Guido Perschk übernimmt den Trainerjob beim Frohnauer SC.
Guido Perschk übernimmt den Trainerjob beim Frohnauer SC. – Foto: Mehmet Dedeoglu Dedepress

„Das Potential ist da. Es liegt auch ein Stück weit an den Spielern“

Guido Perschk hat ersten Kontakt zu seiner Mannschaft aufgenommen. Der neue Cheftrainer hofft, dass er zum normalen Zeitfenster mit der Vorbereitung beginnen kann. Einen besonderen Fokus auf die Spiele mit seinem ehemaligen Verein legt er dabei nicht.

Ein Interview von Marcel Peters - https://www.facebook.com/AmateurberichterstattungMarcelPeters/ - regelmäßig Berichte über Berliner und Brandenburger Amateurfußballer oder Vereine. Gesprächspartner: Guido Perschk

Guido, danke, dass du dir kurz die Zeit nimmst, mit mir zu sprechen. Du wirst zur kommenden Saison Cheftrainer beim Frohnauer SC. Wann denkst du, mit der Mannschaft in den Trainingsbetrieb einsteigen zu können?

Hallo Marcel. Das ist schwer zu sagen. In der aktuellen Situation können wir nur hoffen. Ich würde mir wünschen, dass es zum normale Vorbereitungsfenster, ab Juli, wieder losgehen kann und wir eine ordentliche Vorbereitung durchführen können.

Wie war der Kontakt in den vergangenen beiden Wochen zur Mannschaft? Ist man online oder persönlich in kleinen Gruppen schon mal zusammen gekommen, um sich kennenzulernen?

Ja, es gab eine kleine Zusammenkunft, im Rahmen der Möglichkeiten und viele Telefonate mit unterschiedlichen Spielern. Noch nicht mit allen, aber daran arbeiten wir. Unter den Bedingungen ist es zwar sehr schwer alles zu besprechen, aber wir befinden uns mitten in den Planungen für die kommende Saison. Mehr machen wir aktuell aber auch nicht. Der Kern wird bleiben, auch weiterhin das Trikot des Frohnauer SC tragen. Wir sind sehr froh darüber.

Wie vielen die Reaktionen auf deine Rückkehr in den Amateurfußball und den Frohnauer SC aus?

Einige Glückwünsche habe ich erhalten. Viele haben mir nur das Beste gewünscht. Ich habe ein gutes Verhältnis zu ehemaligen Spielern und Wegbegleitern, da muss man sich nicht wegdrehen, wenn man miteinander spricht. Mit dem ein oder anderen habe ich auch darüber gesprochen, wie es zu dem Engagement gekommen ist. Für andere war es bekannt. Ich kenne Olaf und Andy schon seit vielen Jahren.

Wie kam denn der Kontakt zu Stande?

Olaf und Andy haben miteinander gesprochen. Andy hat dabei von Beginn an klargestellt, dass er nicht mehr als Cheftrainer zur Verfügung steht. Sie haben dann die Idee entwickelt, mich zu kontaktieren. Wie gesagt, ich kenne beide seit vielen Jahren.

Und du hast direkt zugesagt?

Als die Anfrage kam, habe ich mich natürlich sehr gefreut. Ich habe nur kurz überlegt. Ist es sinnvoll eine neue Aufgabe einzugehen, ich meine so etwas ist auch immer Zeitintensiv. Aber es hat nicht lang gedauert, bis ich mich dazu entschlossen habe, bei meinem ehemaligen Heimatverein als Trainer zu arbeiten. Die Rahmenbedingungen sind sehr gut, das Trainerteam ist Klasse, die Altersmischung und die Qualität innerhalb der Mannschaft stimmen. Und ich habe natürlich wieder Lust und Zeit.

Wie viel ist denn mit der Mannschaft möglich. Kann man sich da in Richtung Tabellenspitze entwickeln?

Ein bisschen Zurückhaltung ist nicht verkehrt. Der Verein, beziehungsweise die Mannschaft, ist erst vor kurzem aus der Bezirks-, in die Landes-, und dann erst in die Berlin-Liga wieder aufgestiegen. Im Prinzip hat man dann erst eine richtige Saison in der berlin-Liga gespielt. Die beiden letzten Spielzeiten wurde ja relativ früh abgebrochen. Dabei habe ich auch wechselhafte Leistungen gesehen, was bei so einer jungen Mannschaft auch normal ist. Daher stehen im Fokus erstmal die Entwicklung der Spieler und Mannschaft. Irgendwann, ohne ein Zeitfenster zu nennen, kann man sich dann Richtung oberes Tabellendrittel entwickeln. Dabei muss man gucken, welche Schritte man geht. Das Potential ist definitiv da. Es liegt auch ein Stück weit an den Spielern, inwiefern sie bereit sind, den nächsten Schritt zu machen.

Wie war es denn generell für dich. Hast du den Kontakt zum Fußball gesucht, nach knapp anderthalb Jahren Auszeit?

Ich habe festgestellt, dass man sich ohne Fußball kann. In letzter Zeit ist dienlich aber stetig gestiegen. Glücklicherweise ging es dann nun so schnell. Aber ich habe mich zeitweise auch ohne erfüllt gefühlt. Jetzt freue ich mich.

In der Berlin-Liga steht für dich und den Frohnauer SC auch ein besonderes Spiel an und zwar das gegen die Reinickendorfer Füchse. Verspürt man vor diesen Duellen immer mehr Vorfreude oder mehr Anspannung?

Anspannung nein, Vorfreude Ja. Viele Leute kenne und mag ich noch bei meinem ehemaligen Verein. Es besteht noch guter Kontakt, zum Beispiel zu Pierre Schönknecht. Ich habe dort auch immer gerne gearbeitet und bin eingesprungen. Die Zusammenarbeiten wurde auch nie im Groll beendet. Es war sehr vertrauensvoll. Ich halte auch nichts von Rivalitäten. Trotzdem ist es so, dass man sich sportlichen messen und natürlich auch gewinnen möchte. Auch in diesen Spielen. Wenn wir zu den Füchsen fahren, oder die Füchse zu unserem Poloplatz kommen, geht es nur um die Punkte für uns Schwarz-Weißen.

1022 Aufrufe8.4.2021, 20:45 Uhr
Marcel PetersAutor

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