
Vor drei Wochen hätte der Aufstieg bereits im Heimspiel gegen die SG Kaarst II wahr werden können, da sollte es bei der 2:3-Niederlage aber noch nicht sein. Am Sonntag, am letzten Spieltag der Frauen-Kreisliga, Gruppe 8, durfte dann aber bei Rot-Weiß Venn gejubelt werden. Die Mannschaft von Trainerin Tiziana Fioravante holte ein 1:1 gegen den Verfolger Sportfreunde Neersbroich - und das reichte dem Gästeteam nicht, um die Vennerinnen noch vom zweiten Tabellenplatz zu verdrängen, der den Aufstieg in die Bezirksliga bedeutet.
Dass die Saison dieses Ende nahm, ist bei weitem keine Selbstverständlichkeit. Denn die Mannschaft wurde erst im vorigen Sommer gegründet, es endete also die erste Saison gleich mit dem Aufstieg. Dabei profitierte das Trainergespann, dem neben Fioravante auch der Zweite Vorsitzende Tony Korte als Co-Trainer, Domenico Correra als Torwart-Trainer und Denise Brünger als Betreuerin angehören, von der Erfahrung einiger Spielerinnen, die Fioravante von ihrem langjährigen Verein SC Hardt nach Venn folgten, doch letztlich bezeichnete die Trainerin ihr Team dennoch als "wilden Haufen", auf den sie am Sonntag jedoch auch mächtig stolz war.
In den 90 Minuten gegen die Sportfreunde Neersbroich hatte man ihr die Spannung, die zum Zerreißen war, durchaus ansehen können. Da half der Treffer von Mona Ermert zum 1:0 für die Vennerinnen zwar ein wenig, doch der Vorsprung blieb dünn, für eine Mannschaft, die in 18 Spielen doch immerhin 92 Tore geschossen hat und dabei nur 13 kassierte. Noch beißender wurde die Spannung dann, als Berivan Tam in der 77. Minute zum Ausgleich traf. Ein weiterer Gegentreffer hätte den Rot-Weißen die Aufstiegsfeier verdorben, doch dazu kam es an diesem Sonntag nicht. Zu einer eindeutigen Chance kam das Gästeteam, das jedoch auf nie aufgab, nicht mehr.
Und so ging dann vor mehr als 100 Zuschauern die Party der Venner Frauen los, die danach dann aus Vereinssicht "leider" keine Fortsetzung fand. Denn die Zweite Mannschaft der Männer in der Kreisliga C scheiterte im Entscheidungsspiel um den Aufstieg in die Kreisliga B an Eintracht Gladbach. Des einen Leid ist des anderen Freud' - hat so doch eine weitere Mannschaft in ihrem ersten Jahr im Spielbetrieb den Aufstieg geschafft.