
Der FSV Höhenrain besiegt den TSV Benediktbeuern mit 3:1. Die Gäste dominieren spielerisch, doch es fehlt der Zug zum Tor.
FSV Höhenrain - TSV Benediktbeuern 3:1 (1:0) – „Viel Ballbesitz, wenig Ertrag“, so bringt TSV-Trainer Kevin Höcherl das Spiel seiner Elf auf den Punkt. Weil ihnen im gegnerischen Strafraum die Ideen fehlten, verharren die spielerisch überlegenen Gäste nach der 1:3-Pleite beim FSV Höhenrain weiter im Tabellenkeller. „Wir haben 70 Prozent Ballbesitz, aber keine einzige zwingende Chance herausgespielt“, stellt Höcherl enttäuscht fest. „Im letzten Drittel fehlen die Idee und der letzte Wille, ein Tor zu machen. Deshalb ist der Sieg für Höhenrain am Ende nicht unverdient.“ Denn die Gastgeber waren enorm effektiv. In der 42. Minute trat Andreas Mühr den Ball aus 25 Metern einfach mal aufs Tor – und der FSV führte aus dem Nichts mit 1:0.
Nach dem Seitenwechsel hatten die Gäste aus dem Klosterdorf Pech, als Anton Öttl den Ball nach einer Ecke gegen die Latte köpfte. „Das wäre vielleicht der Gamechanger gewesen“, hadert Höcherl. Auf der Gegenseite freute sich Christian Sedlmeier über ein weiteres „Tor zum richtigen Zeitpunkt“. Franz Schaller passte im Strafraum quer zum mitgelaufenen Benedikt Huber, der aus zehn Metern zum 2:0 (69.) einschoss. Andreas Mühr schloss in der 90. Minute eine starke Einzelleistung mit einem platzierten Schuss ins lange Eck zum 3:0 ab. Per Handelfmeter verkürzte der TSV mit der letzten Aktion des Spiels auf 1:3.
„Spielerisch war Benediktbeuern die bessere Mannschaft, aber es hat ihnen ein wenig der Zug zum Tor gefehlt“, fasst FSV-Trainer Sedlmeier seine Eindrücke zusammen. „Für uns war das auf jeden Fall ein Befreiungsschlag im Abstiegskampf.“ In dem stecken die Gäste weiterhin knietief drin. „Jetzt müssen wir gegen Feldafing am Samstag alles mobilisieren“, meint Höcherl. „Da ist ein Sieg essenziell, damit wir den Anschluss nicht verlieren.“