2025-12-03T05:51:34.672Z

Allgemeines
– Foto: Herbert Bruder

Fritzlar wütet, Neuental marschiert — Spitzen-Duo zieht der Liga davon

14:0-Demontage und mehrere Kantersiege prägen den 8. Spieltag der Kreisoberliga Schwalm-Eder; über mehrere Spieltage hinweg baut das Spitzenduo seinen Vorsprung aus und legt die große Leistungsstreuung in der Liga offen.

TSV 1926 Mengsberg II – TSV Obermelsungen 1:4
TSV Wabern II – SG Neuental/Jesberg 1:5
TuSpo Guxhagen – SG Dillich/Nassenerfurth/Trockenerfurth 7:2
SG Geismar/Züschen – SpVgg Zella/Loshausen 1:0
SG Ohetal/Frielendorf – FC Domstadt Fritzlar 0:14
FC Körle 69 – TSV Besse 4:4
SG Kirchberg/Lohne/Haddamar – SG Fuldalöwen/Beisetal 3:3

TSV Wabern II – SG Neuental/Jesberg 1:5

Neuental bestätigte seine starke Verfassung auch beim Gastspiel in Wabern: Den Auftakt markierte ein Foulelfmeter von Dustin Ackermann (0:1, 26.), nach der Pause legte Raphael Wanner (47.) früh nach und Nils Happel (52.) sowie Jannik Lau (54.) zogen das Ergebnis schnell auf 4:0. Wabern kam durch Nico Kudla (69.) zwar zum Anschlusstreffer, doch Tom Norwig (90.+3) setzte mit dem 1:5 den Schlusspunkt.
Die SG Neuental/Jesberg demonstrierte einmal mehr, warum sie ganz oben steht: mit 37:4 Toren in neun Spielen hat die Mannschaft eine der besten Offensiv- wie Defensivbilanzen der Liga. Für TSV Wabern II, das phasenweise mithalten konnte, bleibt die Aufgabe, defensive Stabilität über 90 Minuten zu finden — die Wabener haben zwar eine gute Torausbeute (32:19), liegen aber hinter dem Spitzenduo deutlich zurück.

TuSpo Guxhagen – SG Dillich/Nassenerfurth/Trockenerfurth 7:2

Guxhagen startete furios: Luís Lehmann (4.) und Anthony Correus (6.) legten binnen Minuten vor, Leif Roelke erhöhte früh auf 3:0 (10.). Dillich/Nassenerfurth/Trockenerfurth zeigte zwar Lebenszeichen durch Jonas Zilch (3:1, 22.), doch Roelke (31.) stellte den alten Abstand wieder her. In der zweiten Halbzeit machte Dominic Thomas (65.) Hoffnung für die Gäste (4:2), ehe Guxhagen durch Felix Fissler (76.) und zwei späte Treffer von Lukas Gerhold (83., 86.) das Ergebnis auf 7:2 stellte.
Das Resultat offenbart die Schere in dieser Liga: TuSpo kann im heimischen Stadion Tore erzielen und sich so Platz im Mittelfeld sichern; die Aufsteiger aus Dillich/Nassenerfurth/Trockenerfurth bleiben ohne Punktgewinn und sind mit 4:49 Toren das deutlich abgeschlagene Schlusslicht — eine Entwicklung, die Sorgenfalten bereitet.

SG Geismar/Züschen – SpVgg Zella/Loshausen 1:0

Ein hart erkämpfter Heimsieg für Geismar/Züschen: Lorik Hoxha erzielte den einzigen Treffer des Spiels in der 60. Minute. In einer umkämpften Partie entschieden Kleinigkeiten — Standards, Laufbereitschaft, Zweikampfverhalten. Für die Gastgeber war es ein wichtiger Dreier (nun 10 Punkte), der sie im Tabellenmittelfeld stabilisiert. Zella/Loshausen, eines der Aufsteigerteams, bleibt mit vier Punkten am unteren Ende der Tabelle und sucht weiter nach Konstanz.

SG Ohetal/Frielendorf – FC Domstadt Fritzlar 0:14

Ein Ergebnis, das in Erinnerung bleibt: Fritzlar demolierte Ohetal/Frielendorf mit 14:0. Zakaria El Haryry eröffnete den Torreigen bereits in der 3. Minute und traf noch in der 24. und 38. Minute zum Dreierpack. Antonio Bravo Sanchez (14., 35., 63.) erzielte ebenfalls drei Tore, Niklas Bolten traf doppelt (18., 20.), Erdinc Güney kam mit einem Dreierpack (47., 77., 80.) ins Ziel, Daniel Wagner steuerte zwei Treffer bei (51., 74.), hinzu kam ein Tor von Talha Gürbüz (17.).
Diese Demontage unterstreicht die atemberaubende Bilanz der FC Domstadt Fritzlar: acht Spiele, acht Siege, 54:4 Tore — eine bisher fast schon historisch zu nennende Dominanz in der Kreisoberliga. Die Art und Weise, wie Fritzlar auch in der Höhe konsequent bleibt, macht sie zum Maß aller Dinge — und die Ligenkonkurrenz sieht sich mit einem Team konfrontiert, das sowohl spielerisch als auch in der Effizienz kaum Schwächen zeigt. Auf der anderen Seite offenbart das 0:14 die Probleme von Ohetal/Frielendorf (zurzeit 5 Punkte): defensive Grundordnung und individuelle Qualität reichen in dieser Verfassung nicht aus, um mit den Topmannschaften mitzuhalten.

FC Körle 69 – TSV Besse 4:4

Ein Spektakel mit Hin- und Her: Körle legte früh vor durch Hakan Cil (1:0, 3.) und Leon Pehar (2:0, 5.), doch Besse kämpfte sich zurück — Tom Rosenagel (2:1, 32.) und Laurenz Ries (2:2, 43.) sorgten für Spannung. Jonas Hentschel (71.) brachte Körle wieder in Führung, ehe Maurice Abel (73.) für Besse ausglich. Ein Handelfmeter von Laurenz Ries (3:4, 84.) schien die Gäste siegen zu lassen, doch Niklas Holl rettete Körle mit dem Ausgleich in der Nachspielzeit (4:4, 90.).
Das Remis zeigt die Anfälligkeit beider Abwehrreihen, aber auch die Offensivqualitäten: Körle bleibt mit nur sieben Punkten (bei einem Spiel weniger) in der unteren Tabellenhälfte, während Besse (11 Punkte) wichtige Punkte im Kampf ums Mittelfeld erzielt.

SG Kirchberg/Lohne/Haddamar – SG Fuldalöwen/Beisetal 3:3

Eine Partie mit starker Tordynamik: Jonas Zilch brachte die Fuldalöwen früh per Doppelschlag in Front (0:1, 29.; 0:2, 33.). Kirchberg/Lohne/Haddamar bekam durch einen Foulelfmeter von Nico Karwath in der Nachspielzeit der ersten Hälfte Anschlusstreffer (1:2, 45.+4). Nach der Pause glich Denni Medina-Velez (2:2, 50.) aus, doch Jonathan Eder gelang erneut die Führung für Fuldalöwen (2:3, 54.). Duncan Eckhardt sorgte mit dem 3:3-Ausgleich in der 60. Minute für den Endstand.
Das 3:3 dokumentiert die Ausgeglichenheit dieses Duells und zeigt, warum Kirchberg/Lohne/Haddamar mit 16 Punkten auf Rang drei steht: die Mannschaft kann Rückstände aufholen und punktet regelmäßig; die Fuldalöwen (15 Punkte) dagegen sind gefährlich offensiv, tun sich aber in manchen Spielen mit Konstanz schwer.

Die beiden Spitzenreiter FC Domstadt Fritzlar und SG Neuental/Jesberg heben sich deutlich vom Rest ab. Fritzlar: 8 Spiele, 8 Siege, 54:4 Tore, 24 Punkte — eine Bilanz, die in dieser Phase der Saison nur als außergewöhnlich bezeichnet werden kann. Auch Neuental (9 Spiele, 37:4 Tore, 24 Punkte) ist in herausragender Form.

Hinter dem Spitzenduo klafft bereits eine Lücke: Rang drei (SG Kirchberg/Lohne/Haddamar) liegt mit 16 Punkten acht Zähler zurück — das ist in einer so frühen Saisonphase bereits bemerkenswert und spricht für die Qualität und Konstanz der beiden Führenden.

Die Aufsteiger kämpfen teilweise mit massiven Problemen — allen voran die SG Dillich/Nassenerfurth/Trockenerfurth.

Die Serie deutlicher Siege und vieler Tore macht aktuell die Ungleichheiten innerhalb der Liga über die bisherigen Spieltage hinweg deutlich.

Aufrufe: 022.9.2025, 14:44 Uhr
tkAutor