So sehen Sieger aus: Die MFFC-Girls surfen als Verbandsliga-Meister auf der Erfolgswelle, wollen sich 2016/17 in der Hessenliga etablieren. 	Foto: Jürgen Rode
So sehen Sieger aus: Die MFFC-Girls surfen als Verbandsliga-Meister auf der Erfolgswelle, wollen sich 2016/17 in der Hessenliga etablieren. Foto: Jürgen Rode

Eine einzigartige Erfolgsgeschichte

MEISTERBRIEF MFFC-Frauen ziehen unter scheidendem Meistercoach Ronny Boretti in die Hessenliga ein

Wiesbaden. Diese Entwicklung ist einzigartig. Der Mädchen- und Frauenfußballclub, kurz MFFC, hat sich in Wiesbaden zu einer festen Größe gemausert. Zu einem breit aufgestellten Verein, bei dem Zusammenhalt und Ehrgeiz zur Erfolgsformel geworden sind. Die Verbandsliga-Frauen des MFFC sind das Flaggschiff. Als feststehender Meister werden sie nach dem Vizetitel 2015 künftig in Hessenliga-Gewässern auf Kreuzfahrt gehen.

Fernziel Regionalliga: Vom Start 2011 auf dem benachbarten Hartplatz des VfR Wiesbaden hin zum Hessenliga-Verein mit sechs Nachwuchsteams, Kunstrasen, Flutlicht sowie mit neuem Clubheim und Funktionsgebäude - da hat sich beim Höhenflug auf der Rheinhöhen-Anlage ein Quantensprung vollzogen. Der besiegelte Aufstieg der zweiten Frauen-Garnitur in die Gruppenliga unter Trainer Karsten Prall rundet das Gesamtbild ab. ,,Ich bin überzeugt, dass wir uns in der Hessenliga im oberen Drittel festsetzen können", sagt der neue MFFC-Vorsitzende Siegfried Schloz. Womöglich könne man in den nächsten Jahren sogar die Regionalliga ins Visier nehmen, lässt er anklingen. Meistermacher Ronny Boretti, künftig für die Zweitliga-Frauen des TSV Schott Mainz verantwortlich, hält die Regionalliga-Ambitionen keineswegs für abwegig. Wobei Boretti maßgeblichen Anteil am bestehenden Fundament hat. Er steht für Kombinationsfußball, für variable Spielsysteme, die je nach Spielverlauf ad hoc wechseln können. Obendrein gelang es, im Sommer 2015 acht Zugänge im Handumdrehen zu integrieren. Wozu Josefine Laufersweiler als Teammanagerin und Initiatorin außersportlicher Aktivitäten beitrug. Einhergehend verstanden sich Boretti und Co-Trainer Jan Fiala, der in der nächsten Runde zum Chefcoach avanciert, als Experten in Sachen Ansporn. Vor den entscheidenden Spielen bei Kickers Offenbach (2:1 nach 0:1-Rückstand) und beim unmittelbaren Verfolger TSG Neu-Isenburg (4:2 nach 1:2) verteilten sie an jede Spielerin Kärtchen mit Stärken und Aufgaben. ,,Das war eine super Motivation", erinnert sich Jessica Hess. Zudem habe der Team-Mix mit vielen jungen Wilden und den unverzichtbaren Routiniers gestimmt, so Hess.

Krummenauer und Martin Vorbilder: Mira Krummenauer mit ihrer hohen Präsenz und Kämpferherz Valeria Martin stehen stellvertretend für die erfahrenen Kräfte vor Torfrau Svenja Rode. ,,Drei Jahre waren wir der Primus. In der Hessenliga müssen wir unsere Rolle nun neu erfinden. Da wartet viel Arbeit, die Mannschaft darauf einzustellen", sagt Jan Fiala. Die Torwarttrainer Uwe Krebs und Rainer Presber sowie Hako Kluckert, Thomas Tueffers, Axel Spieß (medizinische Betreuung), Astrid Hauser-Kluckert sowie die weitere Helfergarde trugen zu guten Rahmenbedingungen bei. ,,Mit dem Hessenliga-Aufstieg steigen auch die Chancen, Talente in Wiesbaden zu halten", so der Sportliche Leiter Hako Kluckert.

Meisterkader: Svenja Rode 19 Einsätze / 0Tore/ 20 Jahre, Mira Krummenauer 18/21/33, Sabrina Hauser 18/20/23, Anne Nicolai 16/11/29, Melanie Hauser 10/6/26, Valeria Martin 19/6/37, Jessica Hess 18/5/21, Stephanie Jarosch 16/4/22, Susanne Bartl 11/3/25, Julia Bauer 19/3/26, Marie Kagel 17/3/17, Bianka Kontar 6/2/23, Nikola Ebrecht 16/1/21, Jaqueline Ocak 5/1/21, Pelin Baran 18/0/18, Helena Godmann 14/0/18, Loredana Pitingolo 9/0/23, Verena Haus 7/0/28, Catherine Klein 4/0/17, Shari Rischer 3/0/17, Susann Arnold 2/026, Nadine Stoll 2/0/27, Vanessa Ohler 1/0/24, Larissa Sehl 1/0/21, Samantha Ansani 1/0/23, Gabriele Kohler 1/0/17, Anika Schiller 1/0/22, Michaela Hess 1/0/17.



Aufrufe: 017.6.2016, 05:00 Uhr
Stephan NeumannAutor

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