2026-05-12T12:35:39.633Z

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FSV Babelsberg 74: "Dann haben wir bis spät in die Nacht gefeiert"

FuPa stellt Pokalsieger vor: Samantha Spurtaz schießt den FSV Babelsberg 74 zum 1:0-Erfolg im Finale des Frauen-Landespokals gegen den SV Grün-Weiß Brieselang und sichert das DFB-Pokal-Ticket.

von red · Gestern, 22:50 Uhr · 0 Leser
– Foto: Rene Teichmann

In einem leidenschaftlich geführten Endspiel des Frauen-Landespokals Brandenburg hat der FSV Babelsberg 74 einen knappen 1:0-Sieg gegen den SV Grün-Weiß Brieselang errungen. Vor 250 Zuschauern in Ludwigsfelde sorgte Samantha Spurtaz bereits in der ersten Halbzeit für den entscheidenden Treffer. Für Trainer Dirk Heinrichs markiert dieser Triumph den krönenden Abschluss einer langen Ära im Frauenfußball.

Ein intensiver Schlagabtausch in Ludwigsfelde

Das Finale bot den Zuschauern von Beginn an eine umkämpfte Atmosphäre, in der sich beide Mannschaften nichts schenkten. Den entscheidenden Moment der Partie markierte Samantha Spurtaz, die in der 32. Minute das 0:1 erzielte und damit die Weichen auf Sieg stellte. FSV-Trainer Dirk Heinrichs analysierte gegenüber FuPa den Spielverlauf nach dem Abpfiff so: „Es war ein sehr umkämpftes Pokalfinale, wo beide Teams Möglichkeiten hatten, ein Tor zu erzielen. Wir haben dagegengehalten, alles reingehauen und das Team hat sich für ihren Einsatz belohnt und den Pokal mit nach Babelsberg genommen.“

Überzeugung und mannschaftliche Bereitschaft

Trotz der knappen Führung und des Drucks der Gegnerinnen blieb die Defensive des FSV Babelsberg 74 stabil. Der Glaube an die eigene Stärke war dabei über die gesamte Spielzeit hinweg spürbar. Auf die Frage nach dem Ausschlag für den Erfolg verwies der Trainer auf die grundlegende Effizienz und die Einstellung seiner Elf: „Kurz gesagt: Wir haben ein Tor mehr geschossen, und das Team war einfach bereit, um zu gewinnen.“ Dirk Heinrichs selbst zweifelte zu keinem Zeitpunkt an dem Erfolg: „Wenn man ein Finale erreicht, möchte man es auch gewinnen, und das haben wir wieder geschafft. Ich war schon davon überzeugt, dass wir gewinnen können.“

Ein emotionaler Abschied nach zwei Jahrzehnten

Für den Coach der Babelsbergerinnen war dieser Sieg weit mehr als nur ein weiterer Titel in der Vereinshistorie. Nach 22 Jahren im Frauenfußball markierte dieses Endspiel seinen persönlichen Abschied von der großen Bühne. Entsprechend tief bewegt zeigte sich Dirk Heinrichs angesichts des erneuten Triumphs: „Es war für mich das letzte Pokalfinale nach 22 Jahren im Frauenfußball, und nach sehr vielen Titeln sind die letzten Titel etwas Besonderes.“ Der Sieg im Frauen-Landespokal Brandenburg bildet somit einen würdigen Rahmen für sein langjähriges Engagement.

Pizza, Party und der Blick auf den DFB-Pokal

Nach der Siegerehrung kannte der Jubel bei den Spielerinnen keine Grenzen mehr. Die Rückreise aus Ludwigsfelde gestaltete sich entsprechend lebhaft, bevor der Abend in Babelsberg seinen Ausklang fand. „Es war schon eine kurze stimmungsvolle Rückfahrt. Dann haben wir noch bis spät in die Nacht gefeiert und lecker Pizza gegessen“, berichtet Dirk Heinrichs. Die Trophäe wird nun einen festen Platz im Vereinsheim finden: „Er kommt in die Vitrine zu den anderen Pokalen.“ Viel wichtiger ist jedoch die sportliche Perspektive, die dieser Sieg eröffnet, denn der Erfolg ist zugleich die „Eintrittskarte für die DFB-Pokal-Runde“.