwitz ist für den FSV 63 weit mehr als ein normales Ligaspiel. Nach der ernüchternden Heimniederlage gegen Hertha BSC II verlangt der Verein eine Reaktion. Brösel bringt es auf den Punkt: „Wir wollen ein anderes Gesicht zu Hause zeigen als gegen Hertha II, das sind wir uns selbst und unseren Fans schuldig!“ Die Partie ist also ebenso ein emotionaler wie auch sportlicher Prüfstein.

Luckenwalde steht nach 15 Spielen bei 23 Punkten – mehr als solide, aber angesichts des starken Saisonstarts zuletzt stagnierend. Ein Sieg würde den FSV stabil in der oberen Tabellenhälfte halten und gleichzeitig den Abstand auf den ZFC Meuselwitz vergrößern, der mit 15 Punkten auf Platz 13 steht. „Wir möchten den Abstand zum ZFC natürlich versuchen zu vergrößern“, betont Brösel, und die Ausgangslage im Klassement unterstützt dieses Ziel klar.

Meuselwitz: Kampf, Körperlichkeit und Konsequenz

Der kommende Gegner aus Thüringen ist bekannt für sein körperbetontes Auftreten. Das weiß man in Luckenwalde aus zahlreichen direkten Duellen. „Mit Meuselwitz kommt ein kampfstarkes Team ins ‚Seele‘“, sagt Brösel und benennt zugleich die Schlüssel zum Erfolg: „In den direkten Duellen auf dem Rasen müssen wir mindestens gleichwertig sein, um das Pendel des Spiels auf unsere Seite schlagen zu lassen.“ Damit ist klar, worauf es ankommt: Robustheit, Zweikampfstärke, Klarheit in den Abläufen.

Auch die Tabelle zeigt Meuselwitz als Mannschaft, die oft hart arbeitet und in engen Spielen nur kleine Unterschiede zwischen Erfolg und Niederlage erlebt. Mit 16 Gegentoren aus 15 Spielen bewegt sich der ZFC defensiv stabiler als viele andere Kellerteams. Umso wichtiger wird es für den FSV, frühzeitig Präsenz und Tempo zu entwickeln.

Luckenwalde personell gut aufgestellt

Erstmals seit einigen Wochen kann der FSV 63 nahezu aus dem Vollen schöpfen. „Personell können wir bis auf die Langzeitverletzten nach jetzigem Stand aus dem Vollen schöpfen“, stellte Brösel zufrieden fest. Das bedeutet Optionen für die Startelf und Variabilität bei Wechseln – alles Faktoren, die nach der langen Pause an Bedeutung gewinnen.

Die Mannschaft hat in den vergangenen Trainingseinheiten hart gearbeitet, um das richtige Timing im Spielaufbau, die Aggressivität im Pressing und die Abläufe im letzten Drittel wieder zu schärfen. Genau das wird nötig sein, um Meuselwitz auszuhebeln.