
Trotz schwieriger Ausgangslage und frühem Rückstand zeigt der ATSV Moral – am Ende setzt sich die individuelle Klasse des Spitzenreiters durch.
Der ATSV Scharmbeckstotel hat sich beim Tabellenführer SV TiMoNo trotz der deutlichen 2:6-Niederlage kämpferisch präsentiert, musste sich am Ende aber der Effizienz und individuellen Klasse des Spitzenreiters geschlagen geben.
Die Ausgangslage war klar: „Beim Meister anzutreten als Tabellenletzter ist wahrscheinlich das leichteste Spiel…“, ordnete ATSV-Trainer Andreas Klug die Partie mit einem Hauch Ironie ein. Erschwerend kam hinzu, dass die Bedingungen auf dem Platz nicht optimal waren: „Für beide Teams war der ungemähte Gemeindeplatz eine Herausforderung und auch grenzwertig.“
Sportlich geriet Scharmbeckstotel früh ins Hintertreffen. Bereits nach wenigen Minuten lag das Team mit 0:3 zurück. Klug sah dabei auch unglückliche Entscheidungen: „Wir hatten uns einiges vorgenommen und bekommen dann in der 2. Minute aus unserer Sicht aus Abseitsposition das 1:0 und in der 10. Minute per Elfmeter das 2:0.“ Nach einer vergebenen Chance zum möglichen Anschluss folgte wenig später das dritte Gegentor: „So ein Spiel darf gerne auch mal anders beginnen, doch es ist, wie es ist.“
Doch die Gäste zeigten Moral und kämpften sich zurück. Durch einen Doppelpack von Johanne Komesker (24., 32.) verkürzte der ATSV auf 2:3 und brachte den Favoriten kurzzeitig ins Wanken. „Kompliment an das ganze Team, dass es sich nie aufgegeben hat und auf 3:2 herangekämpft hat“, lobte Klug den Einsatz seiner Mannschaft.
Noch vor der Pause stellte TiMoNo jedoch den alten Abstand wieder her und baute diesen im zweiten Durchgang weiter aus. Mit zunehmender Spieldauer schwanden beim ATSV die Kräfte: „Am Ende war der Akku auch durch die Temperatur alle, sodass auch nicht mehr viel passierte auf beiden Seiten.“
Neben der Niederlage wog für Scharmbeckstotel vor allem eine Erkenntnis schwer: „Ja, wir sind nun auch rechnerisch abgestiegen und es hat sich am Sonntag auch extrem bitter angefühlt.“ Dennoch richtet der Trainer den Blick nach vorne: „Doch wir wissen, es geht weiter und dass wir für die nächste Saison sehr gut aufgestellt sind.“
Zum Saisonabschluss will sich das Team noch einmal geschlossen präsentieren: „Nun werden wir am Sonntag das letzte Oberligaspiel in diesem Jahr bestreiten und anschließend wie über die gesamte Saison als Team auftreten und trotz aller Schwierigkeiten einen schönen Saisonabschluss haben.“