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»Freut mich besonders«: Perst wird zum Matchwinner – Kalchreuth hadert

Update – 9. Spieltag der Landesliga Nordost: Fischer schwärmt nach Last-Minute-Coup vom Matchwinner +++ TSC zeigt Moral, verpasst aber den Siegtreffer gegen Kalchreuth +++ Held: »Kein Ergebnis, mit dem wir zufrieden sein können« +++ Sechs (!) Kantersiege am Samstag

von Boris Manz · 31.08.2026, 18:17 Uhr · 0 Leser
Lobte seine Mannschaft für die erste, haderte mit der zweiten Hälfte: Kalchreuths Trainer Christian Held (Archivbild).
Lobte seine Mannschaft für die erste, haderte mit der zweiten Hälfte: Kalchreuths Trainer Christian Held (Archivbild). – Foto: Wolfgang Zink

Am Sonntag verpasste der TSC Neuendettelsau einen Sieg beim FC Kalchreuth (2:2) – trotz guter Chancen. Buckenhofen schnappte sich dank eines Last-Minute-Treffers von Metin Leon Perst gleich drei Punkte. Der Torschütze erhielt im Anschluss Sonderlob.

Dieter Kreiselmeier, Trainer des TSC Neuendettelsau: »Wir konnten unseren Aufwärtstrend bestätigen. Der Punkt war aus meiner Sicht hochverdient. Vor allem nach dem Rückstand zeigten wir Moral und waren sogar nahe am Siegtreffer. Zweimal haben wir Aluminium getroffen und zweimal standen wir frei vor dem Torwart – da wäre ein drittes Tor durchaus möglich gewesen. Insgesamt hatten wir aber noch zu viele leichte Fehler und Unsauberkeiten in unserem Spiel, die wir in den nächsten Wochen abstellen müssen, um uns weiter zu verbessern.«

Christian Held, Trainer des FC Kalchreuth: »Ein Spiel mit zwei komplett unterschiedlichen Halbzeiten. In Durchgang eins geraten wir durch einen krassen individuellen Fehler nach einem Fehlpass in Rückstand. Wir sind danach aber gut zurückgekommen, haben ein echt ordentliches Spiel gemacht, sind immer wieder gefährlich in die Tiefe gekommen und haben uns einige Chancen erarbeitet. Davon haben wir letztlich aber nur den direkten Freistoß aus 18 Metern verwertet.

Leider haben wir uns in der zweiten Hälfte auf die Spielweise des Gegners eingelassen. Das Spiel wurde extrem wild und hatte für die Landesliga schlechtes Niveau: Kaum geordneter Spielaufbau, keine längeren Ballstaffetten, sondern nur noch wildes Gebolze. Das ist nicht unser Spiel, und da haben wir Probleme. Das 2:2 am Ende war dann die Folge aus dieser Hektik. Insgesamt kein Drama, aber auch kein Ergebnis, mit dem wir zufrieden sein können. Gegen solche Gegner müssen wir einfach gewinnen – das ist unser Anspruch. Gut, dass wir am Mittwoch direkt ein Spiel haben und dort wieder punkten können.«

Markus Fischer, Trainer des SV Buckenhofen: »Buch hat ein wirklich gutes Spiel gemacht. Wir sind die ersten 20 Minuten überhaupt nicht ins Spiel gekommen und hätten in Rückstand liegen müssen. Bis zur Halbzeit waren wir dann aber ebenbürtig und hätten selbst das 1:0 machen können. In der zweiten Hälfte war Buch wieder besser als wir, haben aber aus ihren Chancen kein Tor gemacht. Mit der letzten Aktion bekommen wir einen Eckball – und treffen dann doch noch zum glücklichen 1:0 durch Metin. Das freut mich besonders, weil Metin hat sich die letzten Spielen voll reingehauen und sich zum Stammspieler entwickelt.«

Erstmeldung vom 29. August: Tore-Hagel in der Landesliga Nordost:
2:2, allerletzte Aktion, Freistoß für Wendelstein: Eine Flanke aus dem Halbfeld lässt Carlos Scheppl über den Scheitel gleiten und verlängert die Kugel zum spektakulären Lucky Punch. Am Ende bejubelte der Landesliga-Aufsteiger FC Wendelstein einen dramatischen 3:2-Heimsieg gegen den SV Unterreichenbach, der vor allem mit der eigenen Chancenverwertung haderte.

Kurioses Detail der Partie: Das zwischenzeitliche 2:1 für den SVU, bei dem Tim Winkler seinen eigenen Torhüter per Eigentor überlupfte. Am Ende war es den Hausherren egal: „Wir haben einen echten Schritt nach vorne gemacht, fußballerisch gut gezockt und das Ausfallen von vier Führungsspielern stark kompensiert. Chapeau!“, zog Wendelsteins Trainer Dirk Wagler sein Fazit nach dem Krimi.

Eindrucksvoll war auch der Kantersieg des ASV Weisendorf gegen den 1. FC Herzogenaurach: Mit 6:0 schickte die Mannschaft von Bernd Fuchsbauer den Gegner nach Hause und blieb damit im dritten Spiel in Folge ohne Gegentor. „Die Defensive ist inzwischen echt eine Stärke. Da muss ich einfach die ganze Mannschaft loben“, freute sich der Weisendorfs Norbert Kreiner. In den späten Spielen hagelte es weiter Kantersiege: Jahn Forchheim siegte mit 5:0 gegen den FSV Erlangen-Bruck. Schwabach 04 schlug die SpVgg Bayreuth II mit 5:1 und auch der SC Feucht gewann überraschend deutlich beim ATSV Erlangen. Knapper ging es zwischen Quelle Fürth und Großschwarzenlohe durch, am Ende unterlag der Bayernliga-Absteiger aber mit 3:1.

Zum ausführlichen Spielbericht des Spitzenspiels der Landesliga Nordost zwischen Eintracht Münchberg und der SpVgg Mögeldorf.

Norbert Kreiner, Leiter der Herrenabteilung beim ASV Weisendorf: »Ich bin sehr zufrieden. Das 6:0 ist mehr als gerecht. Man hat aber gemerkt, dass bei Herzogenaurach acht oder neun Leute fehlen. Das einzige, was man der Mannschaft vorwerfen kann, ist das wir das 3:0 und später das 4:0 viel schneller machen müssen. Vorne haben die Bewegungen und Abläufe gestimmt und hinten standen wir sehr gut. Die Defensive ist inzwischen echt eine Stärke. Wir sind nur sehr schwer zu knacken. Da muss ich einfach die ganze Mannschaft loben, wie schon im Mittelfeld bei uns gearbeitet wird.«

Alexander Kalkmann, SV Unterreichenbach: »Nach der starken ersten Halbzeit müssen wir eigentlich höher führen, verpassen aber mehrere Chancen. Leider lassen wir in der zweiten Halbzeit stark nach, haben dennoch die Chance, die Führung auszubauen oder nach dem 2:2 wieder in Führung zu gehen. Wendelstein hat das Spiel dann mehr und mehr übernommen und wurde zunehmend gefährlicher. Dass wir dann mit der letzten Aktion noch den Gegentreffer bekommen ist maximal unglücklich, spiegelt aber die alte Fußballweisheit allerdings wider. Jetzt heißt es: Mund abputzen und analysieren.«

Dirk Wagler, Trainer des FV Wendelstein: »Beide Mannschaften haben mit offenem Visier gespielt. Die ersten 20 Minuten gingen klar an Unterreichenbach. Wir schießen zwar einmal an die Latte, aber ihre Führung war letztlich verdient. Ab der 20. Minute haben wir dann die Spielkontrolle übernommen, richtig guten Fußball gespielt und uns das 1:1 erarbeitet. Das 1:2 unmittelbar vor der Pause war natürlich mega unglücklich.

Die Reaktion in der zweiten Halbzeit war super. Wir haben unser System umgestellt, und damit kam Unterreichenbach nur schwer zurecht. Das 2:2 fiel dann hochverdient. Dass wir dann den Lucky Punch in der allerletzten Sekunde machen, rundet das Ganze ab. Unterm Strich ein verdienter Sieg, auch wenn das Spiel anders ausgehen kann, wenn Unterreichenbach seine Chancen nutzt. Ich bin stolz auf die Truppe: Wir haben einen echten Schritt nach vorne gemacht, fußballerisch gut gezockt und das Ausfallen von vier Führungsspielern stark kompensiert. Chapeau!«

Max Schmid, Teammanager vom 1. SC Feucht: »Alles in allem ein souveräner Auftritt vom Anfang bis zum Ende. Die Tore haben wir zum richtigen Zeitpunkt gemacht und den Gegner nie wirklich ins Spiel kommen lassen. Das 3:0 vor der Halbzeit war dann der Knackpunkt. In der zweiten Halbzeit haben wir lange nur das Ergebnis verwaltet und etwas zu wenig nach vorne gemacht. Die letzten 15 Minuten waren dann wieder besser und prompt haben wir für den 4:0 Endstand gesorgt. Starker Auftritt der Mannschaft.«

Die weiteren Spiele des 8. Spieltags der Landesliga Nordost: