
Im heutigen Nachholspiel der Regionalliga Nordost musste der FSV 63 Luckenwalde eine bittere 1:4-Heimniederlage gegen den Halleschen FC hinnehmen. Trotz einer kämpferischen Anfangsphase und dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Len Neumann erwies sich die individuelle Fehlerquote als zu hoch. In der zweiten Halbzeit fehlte der Mannschaft von Trainer Michael Braune die geistige und körperliche Frische, um gegen souverän agierende Gäste noch einmal zurückzukommen.
Bitterer Auftakt und die schnelle Antwort
Das Spiel im Werner-Seelenbinder-Stadion begann für die Hausherren denkbar ungünstig. Bereits in der 2. Minute brachte Max Kulke die Gäste in Führung. Luckenwaldes Sport-Geschäftsführer Hendrik Brösel bilanzierte den Start so: „Es war natürlich ein bitterer Start mit einem frühen Gegentor, Halle geht in Führung.“ Doch die Luckenwalder ließen sich nicht beirren und zeigten Moral. Nur drei Minuten später, in der 5. Minute, erzielte Len Neumann den Ausgleich. „Wir kommen danach aber auch ordentlich zurück, können ausgleichen durch Len Neumann mit einem sehenswerten Angriff und einem Kopfballtreffer“, so Hendrik Brösel.
Verpasste Chancen und fatale Fehler
Nach dem Ausgleich war der FSV gut in der Partie und drängte zeitweise sogar auf die Führung. Ein Pfostenschuss verhinderte jedoch das 2:1 für die Luckenwalde. Stattdessen schlug der Favorit eiskalt zurück. Hendrik Brösel beschrieb diese spielentscheidende Phase: „Dann haben wir eine Phase, wo wir nah am 2:1 sind. Dann machen wir einen riesigen Fehler zum 1:2.“ Bocar Baro nutzte die Unachtsamkeit in der 21. Minute zur erneuten Führung für den Hallescher FC.
Unglückliches Eigentor sorgt für gesenkte Köpfe
Noch vor der Pause geriet der FSV 63 Luckenwalde weiter ins Hintertreffen. Nach einer Standardsituation in der 28. Minute unterlief Tim Schleinitz ein Eigentor. Brösel erklärte die Entstehung: „Und um diese Phase herum hatten wir dann echt ordentlich zu tun. Wir ziehen dann quasi ein Eigentor nach einem Standard, den wir nicht anders verteidigt bekommen. Und dann gehst du mit 1:3 in die Pause. Die Köpfe waren dann recht weit unten.“ In der Kabine versuchte Trainer Michael Braune, seine Elf neu zu motivieren.
Halle dominiert den zweiten Durchgang
Nach dem Seitenwechsel ließen die Gäste aber nichts mehr anbrennen und kontrollierten das Geschehen weitgehend. In der 57. Minute sorgte Jan Löhmannsröben per Kopf nach einem weiteren Standard für den 1:4-Endstand. „In der zweiten Halbzeit steht Halle klar und macht wenig Fehler. Wir kriegen dann das 1:4 noch durch einen Standard. Kopfballtor Jan Löhmannsröben. Im Endeffekt war es eine klare Geschichte, wenn man 1:4 verliert im Heimspiel“, resümierte Hendrik Brösel den zweiten Spielabschnitt.
Fehlende Frische nach dem Marathonprogramm
Durch die Niederlage steht Luckenwalde mit 35 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz, während Halle den zweiten Rang hinter dem 1. FC Lokomotive Leipzig springt. Bei den Luckenwaldern macht sich der dichte Spielplan bemerkbar: „Wir müssen uns jetzt auf jeden Fall schütteln, Kräfte mobilisieren. Man merkt schon, dass die Jungs jetzt nach den ganzen vielen Spielen in kurzer Zeit, einfach nicht die Frische haben, sowohl mental als auch physisch.“
Ausblick auf das Kellerduell gegen Eilenburg
Viel Zeit zur Erholung bleibt nicht, denn am Samstag steht das nächste Heimspiel gegen den FC Eilenburg an, der derzeit den 17. Tabellenplatz belegt. „Wir müssen uns jetzt schnell sortieren, weil am Samstag geht es hier gegen Eilenburg. Das ist ein extrem wichtiges Spiel für uns. Und da wollen wir zu Hause die Punkte behalten“, blickte Hendrik Brösel bereits voraus. Auch personell bleibt es spannend: „Personell müssen wir mal gucken. Wir haben heute wieder ein, zwei Fragezeichen dazubekommen. Es wird aber auch der eine oder andere nochmal zurückkehren. Wir schauen, was die nächsten Tage bringen.“