
Der SV Ottensen gehört im Herren- Ü40-Fußball zu den stärksten Teams des Landkreises. Thorsten Viefhaus und Timo Brokelmann managen alles rund um den Platz und führen Statistiken. Letzterer kickt selber auch noch mit. Hier sind seine Antworten auf unsere persönlichen Fragen:
Du gehörst seit einigen Jahren zum Trainerteam der Herren Ü40 des SV Ottensen, bist sogar Spielertrainer. Was hast du vorher gemacht?
Gute Frage, wirklich unspektakulär, aber schön war die Jugend beim VfL Horneburg von 1986 bis 2000. Aus dieser Zeit trifft man heute immer wieder ehemalige Spieler und Trainer, das ist echt nett. Die Fußballpause, um mit der eigenen Familie durchzustarten, dauerte gute zehn Jahre. 2010 dann der sofortige Einstieg in die 1. Herren des SV Ottensen, 2012 der Aufstieg in die Kreisliga und dann der Übergang zur Ü32 mit vielen Spielern, die man über die Jahre kennengelernt hat, – ein sehr familiärer Verein und großartiges Umfeld. In der nervigen Corona-Pause haben wir dann zusammen mit Thorsten Viefhaus gemeinsam den Plan für die Zukunft geschmiedet, jede Trainingsmöglichkeit genutzt, Spieler rekrutiert, am Ende waren wir gut vorbereitet. Wir haben angefangen, Erfolge zu erzielen. Gerne war ich auch als Schiedsrichter unterwegs, das passt dann aber zeitlich nicht ganz mit den eigentlichen Aufgaben im Verein zusammen, hat mir aber immer Spaß gemacht.
Ihr seid jede Saison ganz oben dabei. Was zeichnet euer Team aus?
Auf der Teamleistung liegt das Hauptaugenmerk, und das fängt am Staffeltag an. Du musst alle Geburtstage – auch der Familie – im Kopf haben, Ferien werden oft berücksichtigt, Brückentage rutschen gerne mal durch, bei zwölf Spieltagen darf man sich keine Fehler erlauben. Die Ansetzungen müssen zum Saisonstart passen. Wenn sich dann zum Spieltag mehr als elf Mann melden, ist das auch schon eine großartige Auszeichnung. Die dritte Halbzeit macht immer Freude, oft auch mit dem Gegner zusammen. Das ganze Umfeld ist sehr familiär, ehrlich und freundschaftlich, man unterstützt sich gegenseitig. Viele Spieler engagieren sich seit Jahren im oder für den Verein.
Aufgrund vieler Verletzungen war euer Saisonstart alles andere als berauschend. Welche Ziele wollt oder könnt ihr in dieser Spielzeit noch erreichen?
Wir haben zwei gute und harte Saisons gespielt. In den letzten zwei Jahren waren das über 60 Spiele auf Kleinfeld und Halle in den Wettbewerben Kreismeisterschaft (Meister und Vizemeister), Kreispokal (zweimal Finalist), zweimal Niedersachsenpokal Feld (zweimal fünfter Platz), Hallenkreismeisterschaft (Meister und Platz zwei.), zweimal Niedersachsenpokal Halle (fünfter und 19. Platz) plus Freundschaftsspiele. Anfang der Hinrunde stand uns weniger als die Hälfte des Kaders zur Verfügung, da mussten wir ein wenig jonglieren, aber das gehört dann einfach dazu. Wichtig ist, dass die Kollegen zurück auf den Rasen kommen und demnächst wieder verfügbar sind. Das ist dann wichtiger als alles andere. Der nächste Wettbewerb ist die Hallenkreismeisterschaft am 8. Februar in Wiepenkathen. Als Titelverteidiger würden wir auch gerne mal anderen Teams die Möglichkeit geben, zur Niedersachsenmeisterschaft Halle zu fahren. Das wird dann sportlich ermittelt. Kreismeister Halle bedutet die Teilnahme am Niedersachsenpokal Halle. Platz zwei in der Liga ist die höchstmögliche Platzierung, die wollen wir erreichen. Im Pokal würden wir gerne wieder das Finale erreichen und dann sportlich den Sieger ermitteln. Ziel bis Sommer 2026 ist es, in allen Wettbewerben 50 verschiedene Gegner in fünf Jahren zu bespielen, aktuell sind wir bei 38. Als letztes Ziel ist es für unseren Verein wichtig, Nachwuchs zu uns zu lotsen. Der Altersdurchschnitt ist dicht an der 50 und die Ü32 noch recht jung.
