
Mit einem Eigentor gegen die stark kämpfenden Sportfreunde Friedberg hat sich Griesbeckerzell quasi vorerst selbst vom Thron der Kreisliga Ost geschossen. Der FC Affing, der das Verfolgerduell gegen Alsmoos-Petersdorf gewonnen hat, ist neuer Spitzenreiter. Friedberg und Aichach, das Bachern keine Chance ließ, folgen. Böse unter die Räder kam der FC Rennertshofen im Heimspiel gegen den FC Gerolsbach. Die Mutzbauer-Truppe kassierte eine heftige 0:7-Schlappe. Nichts zu holen gab es auch für den SV Klingsmoos in Adelzhausen, während Aufsteiger BSV Berg im Gau den TSV Pöttmes bezwang.
Es war ein Spiel auf Biegen und Brechen mit einer klaren spielerischen Überlegenheit der Gäste mit gefühlten 70 Prozent Ballbesitz. Doch die Hausherren hielten kämpferisch dagegen und waren von Trainer Thomas Holzapfel taktisch hervorragend eingestellt. Sie hatten in der Schlussphase sogar noch klare Torchancen, die nicht genutzt wurden. Bei den Zellern lief viel über Angelo Willadt, dessen Schuss in der 42. Minute knapp über das Sportfreunde-Tor strich. Die zweite Halbzeit hatte es dann in sich: Zunächst lenkte Oliver Seger im Friedberger Tor einen Kopfball von Berkay Öztürk noch zur Ecke (51.). Eine Minute später schloss Lukas Bittner einen Konter der Friedberger nicht konsequent genug ab. Mit Chancen auf beiden Seiten ging es weiter. Zunächst scheiterte der Zeller Justin Tanguc an Oliver Seger (80.). Fünf Minuten später fand Friedbergs Harun Nurten nach schnellem Konter in Gästekeeper Gianluca Pabst seinen Meister. Danach wurde es hektisch und dramatisch, als zunächst der Zeller Spielertrainer Björn Wohlrab einen Elfmeter nach Foul von David Huber an Justin Tanguc über das Friedberger Tor jagte (86.). Das beflügelte die Hausherren. Als Kaan Koc in der 90. Minute steil geschickt wurde, kam Zells Torhüter Pabst weit aus seinem Tor heraus, um zu klären, schoss dabei aber mit Ulrich Lippold den eigenen Mann an. Der Ball rollte zum 1:0 für die Sportfreunde ins Gästetor. Nach diesem Eigentor lagen bei den Gästen die Nerven blank. Zunächst flog Justin Tanguc in der 90. Minute mit Rot vom Platz; in der Nachspielzeit (90.+2.) folgte Fabio Delgado mit Gelb-Rot. (fse) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Elias Kleß (Pöttmes) - Zuschauer: 160
Tore: 1:0 Ulrich Lippold (90. Eigentor)
Gelb-Rot: Fabio Delgado (90./SC Griesbeckerzell)
Rot: Justin Tanguc (90.+2/SC Griesbeckerzell)
Besondere Vorkommnisse: Björn Wohlrab (SC Griesbeckerzell) scheitert mit Foulelfmeter (86.).
Hohes Tempo und ein beachtliches Niveau zeichneten die erste Halbzeit aus. Stefan Simonovic spielte an der früheren Wirkungsstätte kurz vor der Pause seine Qualitäten aus und brachte Affing in Führung. Nach einem Foul von Marco Martens an Luca Manhart nutzte Mathias Benesch in der letzten Aktion der ersten Halbzeit den Elfmeter zum Ausgleich. Im zweiten Abschnitt sank das Tempo, dafür hatte Hektik nun Hochkonjunktur. Die tolle Kulisse mit 500 Zuschauern bekam zu spüren, welche Rivalität diese beiden Nachbarn verbindet. Es gab zehn Gelbe Karten, dazu zweimal Gelb-Rot für Maximilian Lipp (53./FC) und für Maximilian Tyroller (73./SSV) sowie eine Zeitstrafe gegen Manuel Lippe (FC). Und Tore fielen auch noch. Mit einem Freistoß brachte Angelo Jakob die Gäste wieder in Führung, er profitierte davon, dass die Mauer in die Höhe gesprungen war. Marco Martens gelang das 1:3 und der vierte Treffer, den Simonovic für Ahmed Karaca vorbereitet hatte, wurde wegen Abseits nicht anerkannt. Gäste-Trainer Michael Eibel meinte über die Verlierer: „Alsmoos hat das sehr gut gemacht.“ Sein Kollege Jakob versicherte: „Wir haben verdient gewonnen. Alsmoos hat uns die erste halbe Stunde unter Druck gesetzt.“ In Unterzahl habe sein Team gewusst, dass nun jeder einen Schritt mehr machen müsse. „Das Spiel war auf Messers Schneide, Kleinigkeiten haben es entschieden“, befand Spielertrainer Oktay Yavuz vom SSV Alsmoos-Petersdorf: „Mit unserer Gelb-Roten Karte haben wir die Affinger zurück ins Spiel gebracht.“ Er hätte sich gewünscht, dass man das Derby ruhiger zu Ende bringt. (jeb) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Barbara Karmann (FC Ehekirchen) - Zuschauer: 500
Tore: 0:1 Stefan Simonovic (44.), 1:1 Mathias Benesch (45.+2 Foulelfmeter), 1:2 Angelo Jakob (75.), 1:3 Marco Martens (84.)
Gelb-Rot: Maximilian Lipp (53./FC Affing)
Gelb-Rot: Maximilian Tyroller (74./SSV Alsmoos-Petersdorf)
In der ersten Halbzeit standen die Gäste tief und ließen die DJK das Spiel machen. Diese nutzte ihre Chance und ging durch Dominik Menzinger (30.) verdient in Führung. Doch danach gaben die Hausherren das Spiel aus der Hand und agierten zu unkonzentriert. Zwei Ballverluste im Mittelfeld eröffneten dem SVE zwei Kontermöglichkeiten, die beide verwertet wurden. So erzielte Florian Wenger das 1:1 (33.) und Nico Sandmann brachte die Gäste kurz vor der Pause mit 2:1 in Führung (45.). Nach der Pause entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem Echsheim dem 3:1 zeitweise näher war als Gebenhofen dem Ausgleich. DJK-Keeper Daniel Thomalla verhinderte aber einen weiteren Gegentreffer. Schließlich wurden die Mühen der Gastgeber belohnt und Niklas Settele traf zum 2:2 (70.). Als die Echsheimer rund zehn Minuten vor Schluss eine Zeitstrafe überstehen mussten, hatten Settele und DJK-Spielertrainer Sebastian Kinzel noch die Chance zum Siegtreffer. (ull) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Lucas Böhm (Neusäß) - Zuschauer: 184
Tore: 1:0 Dominik Menzinger (30.), 1:1 Florian Wenger (33.), 1:2 Nico Sandmann (45.), 2:2 Niklas Settele (71.)
Die Adelzhausener übernahmen von Beginn an weitgehend die Kontrolle und ließen defensiv nichts anbrennen. In der Anfangsphase der Partie erspielten sie sich mehrere gute Möglichkeiten, verpassten jedoch zunächst die Führung. In der 23. Minute war es dann soweit: Nach einem sehenswert herausgespielten Angriff legte Jakob Braun im Strafraum auf Ilkay Ayyildiz ab, der den Ball präzise ins linke untere Eck zum 1:0 einschoss. Auch nach dem Seitenwechsel bestimmte Adelzhausen das Geschehen. Ein Fehler in der Hintermannschaft des SV Klingsmoos eröffnete Franz Losert die Chance, die er eiskalt nutzte und auf 2:0 erhöhte (59.). Anschließend geriet der BCA in eine kurze Schwächephase, in der die Gäste zu einigen Torchancen kamen. „Nach dem 2:0 folgte eine kurze Flaute, in der die Gegner zu guten Chancen gekommen sind. Die hat aber unser Torhüter Lukas Hefele gut entschärft“, berichtete Pressesprecher André Straßer. Für den Schlusspunkt sorgte Marvin Gaag, der sich in der 77. Minute mit einer starken Einzelaktion durchsetzte und den 3:0-Endstand herstellte. „Die Mannschaft spielt sich allmählich ein. Die jungen Spieler mussten sich erstmal reinfinden. Darauf kann die Mannschaft aufbauen“, fügte Straßer hinzu. (kerde) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Tobias Feucht (Aichach) - Zuschauer: 190
Tore: 1:0 Ilkay Ayyildiz (23.), 2:0 Franz Losert (59.), 3:0 Marvin Gaag (77.)

In der ersten Halbzeit bestimmten die Gastgeber das Geschehen, hatten viel Ballbesitz und ein deutliches Chancenplus. Die Bacherner konzentrierten sich zunächst auf eine stabile Defensive, setzten jedoch vereinzelt auch offensive Nadelstiche. Die Aichacher erspielten sich klare Möglichkeiten, etwa gleich in der Anfangsphase, als Lukas Wagner frei vor dem Torhüter auftauchte, aber statt selbst abzuschließen, den Querpass versuchte, der jedoch nicht ankam. „Es war heute zum Kopfschütteln, wie viele und was für Möglichkeiten wir vergeben haben“, erklärte BCA-Spielertrainer Markus Kurzhals. Die Führung erzielten die Aichacher in der 32. Minute: Ein Freistoß prallte vom Pfosten zurück, den Abpraller setzte Sebastian Stegmeir per Kopf zum 1:0 ins Netz. Mit diesem Ergebnis ging es in die Kabinen. „In der ersten Halbzeit waren wir noch gut im Spiel und hatten selbst auch ein paar Gelegenheiten“, resümierte SFB-Spielertrainer Oliver Mühlberger. Nach weiteren vergebenen Möglichkeiten in der zweiten Halbzeit zogen die Gastgeber im Schlussdrittel der Partie das Tempo nochmals an. In der 65. Minute bediente Luis Fischer Coskun Bür, der zum 2:0 vollendete. Zehn Minuten später erhöhte Roman Tsebeliuk, nachdem er allein auf das Tor zulief, auf 3:0 (75.). Den Schlusspunkt setzte Doppelpacker Bür in der 88. Minute, als er eine Flanke von der rechten Seite zum 4:0-Endstand verwertete. Markus Kurzhals war mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: „Wir müssen nun konstant abliefern und unsere Leistung bringen. Wir wissen, was wir können.“ Für Bachern war es bereits die zweite hohe Niederlage: „Wir haben uns besonders in der zweiten Hälfte das Leben selbst schwer gemacht und das Ergebnis hätte noch höher ausfallen können. Wir müssen jetzt anfangen zu verstehen, wo unsere Fehler sind“, so Mühlberger. (kerde) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Balduin Fischer-Stabauer (Neuburg) - Zuschauer: 100
Tore: 1:0 Sebastian Stegmeir (32.), 2:0 Coskun Bür (65.), 3:0 Roman Tsebeliuk (75.), 4:0 Coskun Bür (88.)
Drei Spiele, drei Niederlagen – der Fehlstart für den TSV Pöttmes, immerhin Tabellenachter der Vorsaison, ist perfekt. Beim Aufsteiger Berg im Gau kassierte das Team von Fabian Scharbatke eine herbe 0:3-Pleite. Der Spielertrainer selbst flog in der 74. Minute mit Gelb-Rot vom Platz. Für Scharbatke eine völlig unverständliche Entscheidung des Schiris, wie er auf Nachfrage betonte. Der Unparteiische hatte ihm in der ersten Hälfte Gelb wegen Meckerns gegeben. Wie Scharbatke erläuterte, hatte er den Ball am Fuß, als sich ein Gegenspieler fallen ließ und den Ball in die Hände nahm. Als der TSV-Coach ein Handspiel monierte, gab es Gelb für ihn. In der zweiten Szene nach der Pause sah der Schiri ein taktisches Foul beim Pöttmeser Coach und zeigte ihm die Ampelkarte. Auch wenn dieser nach dem Spiel mit der Leistung des Schiris haderte, an der Pöttmeser Niederlage sei er nicht schuld gewesen, so Scharbatke. Die Gäste kamen zwar gut ins Spiel, hatten aber keine zwingenden Chancen. Bei Aufsteiger Berg im Gau verwertete Fabian Busch einen Abpraller zum 1:0 (41.). Die Pöttmeser hatten sich für die zweite Hälfte viel vorgenommen, kassierten aber schnell das 0:2 durch Samuel Tkac (56.). In Überzahl machte dann Martin Froncek mit dem 3:0 (80.) den Deckel drauf. (ull) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Erhan Özcan (Augsburg) - Zuschauer: 300
Tore: 1:0 Fabian Busch (41.), 2:0 Samuel Tkac (56.), 3:0 Martin Froncek (80.)
Gelb-Rot: Fabian Scharbatke (74./TSV Pöttmes)
Bis zur 89. Minute sah es nach einem Sieg für den TSV Inchenhofen aus, doch dann schafften die Gäste aus Rain doch noch den Ausgleich. Der Inchenhofener Spielertrainer Kevin Streit sprach von einem „bitteren“ Abend – nicht nur wegen des späten Gegentreffers, sondern auch wegen einer vermutlich schwereren Knieverletzung, die sich Elias Landsbeck bereits in der Anfangsphase des Spiels zuzog. Zufrieden war Streit vor allem mit der Abwehrleistung seiner Elf: „Wir haben kaum etwas zugelassen.“ Die Chancenverwertung gefiel ihm dagegen weniger. Zur Pause stand es 0:0. In der zweiten Halbzeit war es dann Lukas Mühlpointner, der Inchenhofen mit 1:0 in Führung schoss (53.). Nach einem schönen Spielzug der Hausherren schien die Situation schon geklärt, doch dann knallte Mühlpointner den Abpraller aus der zweiten Reihe direkt unter die Latte des Gästetors. Danach versäumten es die Gastgeber, das Ergebnis höher zu schrauben. Marco Bergmair und Werner Meyer vergaben gute Möglichkeiten. Als Meyer wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte sah, witterte Rain seine Chance. Der Freistoß nach dem Platzverweis wurde noch zur Ecke geklärt. Doch bei der Ecke waren die Inchenhofener so unsortiert, dass dem Rainer Robin Böhm der 1:1-Ausgleich gelang. (ull) Lokalsport AN
Schiedsrichter: Julian Wäsch (Bräunlingen / Augsburg) - Zuschauer: 120
Tore: 1:0 Lukas Mühlpointner (53.), 1:1 Robin Böhm (89.)
Gelb-Rot: Werner Meyer (88./TSV Inchenhofen)

Als FCR-Kapitän Simon Pickhard in der 25. Minute seine Teamkollegen lautstark aufforderte, „nicht einzuschlafen“, war wohl der Wunsch der Vater des Gedanken. Einen desaströsen Heimauftritt bekam das Publikum gegen den bis dahin punktlosen FC Gerolsbach zu sehen. Zur Pause stand es 0:3, ohne dass die Gäste ihren besten Fußball zeigen mussten. Nach einer ereignislosen Anfangsviertelstunde merkte Gerolsbach schnell, dass an diesem Sonntag mit wenig Gegenwehr zu rechnen ist. Die Gäste wurden mutiger und schlossen ihre Angriffe mit Toren von Matthias Steurer per Doppelpack (18./43.) und Louis Bartl (35.) zur verdienten Führung ab. Wer dachte, dass nach der Pause eine Reaktion der Hausherren mit neuem Personal folgt, irrte sich gewaltig. Es ging weiter nur in eine Richtung. Bereits in der 48. Minute umkurvte Daniel Fischer den völlig verunsicherten Rennertshofener Torhüter Julian Häfner zum 0:4 und erzielte damit das erste Tor seines lupenreinen Hattricks. In der Folge erzielte er zwei weitere Tore zum 0:5 (64.) und 0:6 (77.). Nach der einzigen und ersten FCR-Chance im Spiel (Niklas Precht verzog), folgte er 0:7-Endstand durch den eingewechselten Luis Gebhardt. (bw) Lokalsport NR
Schiedsrichter: Simon Winter (Gebenhofen) - Zuschauer: 125
Tore: 0:1 Matthias Steurer (18.), 0:2 Louis Bartl (35.), 0:3 Matthias Steurer (43.), 0:4 Daniel Fischer (48.), 0:5 Daniel Fischer (64.), 0:6 Daniel Fischer (77.), 0:7 Luis Gebhardt (88.)
