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Allgemeines

Freiberg verliert auch als Vizemeister weiter an Klarheit

Der Regionalliga-Zweite unterliegt im letzten Heimspiel dem SV Sandhausen.

von Timo Babic · 09.05.2026, 16:05 Uhr · 0 Leser
– Foto: Björn Franz

Der SGV Freiberg hat am 33. Spieltag der Regionalliga Südwest trotz früher Führung eine Heimniederlage hinnehmen müssen. Gegen den SV Sandhausen unterlag die bereits als Vizemeister feststehende Mannschaft mit 1:2. Die Partie passte damit in das Bild der vergangenen Wochen, in denen Freiberg seine starke Saison nicht mehr mit derselben Stabilität zu Ende bringt. Der zweite Platz bleibt sicher, die Leichtigkeit des ersten Saisondrittels ist dem Team aber sichtbar abhandengekommen.

Früher Vorteil

Der SGV erwischte den besseren Start und ging bereits in der 2. Minute in Führung. Meghôn Valpoort war beim ersten Angriff der Gastgeber zur Stelle und erzielte das 1:0. Damit schien die Partie zunächst in eine günstige Richtung zu laufen. Auch danach blieb Freiberg präsent und kam unter anderem durch Paul Polauke per Flugkopfball und später erneut durch Valpoort zu guten Szenen. Doch die frühe Führung brachte nicht die erhoffte Ruhe.

Schneller Ausgleich

Stattdessen kam Sandhausen rasch zurück. Nach einer Szene im Strafraum entschied der Schiedsrichter in der 7. Minute auf Elfmeter für die Gäste. Pascal Testroet verwandelte zwei Minuten später zum 1:1. Der Ausgleich veränderte das Spiel spürbar, weil Sandhausen nun auf Augenhöhe agierte und mit rund 300 mitgereisten Anhängern auch atmosphärisch Präsenz entwickelte. Freiberg blieb zwar im Spiel, wirkte aber nicht zwingend genug, um die Kontrolle zurückzugewinnen.

Sandhausen dreht die Partie

In der 25. Minute fiel dann das 2:1 für den SV Sandhausen. Nach einem Angriff über die linke Seite war das Freiberger Tor offen, Marvin Schulz schob zur Gästeführung ein. Dieser Treffer blieb bis zum Ende entscheidend. Freiberg hatte vor der Pause noch eine gute Möglichkeit, ließ sie jedoch frei vor dem Tor ungenutzt. Auch in der zweiten Halbzeit suchte der SGV den Weg zurück, doch zahlreiche Standardsituationen und mehrere Ecken blieben auffallend harmlos.

Zu viel Kontrolle, zu wenig Gefahr

Nach dem Seitenwechsel kontrollierte Freiberg weite Teile des Spiels, ohne daraus ausreichende Durchschlagskraft zu entwickeln. Mehrere Eckenfolgen, ein Freistoß mit Unordnung im Strafraum und ein Fallrückzieher knapp neben das Tor gehörten noch zu den besseren Ansätzen. Später hielt der Sandhäuser Torhüter einen verdeckten Flachschuss reflexartig auf der Linie. Insgesamt blieb der Eindruck jedoch eindeutig: Freiberg hatte den Ball und bemühte sich, war im letzten Drittel aber zu brav. Dass Bahlingen als erster Absteiger bereits feststeht, blieb an diesem Nachmittag nur eine Randnotiz. Entscheidend war, dass Sandhausen die reifere und gewieftere Mannschaft stellte.