
Der FSV 63 Luckenwalde hat heute am 10. Spieltag der Regionalliga Nordost einen dramatischen Heimsieg gefeiert. Vor 1431 Zuschauern im Werner-Seelenbinder-Stadion erzielte Lucas Will in der Nachspielzeit den entscheidenden Treffer zum 1:0 gegen die BSG Chemie Leipzig. Geschäftsführer Sport Hendrik Brösel sprach anschließend von einem „unfassbar umjubelten Lucky Punch“ in einem zähen, kampfbetonten Duell. Mit nun 18 Punkten aus zehn Spielen steht Luckenwalde auf einem hervorragenden sechsten Platz.
Spannung bis in die Nachspielzeit
Lange Zeit sah alles nach einem torlosen Unentschieden aus. „Insgesamt war es eine zähe Partie. Beiden Mannschaften ist mit Ball nicht wirklich viel gelungen, es war dann ein ganz schöner Abnutzungskampf“, analysierte Hendrik Brösel. Tatsächlich neutralisierten sich beide Teams über weite Strecken. Großchancen blieben Mangelware, auch wenn Luckenwalde mit zunehmender Spielzeit mehr investierte. Am Ende reichte ein Moment in der Nachspielzeit, als Lucas Will in der 90.+2 Minute zur Stelle war und den Lucky Punch setzte.
Bitterer Abend für Chemie Leipzig
Für die Gäste aus Leipzig war es ein bitterer Nachmittag. Mit nur vier Punkten bleibt die Mannschaft von Trainer Adrian Alipour Tabellen-17. und steckt tief im Abstiegskampf. Torhüter Florian Horenburg und seine Vorderleute hielten lange dicht, doch am Ende kippte die Partie. „Ich glaube, alle haben schon mit 0:0 gerechnet“, sagte Brösel. „Und von daher, ist es, glaube ich, trotzdem auch verdient oder unverdient. Interessiert uns ehrlich gesagt nicht.“
Abnutzungskampf mit Happy End
Für Luckenwalde war es ein Sieg der Moral. „Wir haben dann hinten raus sehr viel investiert, hatten insgesamt die besseren Möglichkeiten als Chemie, aber jetzt auch keine zwingenden Großchancen“, erklärte Brösel. Es war das vielzitierte Spiel, das über Kampf und Einsatz entschieden wurde. Mit Leidenschaft, Geduld und einer geschlossenen Mannschaftsleistung gelang es, die drei Punkte doch noch im „Seele“ zu behalten.
Die Bedeutung für die Tabelle
Mit diesem späten Sieg klettert der FSV 63 Luckenwalde auf 18 Punkte und rangiert nun auf dem sechsten Tabellenplatz. Das Polster auf die Abstiegsränge ist deutlich angewachsen. Für Luckenwalde bedeutet der Sieg: Statt Druck von unten zu spüren, kann man nun mit Selbstvertrauen auf die kommenden Aufgaben blicken.
Stimmen aus dem Verein
Hendrik Brösel fasste die Emotionen nach dem Schlusspfiff zusammen: „Es war ein Last Minute-Sieg, natürlich hier unfassbar umjubelt in der Nachspielzeit. Ein Lucky Punch in so einem wichtigen Spiel gegen den Konkurrenten von unten und wir freuen uns natürlich extrem, dass wir hier hinten heraus auch den Heimsieg behalten konnten.“ Seine Worte unterstrichen, wie wichtig dieser Moment für Mannschaft, Verein und Fans war.
Ausblick auf das nächste Spiel
Für Luckenwalde geht es am Sonntag, 5. Oktober, mit einem weiteren Heimspiel weiter. Gegner ist dann der FC Carl Zeiss Jena, der aktuell mit 19 Punkten aus neun Spielen auf Platz drei der Tabelle steht. Nach dem emotionalen Last-Minute-Erfolg gegen Chemie will das Team von Trainer Michael Braune auch gegen einen Aufstiegsaspiranten bestehen. Der Schwung aus dem Heimsieg soll genutzt werden, um auch gegen einen Topgegner etwas Zählbares mitzunehmen.