
Ein Gegentor nach 60 Sekunden? Egal. Eltern schüttelt sich kurz, dreht die Partie binnen elf Minuten und lässt Surwold danach erstaunlich ratlos zurück. Ein Abend, an dem aus „David gegen Goliath“ ziemlich schnell eine klare Angelegenheit wird.
Blitzstart und noch schneller vergessen
Es gibt diese Spiele, die fangen direkt mit einem Nackenschlag an. Surwolds Michael Eissing brauchte genau eine Minute, um Eltern per Solo über rechts und Tunnel gegen Keeper Plock kalt zu erwischen - 0:1.
Doch die Antwort kam nicht nur prompt, sondern wuchtig:
Julian Egbers dribbelt sich in der 6. Minute durch drei Gegenspieler und gleicht eiskalt aus. Sechs Minuten später dann die komplette Drehung: Hamsa Ibrahim trifft sehenswert per Seitfallzieher nach Vorarbeit von Schnebeck zum 2:1 (12.).
Ein Spiel? Nein, eher ein Statement.
Eltern bleibt griffig - Surwold ohne Plan
Was danach folgt, ist weniger Spektakel, aber umso klarer in der Statik: Eltern ist „griffig“, wie Liveticker-Schreiber Max Robben es beschreibt. Surwold? Kommt zwar phasenweise besser ins Spiel, aber ohne echte Durchschlagskraft.
Die beste Chance vor der Pause hat noch Kowalczyk, der nach starkem Solo an Plock scheitert. Ansonsten gilt: Eltern kauft dem Favoriten den Schneid ab.
Nach dem Seitenwechsel versucht Surwold kurz, Druck aufzubauen, zwei Abschlüsse, ein Lebenszeichen. Doch wirklich gefährlich wird es selten. Stattdessen häufen sich auf der anderen Seite die Chancen: Egbers, Lampe, immer wieder Eltern.
Elfmeter als Deckel drauf
Die Entscheidung fällt standesgemäß vom Punkt: Luca Lampe wird gefoult, Michel Rolfers jagt den Ball flach und druckvoll zum 3:1 ins Netz (67.).
Danach passiert das, was bei solchen Spielen oft passiert: Surwold rennt an, kommt aber nicht mehr wirklich durch. Eltern dagegen bleibt näher am vierten Treffer als der Gegner am Anschluss.
Am Ende bleibt ein verdienter Heimsieg und die Erkenntnis: Wer nach einer Minute hinten liegt und trotzdem so reagiert, hat den Abend verstanden.