
Die Lage spitzt sich dramatisch zu. Für den FSV Hollenbach geht es am 33. Spieltag in der Oberliga um alles oder nichts. Im direkten Duell bei Türkspor Neckarsulm steht der Verein unter gewaltigem Erfolgsdruck. Trainer Reinhard Schenker fordert nach starken, aber unbelohnten Leistungen der vergangenen Wochen die nötige Effizienz, um eine gute Ausgangslage für das Saisonfinale zu schaffen.
Die dramatische Ausgangslage auf der Zielgeraden
Es herrscht Hochspannung pur. Die Oberliga Baden-Württemberg biegt auf die Zielgeraden ein, und für den FSV Hollenbach steht das wahrscheinlich wichtigste Auswärtsspiel des Jahres an. Am Samstag um 15:30 Uhr gastiert die Mannschaft bei Türkspor Neckarsulm. Die Tabellensituation vor diesem Kellerkrimi ist an Dramatik kaum zu überbieten: Da in dieser Saison vier oder fünf Mannschaften den bitteren Gang in die Verbandsliga antreten müssen, zählt jeder einzelne Zähler.
Türkspor Neckarsulm rangiert derzeit mit 33 Punkten auf Platz 15, während der FSV Hollenbach mit 32 Punkten direkt dahinter auf dem 16. Rang steht. „Abstiegskampf pur, in den letzten zwei Spieltagen. Es sind zwei Mannschaften, die mittendrin stecken, die sich mit einem Sieg auf jeden Fall noch Hoffnung auf den Klassenerhalt machen können“, beschreibt Trainer Reinhard Schenker gegenüber FuPa die Ausgangslage vor dem wegweisenden Duell unmissverständlich.
Voller Fokus auf die Bedingungen in der Fremde
Die Marschroute für das Gastspiel ist von Hollenbacher Seite klar definiert. Um im engen Klassement an den Konkurrenten vorbeizuziehen, wird eine fehlerfreie Leistung benötigt. Die Mannschaft stellt sich dabei auf schwierige äußere Umstände beim Gegner ein, ohne dabei die eigene spielerische Linie zu vernachlässigen.
„Dementsprechend wird unsere Herangehensweise sein. Wir wollen natürlich nach Neckarsulm fahren, um die drei Punkte zu holen. Wir werden gut vorbereitet sein, werden uns auf alles einstellen, auf die Platzbedingungen, auf den Kunstrasen, auf die Spielweise von Neckarsulm und werden aber trotzdem versuchen, unser Spiel durchzuziehen“, erklärt Reinhard Schenker den Matchplan.
Gute Leistungen ohne den verdienten Lohn
Das Selbstvertrauen zieht das Team aus den Auftritten der vergangenen Wochen, auch wenn die Ergebnisse eine andere Sprache sprechen. Besonders das jüngste Heimspiel gegen den FC 08 Villingen schmerzt noch tief: Vor 250 Zuschauern unterlag man unglücklich mit 1:2, obwohl Marco Specht in der 66. Minute den zwischenzeitlichen Ausgleich erzielte, nachdem Angelo Rinaldi (14.) für die Gäste vorgelegt hatte. Erst in der Nachspielzeit (90.+6) besiegelte Christian Derflinger die bittere Hollenbacher Niederlage.
Dennoch sieht Reinhard Schenker die Entwicklung positiv: „...so wie wir es auch die letzten zwei Wochen gemacht haben, wo die Leistungen wirklich sehr gut waren. Leider nicht von Erfolg gekrönt, aber ich sage immer zu meinen Jungs: Je besser die Leistung, je höher die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg. Und dementsprechend werden wir das Spiel angehen.“
Die Suche nach dem fehlenden Punch vor dem Tor
Ein zentraler Faktor für den angestrebten Auswärtserfolg wird die Verwertung der Torchancen sein. Während im Hinspiel gegen Türkspor Neckarsulm vor 252 Zuschauern beim torlosen Unentschieden noch jegliche Offensiv-Highlights fehlten, erarbeitet sich Hollenbach mittlerweile eine Vielzahl an Gelegenheiten, belohnt sich jedoch zu selten.
Reinhard Schenker fordert daher mehr Kaltschnäuzigkeit im gegnerischen Strafraum: „Wir werden versuchen, natürlich unsere zahlreichen Chancen der letzten Spiele dann hoffentlich effektiver zu nutzen. Denn am Schluss kann man nur gewinnen, wenn man Tore schießt. Das wissen die Jungs, ich mache ihnen da aber keinen Vorwurf, weil die Anzahl der Torchancen, die wir uns rausgespielt haben in den letzten Spielen wirklich gut war. Jetzt fehlt noch der letzte Punch.“
Mit einer guten Basis in das finale Heimspiel
Das Ziel ist es, mit einem Dreier die Konkurrenz in Schach zu halten und den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu sichern. Der Blick auf die Tabelle zeigt, wie dicht das Feld im Keller besiedelt ist: Hinter Hollenbach lauert der FSV 08 Bietigheim-Bissingen (30 Punkte), während davor Vereine wie der 1. Göppinger SV, der Türkischer SV Singen (34 Punkte), der 1. FC Normannia Gmünd (35 Punkte) sowie die TSG Backnang (39 Punkte) um den Verbleib in der Liga kämpfen. Hollenbach will in Neckarsulm die Weichen stellen: „Das wollen wir am Wochenende hinbekommen und dann mit einem guten Gefühl und mit einer guten Position ins letzte Heimspiel gehen“, so Reinhard Schenker abschließend.