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FSV 63 Luckenwalde erwartet Erfurt: "Es ist das letzte Heimspiel 2025"

In der Regionalliga Nordost will der FSV 63 Luckenwalde ein Statement gegen den FC Rot-Weiß Erfurt setzen.

von red · 03.12.2025, 18:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Stefan Fiebiger/Lukas Thoms

Der FSV 63 Luckenwalde geht mit großem Antrieb ins letzte Heimspiel des Jahres. Nach dem bitteren 2:2 gegen den ZFC Meuselwitz und dem verlorenen Hinspiel in Erfurt ist der Hunger nach einem Punktgewinn im eigenen Stadion enorm – und zugleich Voraussetzung, um ein starkes Fußballjahr in der Regionalliga Nordost mit einem positiven Gefühl zu beenden.

Der besondere Rahmen des letzten Heimspiels
Wenn der FSV 63 Luckenwalde an diesem Samstag den FC Rot-Weiß Erfurt empfängt, steht mehr als ein gewöhnliches Ligaspiel an. Sport-Geschäftsführer Hendrik Brösel betont genau das: „Es ist das letzte Heimspiel 2025. Wir möchten ein sportlich sehr erfolgreiches Jahr gern mit einem Punktgewinn im Heimspiel gegen Erfurt abschließen.“ Das Team weiß, welche Bedeutung dieser Nachmittag trägt.

Erfurt reist als Tabellendritter an – mit einer Mannschaft voller Qualität und mit sichtbar breiter Brust nach einem Derbysieg. Ein Gegner, der körperlich enorm stark auftritt und Räume brutal nutzt, sobald man sie öffnet. Doch genau diese Herausforderung weckt in Luckenwalde Emotionen und Ehrgeiz.

Erfurts Qualität und der Auftrag für den FSV
Im Hinspiel musste Luckenwalde schmerzlich erfahren, wie konsequent Erfurt vor dem Tor agiert. Obed Chidindu Ugondu traf spät zum 1:0, Phillip Aboagye legte in der 90. Minute das 2:0 nach. Erst in der Nachspielzeit verkürzte Sofiene Rachid Jannene auf 2:1. An diesem Tag blieb der FSV lange ebenbürtig – doch die Effizienz lag klar auf Erfurter Seite.

Für das Rückspiel hat Brösel eine klare strategische Forderung: „Erfurt kommt nicht nur mit einer qualitativ richtig guten Mannschaft zu uns, sondern auch mit Rückenwind aus dem Derbysieg. Für uns gilt es gerade, die physische Qualität des Gegners nicht zur Geltung kommen zu lassen und unsere ‘Flucht’ wieder nach vorn zu suchen.“ Es ist ein Satz, der den Kern trifft: Mut wird Pflicht. Nicht reagieren, sondern agieren. Nicht hinten festspielen lassen, sondern Wege nach vorn öffnen.

Die Lehren aus dem Meuselwitz-Spiel
Das spektakuläre, letztlich aber enttäuschende 2:2 gegen den ZFC Meuselwitz wirkt noch nach. Luckenwalde zeigte dort starke Ansätze, viel Intensität und klare Dominanz – geriet jedoch zweimal durch Standards unter Druck und kassierte in der 90.+4 Minute einen bitteren Ausgleich. Die Grundrichtung aber macht Brösel Mut: „Das Heimspiel gegen Meuselwitz gibt dabei vom Antrieb und der Energie her Mut.“

Die Energie, die das Team ausstrahlte, wird man gegen Erfurt zwingend benötigen. Denn der FSV hat sich vorgenommen, das eigene Stadion wieder zu einem Ort zu machen, an dem Gegner leiden müssen. Der Punktverlust gegen Meuselwitz soll deshalb nicht lähmen – er soll treiben.

Die tabellarische Lage und der Kampf um jede Position
Mit 24 Punkten rangiert der FSV 63 Luckenwalde im dicht gedrängten Mittelfeld. Ein Sieg gegen Erfurt könnte den Anschluss an die obere Hälfte festigen und ein Ausrufezeichen setzen. Die Tabelle bleibt eng – von Platz sieben bis elf trennen nur wenige Punkte. Gleichzeitig wird die Bedeutung des Spiels zusätzlich durch die Stärke des Gegners erhöht. Erfurt ist nicht zufällig Drittplatzierter und hat eine starke Form seit Wochen.

Doch Luckenwalde hat genug bewiesen, um sich nicht zu verstecken: Siege in Schlüsselspielen, starke Heimauftritte und ein klar erkennbarer Plan.

Personelle Lage und der letzte Anlauf im Kalenderjahr
Der Kader ist für die Jahresphase erstaunlich stabil. Zwar wackeln laut Brösel „noch 1 bis 2 Spieler“, doch es gibt keine massiven Ausfälle. Die Mannschaft ist bereit. Und sie ist gewillt: „Wir möchten ein sportlich sehr erfolgreiches Jahr gern mit einem Punktgewinn im Heimspiel gegen Erfurt abschließen.“

Diese Zielsetzung ist formuliert und in ihrer Konsequenz klar: Der FSV will sich an einem Topteam messen – und mit Punkten belohnt werden.

Es geht um weit mehr als drei Punkte
Das letzte Heimspiel des Jahres ist immer emotional. Doch dieses Mal ist die Spannung besonders hoch: Erfurt ist stark, der FSV wach und entschlossen, und die Fans erwarten eine Mannschaft, die das „Seele“ ein letztes Mal in 2025 in Stimmung bringt.

Am Samstag zählt daher nur eines: Leidenschaft, Kompaktheit – und der unbedingte Wille, Erfurt an die Grenzen zu bringen. Denn dieses Team hat bewiesen, dass es jeden Gegner in dieser Liga herausfordern kann, wenn es mutig bleibt und das Spiel nach vorn sucht.