Guter Beginn mit früher Führung
Der FSV Hollenbach startete konzentriert in die Partie und übernahm von Beginn an die Spielkontrolle. „Wir sind eigentlich relativ gut reingekommen, haben den Ball gut laufen lassen, haben den Gegner gut laufen lassen“, sagte Reinhard Schenker. Auch wenn das Positionsspiel nicht die gewohnte Präzision aufwies, war Hollenbach feldüberlegen. In der 20. Minute brachte Sebastian Schiek sein Team nach einer Standardsituation in Führung – zu diesem Zeitpunkt eine logische Konsequenz des Spielverlaufs.
Trotz der Führung schlichen sich jedoch in der Folge einige Fehler ins Spiel des FSV ein. „Wir haben dann viele kleine Fehler gemacht, haben mit dem starken Regen, der dazu kam, so ein bisschen die Linie verloren“, erklärte Schenker. Hollenbach verlor zunehmend die Kontrolle und ließ Heimerdingen ins Spiel kommen.
Ausgleich und Unsicherheit vor der Pause
Kurz vor der Halbzeit wurde die Nachlässigkeit bestraft. Der FSV reagierte schlecht auf einen zweiten Ball, Martin Kuchtanin fasste sich aus der Distanz ein Herz und erzielte den Ausgleich. Hollenbachs Torhüter ließ den Ball bei schwierigen Bedingungen durchrutschen. „Kann man halten, ist aber wie gesagt zu entschuldigen aufgrund der Witterungsbedingungen“, meinte Schenker.
Glücksmomente und verpasste Chancen
Die zweite Halbzeit begann mit einer Schrecksekunde für den FSV. Der Gastgeber hatte die große Chance zur Führung, doch Hollenbachs Keeper parierte stark. „Wir hatten einmal Riesenglück, dass wir nicht in Rückstand geraten“, gab Schenker zu. Dennoch blieb sein Team optisch überlegen und kam zu mehreren Möglichkeiten. Zwei bis drei gute Chancen blieben allerdings ungenutzt, weil im letzten Drittel oft die Präzision fehlte. „Der letzte Pass oder der vorletzte Pass war zu ungenau, wo aus vielen aussichtsreichen Situationen keine Großchancen entstanden sind.“
Trotz klarer Überlegenheit fehlte Hollenbach die Durchschlagskraft, um frühzeitig für klare Verhältnisse zu sorgen. Schenker sah den Grund im Rhythmus: „Wir müssen da einfach wieder ein bisschen geduldiger sein, ein bisschen länger auf die richtige Situation warten, um dann einen Tempo- und Rhythmuswechsel ins Spiel zu bekommen.“
Erlösung in der Nachspielzeit
Erst in der Nachspielzeit gelang dem FSV die Entscheidung. Nach einer gelungenen Kombination erzielte Luke Knapp in der 90.+2 Minute das 2:1 – der späte Siegtreffer und das Ticket für die zweite Pokalrunde. „Wir machen dann aber nach einer guten Kombination kurz vor Ende des Spiels das 2:1. Und am Schluss geht’s darum, im Pokal weiterzukommen“, sagte Schenker. Damit erfüllte Hollenbach das Minimalziel.
Kritischer Blick auf die Leistung
Reinhard Schenker hielt mit seiner Einschätzung nicht hinter dem Berg. „Unterm Strich haben wir verdient gewonnen, aber wir haben uns deutlich schwerer getan, als wir es uns vorgestellt haben.“ Gerade im Vergleich zu den erfolgreichen Testspielen habe sein Team spielerisch nicht überzeugt. „Wir waren nicht so dominant, wie wir es uns erhofft haben.“
Die Hauptkritik richtete sich an die Genauigkeit und das Timing in der Offensive: „Wir müssen wieder mehr Qualität in unser Spiel bringen, gerade im letzten Drittel.“ Dort habe man zu häufig aus guten Situationen zu wenig gemacht. Trotz allem steht der FSV in der nächsten Runde – ein Erfolg, der zählt, wenn auch nicht glänzt.
Ausblick auf die zweite Runde
In der zweiten Runde des WFV-Pokals ein spannendes Duell beim Landesligisten TSV Crailsheim. Schenker blickt der Partie bereits entgegen: „Wir freuen uns auf das Spiel gegen Crailsheim.“