
Nach dem 3:2 gegen Pöcking steckt der SV Eurasburg-Beuerberg in einer Krise und enttäuscht erneut im Kellerduell.
Andreas Mühr brachte die Hausherren schon in der 9. Minute nach Querpass von Max Feirer in Führung. „Aber dann sind wir nicht in die Zweikämpfe gekommen und haben einige kritische Situationen gehabt“, erklärte Trainer Christian Sedlmeier. Glück hatte sein Team, dass ein Abseitstor der Gäste nicht gegeben wurde und die Latte den Ausgleich verhinderte. Kurz nach Wiederbeginn erhöhte Mühr in einer Überzahlphase auf 2:0. Der FSV war nun besser im Spiel, aber Feldafing „blieb immer präsent, hat sich nie aufgegeben“ (Sedlmeier).
So war der Anschlusstreffer zum 1:2 (75.) nur folgerichtig. In der Schlussphase hielt Torhüter Guido Reiter seine Mannschaft im Spiel, als er eine Eins-gegen-Eins-Situation für sich entschied. „Wir hätten den Sack früher zumachen müssen“, monierte der Coach, dass Mühr und Feirer zwei weitere gute Möglichkeiten ungenutzt gelassen hatten. „Das ist heute ein dreckiger Sieg, aber aufgrund unserer kämpferischen Leistung nicht unverdient“, fasste Sedlmeier zusammen.
Erst in der Nachspielzeit wurde die Partie endgültig entschieden, als Valentin Hüther (90.+1) und Felix Funk (90.+3) mit ihren Toren den Starnberger Sieg klar machten. Nicht unverdient, denn die Gäste gingen von Beginn an energischer zur Sache und kontrollierten über weite Strecken das Geschehen. Im ersten Abschnitt zeigten die Gastgeber zwar einzelne gute Ansätze, insbesondere durch Leo Deiser, doch die Chancen blieben ungenutzt.
Die Führung der Starnberger fiel nach einem missglücktem Klärungsversuch, als Louis Hartung (32.) am zweiten Pfosten an eine Hereingabe von der rechten Außenbahn kam. In der zweiten Halbzeit setzten die Gäste das Spiel konsequent fort, Bichl hatte Mühe über die Mittellinie zu kommen. Chancen für die Elf von SF-Coach Christian Strobl hatte Seltenheitswert.
Eurasburg rutscht immer tiefer in die Krise. „Der letzte Zug, die letzten zehn Prozent haben gefehlt“, kritisierte Trainer Florian Schauer nach dem ersten Durchgang im Kellerduell. Was dann folgte war jedoch alles andere als ein Aufbäumen. Den „kollektiven Tiefschlaf“ (Schauer) nach Wiederbeginn nutzten die Gastgeber zu zwei Toren binnen zwei Minuten.
Die Gäste gaben auf den 0:2-Rückstand eine schnelle Antwort durch den 1:2-Anschlusstreffer durch Michael Kerschbaumer, blieben aber den Siegeswillen schuldig. In der Schlussphase warf der SVEB alles nach vorne, doch Pöcking konterte zum 3:1. Zwar kam Euraasburg durch einen von Kerschbaumer verwandelten Elfmeter noch einmal heran, zu mehr reichte es nicht. „Das ist Einstellungssache“, stellte Schauer fest. „Über dieses Auftreten bin ich maßlos enttäuscht.“