
Am 31. Spieltag der Regionalliga Südwest haben die Samstagmittagsspiele das Bild der Liga weiter geschärft. SG Sonnenhof Großaspach marschiert mit dem Sieg in Bahlingen dem Aufstieg praktisch entgegen, weil neun Punkte Vorsprung und das klar bessere Torverhältnis kaum noch einzuholen sind. Dahinter rutscht SGV Freiberg, während FSV Mainz 05 II und SV Sandhausen mit starken Auswärtssiegen nach vorne drücken. Im Keller bleibt die Lage für TSG Balingen und TSV Schott Mainz dramatisch, auch wenn beide Lebenszeichen setzten.
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Für SGV Freiberg war es ein bitterer Nachmittag. Gegen FSV Mainz 05 II gerieten die Gastgeber früh durch Tebo Gabriel in der 16. Minute in Rückstand und fanden lange keinen Zugriff. Als Jayson Videira in der 63. Minute auf 0:2 stellte, drohte die Partie endgültig zu kippen. Erst der Anschluss von Gal Grobelnik in der 78. Minute brachte noch einmal Spannung in die Begegnung.
Doch mehr gelang Freiberg nicht mehr. Die Gelb-Rote Karte gegen Marco Kehl-Gómez in der 90. Minute rundete einen frustrierenden Nachmittag ab. Mainz 05 II springt mit diesem Auswärtssieg auf 51 Punkte und meldet sich mit Nachdruck in der Spitzengruppe an. Freiberg bleibt Zweiter, hat aber im Aufstiegsrennen einen schweren Dämpfer hinnehmen müssen.
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FC 08 Homburg verpasste es, einen Heimsieg über die Zeit zu bringen. Nach einer ausgeglichenen, intensiven Partie brachte Sean Busch die Gastgeber in der 58. Minute per Foulelfmeter in Führung. Doch die Freude hielt nicht lange. Schon in der 64. Minute glich Nicola Arcanjo-Köhler für SG Barockstadt Fulda Lehnerz aus und nahm dem Stadion spürbar die Luft.
Besonders schwer wiegt aus Homburger Sicht die Rote Karte gegen Oliver Kovacic in der 45. Minute. Unter diesen Umständen wirkt das Remis fast wie Schadensbegrenzung, trotzdem ist es im engen Rennen um die oberen Plätze zu wenig. Homburg steht nun bei 50 Punkten, Barockstadt bei 46 – beide bleiben in Reichweite, aber ohne den ganz großen Schritt.
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Die TSG Balingen hat sich im Abstiegskampf mit einem späten Punkt belohnt. Zunächst brachte Marko Pilic die Gäste in der 30. Minute in Führung. Kassel kam durch ein Eigentor von Jonas Fritschi in der 57. Minute zurück, ehe Amney Moutassime in der 72. Minute erneut für Balingen traf und den Traum vom Auswärtssieg greifbar machte.
Doch in der Nachspielzeit schlug Kassel noch einmal zurück. Benjamin Girth erzielte in der 90.+1 Minute das 2:2 und rettete den Gastgebern wenigstens einen Punkt. Für Balingen ist das Remis einerseits ein Achtungserfolg, andererseits bleibt die Lage mit 22 Punkten bedrückend. Kassel verpasst es, sich im gesicherten Mittelfeld klarer abzusetzen.
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Was für ein Spiel in Walldorf. SC Freiburg II legte furios los und führte nach Treffern von Mathias Fetsch in der 14. und 21. Minute schnell mit 2:0. Doch Walldorf zeigte Moral: Maximilian Philipp Waack verkürzte in der 36. Minute und glich kurz vor der Pause in der 45. Minute per Foulelfmeter sogar zum 2:2 aus.
Die Antwort der Freiburger kam früh in der zweiten Halbzeit. Leon Catak traf in der 50. Minute zum 3:2, und diesmal brachte SC Freiburg II die Führung ins Ziel. Der Sieg hebt die Breisgauer auf 45 Punkte und mitten hinein in ein dichtes Mittelfeld. Walldorf bleibt bei 43 Zählern und muss sich nach einer wilden Partie ärgern, weil mehr möglich war.
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Lange sah es danach aus, als könne Bahlinger SC dem Favoriten ernsthaft Widerstand leisten. Doch in der Schlussphase entschied SG Sonnenhof Großaspach die Partie mit brutaler Effizienz. Mert Tasdelen traf in der 82. Minute zum 1:0, nur eine Minute später erhöhte Michael Kleinschrodt auf 2:0. Zwei späte Nadelstiche, die das Spiel entschieden.
Für Großaspach ist dieser Sieg von enormer Tragweite. Mit nun 67 Punkten und neun Zählern Vorsprung bei deutlich besserem Torverhältnis ist der Aufstieg praktisch greifbar. Bahlingen bleibt bei 18 Punkten, steht ohnehin bereits als erster Absteiger fest, weil keine Regionalliga-Lizenz beantragt wurde. Trotzdem war dieses Spiel ein weiterer harter Schlag.
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Der TSV Schott Mainz lebt noch. Gegen die SV Stuttgarter Kickers geriet der Aufsteiger zwar durch einen Handelfmeter von David Tomic in der 14. Minute in Rückstand, doch die Gastgeber kämpften sich eindrucksvoll zurück. Dennis De Sousa Oelsner glich in der 52. Minute aus, ehe Abdellatif El Mahaoui in der 73. Minute das Spiel drehte.
In der Nachspielzeit setzte Shako Onangolo W'Okitasambo mit dem 3:1 in der 90.+5 Minute den Schlusspunkt unter einen emotionalen Heimsieg. Für Schott Mainz sind diese drei Punkte im Abstiegskampf ein Befreiungsschlag, auch wenn die Lage mit 22 Punkten weiter prekär bleibt. Die Stuttgarter Kickers dagegen verpassen einen wichtigen Schritt nach vorn.
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SV Sandhausen hat seine Chance genutzt und in Alzenau einen abgeklärten Auswärtssieg eingefahren. Die Partie wurde in wenigen Minuten entschieden: Ken Gipson traf in der 34. Minute zur Führung, direkt danach legte Pascal Testroet in der 35. Minute das 2:0 nach. Dieser Doppelschlag ließ Bayern Alzenau kaum Zeit zum Atmen.
Mit dem Sieg zieht Sandhausen auf 51 Punkte und schiebt sich weit nach vorn. Für Alzenau bleibt die Lage dagegen düster. 26 Punkte bedeuten weiter tiefen Abstiegskampf, und gerade auf eigenem Platz wäre ein Erfolg enorm wichtig gewesen. So aber wächst der Druck, weil die Konkurrenz punktet und die Spieltage weniger werden.
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Der FSV Frankfurt ist seit zwei Spielen ungeschlagen und bewies unter der Woche beim 3:3 in Offenbach große Moral. Mit 50 Punkten steht die Mannschaft auf Rang drei. TSV Steinbach Haiger reist mit breiter Brust an: Nach dem 3:1 in Freiberg ließ das Team ein furioses 6:0 gegen Schott Mainz folgen und schob sich auf 47 Punkte vor.
Das Hinspiel gewann der FSV Frankfurt deutlich mit 3:0. Doch die Vorzeichen sind diesmal enger. Steinbach Haiger wirkt offensiv entschlossen und hat sich im Rennen um die oberen Plätze zurückgemeldet. Frankfurt wiederum weiß, dass ein weiterer Sieg den dritten Platz festigen würde. Es ist ein Spiel mit echtem Gewicht – und mit viel Tempo in beiden Richtungen.
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Eintracht Trier kommt mit starkem Schwung. Nach dem torlosen Remis gegen Walldorf gewann die Mannschaft spektakulär 2:1 in Homburg und steht nun bei 40 Punkten auf Rang 13. Kickers Offenbach holte zuletzt vier Punkte aus zwei Spielen, siegte 3:1 bei Schott Mainz und erkämpfte unter der Woche ein wildes 3:3 gegen den FSV Frankfurt.
Das Hinspiel gewann Trier spät mit 2:1 in Offenbach. Auch diesmal ist alles angerichtet für ein Spiel mit Nerv, Wucht und offenem Ausgang. Offenbach steht mit 39 Punkten direkt hinter Trier und braucht selbst dringend Stabilität. Wer dieses direkte Duell gewinnt, verschafft sich nicht nur Luft, sondern auch ein Stück Ruhe in einem unruhigen Tabellenfeld.
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