
Wieder keine Punkte für den SSV Eggenfelden: Gegen den TSV Bogen verliert die Heimelf im Stadion an der Birkenallee trotz viel Einsatz und Phasen mit Druck, bleibt aber ohne Torerfolg.
Der 22. Nachholspieltag der Landesliga Mitte hatte für den "V" einiges an Brisanz zu bieten. Als Tabellen-12. empfingen die Rottaler den direkten Nachbarn TSV Bogen (11.) – und wollten ausgerechnet im letzten Spiel unter Interimscoach Mario Reichenberger den Negativtrend endlich stoppen. Doch daraus wurde nichts: Der SSV unterlag mit 0:1.
Eggenfelden erwischte einen schwungvollen Start in die Flutlichtpartie und suchte früh den Weg nach vorne. Die ersten Offensivaktionen und Strafraumszenen gehörten der Heimelf, ehe der erste Rückschlag nicht lange auf sich warten ließ: Einen eher harmlosen Abschluss von der Strafraumgrenze konnte SSV-Schlussmann Patrick Alramseder nicht festhalten – Thomas Kelbel reagierte am schnellsten und drückte den Ball zur frühen Führung (6.) für Bogen über die Linie.
Im Anschluss verflachte die Begegnung zunehmend. Viel spielte sich im Mittelfeld ab, zwingende Torchancen waren auf beiden Seiten zunächst Mangelware. Die beste Gelegenheit für Eggenfelden hatte David Miladinovic nach rund 20 Minuten: Nach einem Querschläger im Fünfmeterraum kam er aus kurzer Distanz an den Ball, setzte den Abschluss jedoch knapp am linken Pfosten vorbei.
Kurz vor der Pause hatte der SSV dann Glück: Die Gäste kombinierten sich erstmals gefährlich über die Außenbahn durch, der Querpass landete bei Thomas Kelbel, der völlig frei vor dem Tor nur noch hätte einschieben müssen. Stattdessen traf er den Ball nicht sauber und setzte ihn an die Latte. So blieb es zur Halbzeit bei der knappen 1:0-Führung für den TSV Bogen.
Nach dem Seitenwechsel reagierte Eggenfeldens Interimstrainer Mario Reichenberger und brachte unter anderem Co-Spielertrainer Martin Stoller ins Spiel. Der SSV bemühte sich, den Druck zu erhöhen, blieb im letzten Drittel jedoch weiterhin zu harmlos. Die erste große Gelegenheit nach Wiederanpfiff gehörte erneut den Gästen: Noah Winter scheiterte jedoch am stark parierenden Patrick Alramseder.
Bogen blieb in der Folge spielbestimmend, fand gegen die kompakt stehende Defensive der Hausherren aber nur selten Lösungen. Eggenfelden wiederum stemmte sich in der Schlussphase noch einmal gegen die Niederlage, erhöhte den Druck und kam zu weiteren Offensivaktionen. Der Ausgleich wollte jedoch nicht mehr fallen.
Max Bachl-Staudinger (Trainer TSV Bogen) nach dem Spiel: "Es war kein unverdienter Auswärtssieg. Wir hatten in der ersten Halbzeit das Spiel weitestgehend unter Kontrolle, Eggenfelden stand ein bisschen tiefer. Mit der ersten Großchance haben wir dann auch das 1:0 erzielt. Allerdings haben wir uns ein- bis zweimal selbst das Leben schwer gemacht, als Eggenfelden über Standards besser ins Spiel gekommen ist. Ansonsten hätten wir das 2:0 machen müssen – so war die erste Halbzeit insgesamt relativ kontrolliert von uns. In der zweiten Halbzeit haben wir es verpasst, einen Konter sauber auszuspielen und die Führung auszubauen. So gilt es dann bis zur 90. Minute, den Sieg über die Zeit zu bringen. Wir haben aber gut verteidigt, mussten noch einige Standardsituationen überstehen sowie Schüsse aus der zweiten Reihe. Wenn du so einen Negativlauf hast wie Eggenfelden, schaffst du es aktuell nicht, das 1:1 zu erzwingen. Am Ende haben wir die Null gehalten und das Spiel über eine kompakte Mannschaftsleistung gewonnen. Es war insgesamt kein fußballerischer Leckerbissen – viele lange Bälle, spielerisch war nicht allzu viel möglich. Trotzdem nehmen wir den Auswärtssieg mit und kommen unserem Ziel vom Klassenerhalt einen Schritt näher."
Am Ende stand ein knapper, aber nicht unverdienter 1:0-Erfolg für den TSV Bogen, der seine gute Form der letzten Wochen bestätigt. Für Eggenfelden bedeutet die Niederlage den nächsten Dämpfer – bereits die zweite nach dem Aus von Trainer Valdrin Blakaj – und einen weiteren Rückschlag im Kampf um wichtige Punkte.