Oliver Rapp und Jasmin Behrens flankieren den neuen Sportlichen Leiter Thomas Schworm.
Oliver Rapp und Jasmin Behrens flankieren den neuen Sportlichen Leiter Thomas Schworm. – Foto: SG Wiesbachtal

Frischer Wind bei der SG Wiesbachtal

Thomas Schworm unterstützt Oliver Rapp und Maurice Fischer als Sportlicher Leiter

WALLERTHEIM. Der Abwärtstrend bei der SG Wiesbachtal in den vergangenen Jahren ist unverkennbar: Nach Jahren in der in der A-Klasse, 2007/2008 sogar in der Bezirksliga, ging es in der vergangenen Saison sogar in die B-Klasse runter. Und nach einer bisher sehr durchwachsenen Runde mit 15 Punkten aus zwölf Spielen, der Platz sechs bedeutet, ist der direkte Wiederaufstieg in weiter Ferne.

Damit es in der Zukunft wieder aufwärts geht, hat sich der Verein Unterstützung von außen geholt. Seit Anfang Dezember fungiert Thomas Schworm ehrenamtlich als sportlicher Leiter. Der 62-Jährige Flonheimer war in den vergangenen Jahren auch bei Oberligist TSG Pfeddersheim als Betreuer und im Jugendbereich schon als Trainer bei der TG Wallertheim, bei der TuS Neuhausen, bei Alemannia Waldalgesheim und beim SV Gonsenheim aktiv gewesen.

An der Einstellung der Spieler muss gearbeitet werden

Sein Sohn Andreas ist Torwart bei der SGW. Über ihn kam auch der Kontakt zustande. „Er hat mich dazu überredet“, erzählt Schworm schmunzelnd. Seine wichtigste Aufgabe im Verein sei es, so der hauptberufliche Bundeswehr-Angehörige, die „Einstellung der Spieler zum Verein wieder in die richtigen Bahnen zu lenken“.

Die Trainingsbeteiligung habe zuletzt stark zu wünschen übrig gelassen. „Wir sind Amateure und Beruf und Familie gehen zwar vor“, betont er. „Das darf aber nicht als Vorwand gesehen werden, um damit ständig nicht am Training teilzunehmen.“ Als ihn nach seiner Vorstellung einige Spieler ansprachen, sie würden gerne ein Hallenturnier spielen, habe er nach einiger Suche die Teilnahme beim Turnier in Kaiserslautern am 7./8. Januar möglich gemacht. Von den 27 Spielern im Kader seien letztlich aber nur sechs (!) angetreten, schüttelt Schworm den Kopf, auch wenn man sich als siebter von acht Mannschaften „nicht blamiert“ habe.

Zwei Neue in der Pipeline

Wie jeder andere Sportdirektor soll sich Schworm aber auch um Neuverpflichtungen kümmern. „Das Trainerteam Oliver Rapp und Maurice Fischer nennen mir Wünsche, mit welchen Spielern ich sprechen soll“, erklärt er. „Es ist schwierig, Spieler von anderen Vereinen mit entsprechendem sportlichen Ehrgeiz zu überzeugen, für uns zu spielen, wenn man sieht, wie sich die SG Wiesbachtal in dieser Runde bei den Spielen verkauft“, gibt der 62-Jährige aber auch zu bedenken.

Zwei Akteure (Mittelfeld/Angriff) habe er trotzdem an der Angel, die noch in der Pause zum Team stoßen sollen. Nur so viel möchte der sportliche Leiter aktuell verraten: „Es sind B-Klasse-Spieler, die vom sportlichen Talent auch in der A-Klasse spielen könnten.“ Auf der Abgaben-Seite soll sich hingegen aktuell nichts tun. Bisher hatte sich Abteilungsleiterin Jasmin Behrens um all das gekümmert.

Der Vorbereitungsplan

Auch das Ausfüllen von Formularen übernehme Schworm nun und entlastet damit sowohl das Trainerteam als auch die Abteilungsleiterin. Zudem betätigt er sich in der Sponsorenakquise – dies sei auch wichtig für die anderen Vereinssparten. Dazu hat Schworm die Vorbereitung mitorganisiert. Die Mannschaft startet am 7. Februar mit dem Training – getestet wird in den Folgewochen gegen die SpVgg Essenheim und den VfL Kaiserslautern.

Am 12. März ist Punktspielauftakt gegen die TSG Gau-Bickelheim. „Man sollte die Rückrunde etwas erfolgreicher gestalten als die Vorrunde“, nennt der sportliche Leiter ein aktuell eher bescheidenes Saisonziel. Für das nächste Spieljahr hofft er auf Verstärkungen – dann soll auch der Aufstieg wieder realistisch angegangen werden können.

Aufrufe: 025.1.2023, 18:00 Uhr
Alexander SchlögelAutor