Dieter Bühler, Vereinschef des Bahlinger SC, spricht sich dafür aus, in diesem Jahr den Aufstieg von Oberligisten auszusetzen, wenn die Runde hier abgebrochen werden sollte.
Dieter Bühler, Vereinschef des Bahlinger SC, spricht sich dafür aus, in diesem Jahr den Aufstieg von Oberligisten auszusetzen, wenn die Runde hier abgebrochen werden sollte. – Foto: Claus G. Stoll

Vereine protestieren gegen weitreichenden Auf- und Abstieg

Regionalligisten wie der Bahlinger SC kritisieren die Aufstiegsmöglichkeit für Oberligisten im Falle eines Saisonabbruchs +++ Freiburger FC sieht dabei "keine einfache Sache"

Der Plan der Fußball-Regionalliga Südwest GbR, an der Zahl von sechs Absteigern nach der laufenden Saison festzuhalten und im Gegenzug insgesamt vier Aufsteiger aus den drei darunterliegenden Oberligen zuzulassen (die BZ berichtete), stößt bei Vereinen in beiden Spielklassen auf Widerstand. Für die Regionalligaclubs hat Rafael Kowollik, Geschäftsführer des FC 08 Homburg, in einem offenen Brief an die Funktionäre der vier Ligen "breites Unverständnis" über dieses Vorhaben geäußert. Für den Bahlinger SC schließt sich dessen Vorsitzender Dieter Bühler diesen Bedenken "vorbehaltlos" an. Als Vereinssprecher vertritt Kowollik laut Bühler etwa 15 der 22 Südwest-Regionalligaclubs.


Das große Problem für Kowollik, Bühler und Co. ist die Wertung der aktuellen Oberliga-Saison. Wegen der Corona-Pandemie ruht die Spielzeit hier seit dem vergangenen Herbst, sodass nur zwischen neun (Rheinland-Pfalz/Saar) und 13 Spieltage (Baden-Württemberg) absolviert sind. Voraussichtlich wird noch am kommenden Freitag für Baden-Württemberg der Saisonabbruch beschlossen. Da nicht einmal eine einfache Runde ausgetragen wurde und damit weniger als 50 Prozent aller Spiele absolviert sind, müsste die Saison annulliert werden. "In der Regel" wird es dann keine Auf- und Absteiger geben, heißt es in der Spielordnung. Doch für Rheinland/Pfalz-Saar gibt es diese 50-Prozent-Regel in der Spielordnung nicht. Deshalb wollen die Funktionäre hier gemäß der aktuellen Tabelle einen Direktaufsteiger (Eintracht Trier) und einen Teilnehmer für die Aufstiegsrunde zur Regionalliga (VfR Wormatia Worms) melden. Um die Interessen ihrer Vereine zu wahren, prüfen nun auch die Liga-Verantwortlichen in Baden-Württemberg, ob der aktuelle Tabellenerste (SGV Freiberg) und der Zweite (Stuttgarter Kickers) für den Sprung in die Regionalliga in Frage kommen. Weiter geht´s im BZ-Plus-Artikel.

1856 Aufrufe6.4.2021, 20:00 Uhr
Matthias Kaufhold und Lukas Karrer (BZ)Autor

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