2024-07-12T13:30:11.727Z

Allgemeines
Der FSV Wiesbaden 23 empfängt am Sonntag den SV Erbenheim zum Spitzenspiel der Kreisoberliga.
Der FSV Wiesbaden 23 empfängt am Sonntag den SV Erbenheim zum Spitzenspiel der Kreisoberliga. – Foto: Willi Roth (2)

FSV 23 empfängt Erbenheim: Brisantes Kreisoberliga-Topspiel

Schnelles Wiedersehen mit dem Ex-Verein für Daniel Massfeller und Jermaine Parker +++ 23er brauchen Sieg, um oben dranzubleiben

Wiesbaden. Die Kreisoberliga Wiesbaden ist an der Tabellenspitze vermutlich so stark wie selten besetzt: Gleich sechs Teams können sich noch Chancen auf die oberen Plätze ausrechnen. Mit dem FSV Wiesbaden 23 und dem SV Erbenheim treffen zwei dieser Teams am kommenden Sonntag im direkten Duell aufeinander.

Dieses Spiel könnt ihr am Sonntag beim Wiesbadener Kurier im Livestream verfolgen. Das Spiel wird von Reporter Philipp Durillo kommentiert werden, als Experte ist zudem Wehen Wiesbaden-Legende Alf Mintzel am Mikrofon.

Tabellarisch stehen die 23er als Dritter gut da. Doch zum Re-Start vergangene Woche gab es beim Tabellenzweiten Spvgg. Sonnenberg eine bittere 0:1-Niederlage. Doch der Rückstand auf den Spitzenreiter SV Erbenheim, den die 23er nun auf dem Sportplatz in Frauenstein empfangen, ist dadurch bereits auf acht Punkte angewachsen, der Zweite Sonnenberg ist sieben Punkte entfernt. Die Ausgangslage ist also klar: Für den FSV 23 ist ein Sieg Pflicht, um die Resthoffnung auf den Meistertitel aufrecht zu erhalten. „Wir müssen das Spiel gewinnen“, stellt Mehmet Yildirim, sportlicher Leiter der 23er, klar. Der SVE kann hingegen mit einem Auswärtssieg wichtige drei Punkte einfahren, um einen Verfolger nahezu uneinholbar zu distanzieren.

Neben dem Sportlichen erhält das Duell aufgrund einer Wechsel-Posse zusätzliche Brisanz: Im Winter waren mit Daniel Massfeller und dessen Cousin Jermaine Parker zwei Erbenheimer Spieler zum direkten Konkurrenten FSV 23 gewechselt. Der Transfer hatte sich aufgrund eines zähen Verhandlungspokers über die im Winter frei verhandelbare Ablösesumme über einen Monat hingezogen, erst kurz vor Ende der Wechselfrist waren die SVE-Verantwortlichen mit der gebotenen Summe zufrieden - und ließen die beiden ziehen. Massfeller ist bei seinem neuen Verein Co-Spielertrainer an der Seite von Amin Ahmed. „Ich freue mich auf das Spiel und bin immer noch gut mit den Erbenheimern“, sagt Massfeller. Der genau wie Parker am Sonntag auf seine „alten“ Team-Kameraden treffen wird.

Wird Amin Ahmed rechtzeitig fit?

Auch Massfeller weiß: Nur mit einem Sieg bestehen noch realistische Chancen auf den Aufstieg. Die Stärken und Schwächen beim kommenden Gegner kennt er aus seiner Zeit beim SVE noch genau. „Das ist ein erfahrenes Team mit schnellen Spielern vorne. Ich bin aber überzeugt, dass wir sie schlagen können“, sagt er. Ob sein Spielertrainerkollege Amin Ahmed, der bereits das Sonnenberg-Spiel krankheitsbedingt nur von außen coachen konnte, mitwirken kann, dürfte sich kurzfristig entscheiden. „Ich werde alles versuchen, um mitspielen zu können. Wir sind gut vorbereitet, haben zuhause bisher unsere besten Spiele gemacht“, ist Ahmed zuversichtlich. Sicher ausfallen wird bei den 23ern nur DeVaughn Elliott mit einer Sprunggelenksverletzung.

"Raul" Dalmeida neuer spielender Co

Auf der Gegenseite kann Spielertrainer Karim El Bakkaoui personell aus dem Vollen schöpfen. Dass es am Wochenende gegen zwei Spieler gehe, mit denen man bis vor wenigen Monaten noch die SVE-Kabine teilte, sei innerhalb der Mannschaft „kein Thema“, versichert der 38-Jährige, der von Sturm-Ass Kouami „Raul“ Dalmeida als spielender Co-Trainer unterstützt wird. Seinen Heimatverein hat der Coach seit Jahren in der Spitzengruppe der Kreisoberliga etabliert. In diesem Jahr scheint der Aufstieg in die Gruppenliga realistischer denn je. Druck verspürtt das Team keinen. „Wenn es passiert, passiert es. Die Jungs sollen einfach so erfolgreich wie möglich sein“, sagt SVE-Vorsitzender Mike Steinbach. Und erhofft sich mutmaßlich ein Sieg wie im Hinspiel - das hatten die Erbenheimer nach 0:2-Rückstand noch in ein 3:2 umgebogen. Das Siegtor kurz vor Schluss hatte Jermaine Parker erzielt - gegen das Team, für das er am Sonntag selbst auflaufen wird.

Aufrufe: 023.2.2024, 18:00 Uhr
Philipp DurilloAutor