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FSV 63 Luckenwalde: „Das Spiel hatte Kippmomente“

Später Anschlusstreffer reicht nicht – Auftaktniederlage in der Regionalliga Nordost beim FC Rot-Weiß Erfurt

von red · 25.07.2025, 22:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Imago

Zum Start in die neue Regionalliga-Saison 2025/26 musste sich der FSV 63 Luckenwalde auswärts beim FC Rot-Weiß Erfurt mit 1:2 geschlagen geben. Vor 6834 Zuschauern im Steigerwaldstadion unterlagen die Brandenburger nach intensiven 90 Minuten. Trotz einer kämpferischen Leistung blieb das Team von Trainer Michael Braune ohne Punkte – und richtet den Blick nun auf das erste Heimspiel gegen Chemnitz.

Intensiver Start vor großer Kulisse

Der FSV 63 Luckenwalde war zum Auftakt gleich gefordert: Vor fast 7000 Zuschauern gastierte das Team in Erfurt. Die Atmosphäre war erwartungsgemäß hitzig – und die Gastgeber setzten von Beginn an auf hohes Tempo und körperliche Präsenz.

„Es war ein Spiel auf Augenhöhe, in dem Erfurt natürlich mit dem Stadion im Rücken und ordentlich Tempo und Wucht einige brenzlige Momente kreiert hat“, analysierte Hendrik Brösel, Geschäftsführer Sport des FSV. Die Anfangsphase war von Nervosität geprägt, doch Luckenwalde fand mit zunehmender Spieldauer besser in die Partie.

FSV spielt mutig – lässt aber Chancen liegen

Nach der wackeligen Anfangsphase arbeitete sich die Mannschaft in die Begegnung und fand mutig den Weg nach vorne. Immer wieder boten sich Gelegenheiten für gefährliche Angriffe, doch der entscheidende Pass oder Abschluss fehlte.

„Wir sind nach einer nervösen Anfangsphase besser ins Spiel gekommen, können selbst zweimal in Führung gehen“, so Brösel. Die spielerischen Ansätze stimmten – das Team verteidigte mit Kompaktheit und suchte aktiv den Weg nach vorn. Es blieb jedoch bei guten Ansätzen.

Entscheidung fällt spät

Die entscheidenden Szenen spielten sich in der Schlussphase ab. In der 72. Minute erzielte Obed Chidindu Ugondu das 1:0 für Rot-Weiß Erfurt. Der Treffer fiel in einer Phase, in der die Partie auf Messers Schneide stand. Luckenwalde war bemüht, antwortete mit viel Einsatz – wurde aber in der 90. Minute kalt erwischt, als Phillip Aboagye das 2:0 für Erfurt nachlegte.

Trotz des Rückschlags zeigte die Mannschaft Moral. In der vierten Minute der Nachspielzeit erzielte Sofiene Rachid Jannene den Anschlusstreffer zum 2:1 – zu spät, um das Spiel noch zu drehen. Der Treffer blieb der emotionale Schlusspunkt einer Partie, die lange offen war.

Fazit und Blick nach vorn

„Am Ende ist Erfurt verdienter Sieger, auch wenn das Spiel Kippmomente hatte“, fasst Hendrik Brösel zusammen. Die Niederlage zum Auftakt schmerzt – vor allem angesichts der eigenen Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Dennoch bleibt die Erkenntnis: Der FSV war konkurrenzfähig und hat gezeigt, dass er auch auswärts gegen Top-Teams der Liga mithalten kann.

Am nächsten Samstag steht das erste Heimspiel der Saison auf dem Programm. Gegner ist der Chemnitzer FC – und im Werner-Seelenbinder-Stadion soll dann der erste Punktgewinn gelingen. Nach dem mutigen Auftritt in Erfurt ist der FSV bereit, das Spielglück nun auf seine Seite zu ziehen.