
Im Aufstiegsrennen haben sowohl Prechtal/Oberprechtal als auch Simonswald/Obersimonswald Federn gelassen. Die zweitplatzierten Prechtäler unterlagen auf eigenem Platz dem Aufsteiger Oberried mit 1:2. Ihre direkten Verfolger konnten die Steilvorlage aber nicht nutzen und kamen beim FC Freiburg-St. Georgen trotz zweimaliger Führung nur zu einem 3:3. Keine Tore fielen zwischen Denzlingen II und Reute.
Roberto Palermo: „Fühlt sich wie ein Sieg an“
Gleich zu Beginn hatte der FC Freiburg-St. Georgen in der Partie gegen Simonswald/Obersimonswald zwei Nackenschläge zu verkraften. Schon in der fünften Minute fingen sich die Freiburger nach einem Konter das 0:1 ein, wenig später wurde Yannick Bantel wegen einer „Notbremse“ mit Rot vom Platz geschickt. Trotz der Unterzahl sah FC-Trainer Roberto Palermo gute Torchancen seiner Elf. „Man hat die Unterzahl nicht gemerkt, wir haben gut dagegengehalten“, fand er. Doch kurz vor der Pause unterlief St. Georgen ein Fehler im Spielaufbau, den die SG zum zweiten Treffer nutzen konnte. Palermo reagierte mit taktischen Umstellungen und den dazu benötigten Einwechslungen. „Das hat uns viel Kraft gekostet, aber wir haben uns mit dem 2:2 belohnt“, so der Coach. Filan Kleinn erzielte nach einem weiten Einwurf den Anschlusstreffer, nur vier Minuten darauf setzte sich Jan Nowack gegen zwei Gegenspieler durch und schob zum 2:2 ein. Die Gäste gingen durch einen „Sonntagsschuss“ (Palermo) erneut in Führung, aber in der Nachspielzeit traf Jakob Bergmann aus der Distanz zum 3:3-Endstand. „Ein Kompliment an die Jungs, die Systemumstellung hat trotz der kurzen Absprache geklappt“, sagte Palermo. „Für Simonswald waren es zwei verlorene Punkte, für uns fühlt es sich wie ein Sieg an.“
Stefan Schwär kann sich über die Punkteteilung nicht freuen
„Vor dem Spiel wäre ich mit einem Punkt zufrieden gewesen, aber hinterher muss man sagen: Es wäre ein Sieg drin gewesen.“ So kommentierte Stefan Schwär vom Trainerteam des SC Reute das torlose Remis beim FC Denzlingen II. Sein Team hätte gegen die – mit Kevin Bernauer, Eric Lickert und Yan Slipchenko stark besetzte – FCD-Elf eine überzeugende Leistung geboten. „Ich kann mich gar nicht freuen, wir hatten in der ersten Halbzeit fünf glasklare Chancen, darunter ein Lattenkopfball von Florian Knupfer, der auf die Linie gesprungen ist.“ Auch im zweiten Spielabschnitt habe Reute die Führung auf dem Fuß gehabt. Unter anderem scheiterte Fabrice Élatré aus kurzer Distanz am Denzlinger Torwart Mehmet Demirdögen.
Aggressivere Oberrieder entführen verdienten Sieg aus Prechtal
Martin Schill, der Coach der SG Prechtal/Oberprechtal, und Kerem Okay, der Spielertrainer der SF Oberried, sprachen übereinstimmend von einem verdienten 2:1-Erfolg der Dreisamtäler. „Oberried hat im 4-4-2-System gespielt und das hervorragend umgesetzt, war giftiger und griffiger“, erklärte Schill. Okay ergänzte: „Wir standen kompakt und hatten einen guten Mix aus Umschalten und Den-Ball-zirkulieren-lassen gefunden. Wir waren aggressiver und torgefährlicher.“ Die Prechtäler ließen im ersten Durchgang viel vermissen; sie konnten sich nach der Pause zwar steigern, kamen aber kaum zu Chancen aus dem Spiel heraus. Und doch hätten sie fast einen Punkt gerettet. Nach einem SG-Standard musste Oberried den Ball noch auf der Linie klären. „Wir haben den Ball einfach nicht hineinbekommen – das war bezeichnend für das ganze Spiel!“, so Schill.
Nur eine gute Halbzeit reicht nicht
Tobias Göbel, der Trainer des SV Rot-Weiss Glottertal, war vom Auftritt seiner Mannschaft gegen Emmendingen zunächst angetan: „In der ersten Halbzeit sind wir Emmendingen auf Augenhöhe begegnet und haben es geschafft, den Gegner von unserem Tor fernzuhalten.“ Nach einem Eckball erzielte Robin Maier das 1:0 für die Heimelf. Weitere Möglichkeiten ließen die Glottertäler indes ungenutzt. Der knappe Vorsprung erwies sich als trügerisch, auch wenn Göbel klar war, „dass die zweite Halbzeit anders werden würde als die erste – in der ersten Halbzeit haben wir mit Rückenwind gespielt, in der zweiten Emmendingen.“ Nach dem Wechsel verlor Glottertal jedoch komplett den Faden, und Emmendingen drehte das Spiel mit drei Toren innerhalb von fünfzehn Minuten. Mit dem 3:1-Auswärtssieg verkürzte der FCE den Abstand zum zweiten Platz auf vier Zähler.