
Hummetroth. Der SV Hummetroth geht in die neue Saison mit drei Zählern Abzug, da in der letzten Saison eine Jugendmannschaft fehlte. Das ändert sich nun. Denn der Verein hat drei Jugendteams für die neue Runde gemeldet, das bedeutet in der Saison 25/26 bekommt der Verein keine Punkte abgezogen. Auch eine Frauenmannschaft geht zukünftig für den HSV an den Start.
Lange werkelten Vorsitzender Stefano Trizzino und der SV Hummetroth an einer Jugendmannschaft. Nun tut sich etwas beim höchstklassigen Odenwälder Fußball-Cub. Der Neu-Verbandsligist hat drei Jugendmannschaften und zwei Frauenteams für die neue Saison gemeldet. Eine Bambini, F- und E-Jugendmannschaft werden an den Start gehen. „Unsere Arbeit trägt nun endlich Früchte“, sagt Trizzino. Sie ist eng mit Torsten Stegmüller und Luca Trizzino verknüpft, dem Sohn von HSV-Boss Stefano.
Stegmüller war Trainer und langjähriger Jugendleiter bei der FSV Erbach, wechselt mit zwei Mannschaften aus Erbach nach Hummetroth. „Wir hätten in Erbach keine Damenmannschaft auf Elferfeld mehr stellen können“, erklärt er die Beweggründe. „Unser Kader war zu klein und uns fehlten die Argumente, neue Spielerinnen anzulocken.“ Einigen Spielerinnen sei die Fahrt aus dem Kreis Dieburg nach Erbach letztlich auch zu weit gewesen. Hinzu kamen unterschiedliche Ansichten über die Ausrichtung der Frauenfußballs im Verein, die laut Stegmüller letztlich zur Trennung führten. Bis auf eine Spielerin sei der komplette Kader der in der abgelaufenen Saison nach Hummetroth gewechselt und geht zukünftig in der Region-Oberliga an den Start. „Das hat uns nochmal einen Push gegeben“, berichtet er von einigen Neuzugängen. „Wir sind aber sowohl bei den Frauen, als auch im Juniorenbereich nach wie vor auf der Suche nach Spielerinnen und Spielern“, betont er. Das gelte auch für Betreuer.
Es habe vereinzelte Misstöne gegeben, aber keinen großen Krach wegen des Abgangs aus Erbach, ist Stegmüller wichtig zu betonen. Geld habe entgegen so mancher Gerüchte kein Grund für den Wechsel gespielt, sagt er. „Die Mädels bekommen kein Geld, ihnen ist das Miteinander wichtig und sie freuen sich, in einer Kabine sitzen zu können, die sauber ist.“ Eine solche wird nämlich für die Frauen und Juniorinnen in Hummetroth hergerichtet.