2025-12-03T05:51:34.672Z

Ligabericht
Bayernliga-Rückkehrer SC Regensburg (in weiß) knöpfte am Wochenende dem Tabellenführer einen Punkt ab.
Bayernliga-Rückkehrer SC Regensburg (in weiß) knöpfte am Wochenende dem Tabellenführer einen Punkt ab. – Foto: Stefan Glötzl

Frauen-Topteams: Zwei klopfen oben an, zwei stecken unten fest

Wie läuft die Saison für die sechs Oberpfälzer Verbandsligisten?

Zieleinlauf bei den Verbandsligen der Frauen (Bayernliga, Landesligen Nord und Süd): Am kommenden Wochenende steht der letzte Spieltag der Hinrunde und gleichzeitig der letzte im Kalenderjahr 2025 an. Wie läuft die bisherige Spielzeit für die Oberpfälzer Mannschaften? Wir werfen einen Blick drauf...

Bayernliga

SC Regensburg
Möglichst früh den Klassenerhalt zu sichern, war das auserkorene Saisonziel an der Alfons-Auer-Straße. Vor dem Hinrundenfinale darf konstatiert werden: Der Sportclub ist auf dem besten Weg dahin. Als Aufsteiger spielt der ehemalige Zweitligist, der von Christian Biersack und Kristina Gruber gecoacht wird, bisher eine sehr solide Runde. Mit 15 Punkten aus zehn Spielen (4/3/3) reiht man sich auf Platz 5 ein – und steckt tabellarisch jenseits von Gut und Böse. Gerade auswärts (3/1/1) sind die Regensburgerinnen stark. Letzten Sonntag war man das erste Team, das Liga-Dominator FC Ruderting einen Punktverlust beibrachte. 1:1 endete das Spiel auf heimischem Kunstrasen. Der Lohn: Auf die Abstiegszone konnte ein komfortables Polster von acht Punkten erarbeitet werden. In Sachen Klassenerhalt sollte nichts mehr anbrennen.

TSV Theuern
Wesentlich schwerer tut sich der Bayernliga-Vertreter aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach. Letzte Saison als Siebter ins Ziel gekommen, kämpfen die „Vilspanther“ heuer knallhart ums Überleben. Dass erst sieben Zähler auf der Habenseite stehen (2/1/7), kommt nach dem Saisonstart doch überraschend. Die ersten zwei Saisonspiele wurden nämlich gewonnen. In den darauffolgenden acht Partien holte das Team von Neu-Coach Nick D'Addona allerdings nur noch einen mickrigen Punkt – und rutschte so immer weiter ab, bis auf Abstiegsplatz 10. Zwei Lichtblicke gibt es. Zum einen ist das rettende Ufer nur drei Punkte weg. Zum anderen brachte neulich ein Erfolg im Verbandspokal neues Selbstvertrauen. Mit einem 4:1-Sieg gegen Ligakonkurrent SV Weinberg II zog Theuern ins Viertelfinale ein. Es geht doch...



Landesliga Nord

SV Neusorg
Angesichts von gleich vier Direktabsteigern, genoss zunächst mal der Klassenerhalt oberste Priorität in Neusorg. Diese Einschätzung wurde deutlicher, nachdem die ersten zwei Saisonspiele verloren gingen. Umso überraschender, wie stark die Mädels aus der hohen Nordoberpfalz seitdem performen. Mit Fug und Recht darf der SVN als das Überraschungsteam der Liga bezeichnet werden. Hinter den zu den Titelanwärtern zählenden Mannschaften aus Schwabthal und Ezelsdorf, reiht sich Neusorg auf einem starken dritten Platz ein. Sieben der vergangenen acht Spiele wurden gewonnen – am Wochenende gab es gegen Schwarzenfeld den nächsten Sieg. Chefanweiser Christian König, der nach einer einjährigen Babypause wieder ins „erste Glied“ rückte, dürfte zurzeit wahrlich keinen Grund zu Meckern haben.

1. FC Schwarzenfeld
Mit dem Sprung in die Landesliga betraten die Schwarzenfelderinnen komplettes Neuland. Noch nie waren sie im Verbandsbereich vertreten. Trotz der souveränen Meisterschaft in der Bezirksoberliga, hat die Mannschaft von Dauer-Trainer Christian Tranitz einen schweren Stand in der neuen Spielklasse. Ein Sieg und zwei Remis bei schon sieben Niederlagen stehen nach zehn Spieltagen zu Buche. Als Tabellenvorletzter hat der FC zu kämpfen, den Anschluss nicht zu verlieren. Immerhin: Der unterste Nichtabstiegsplatz ist nur zwei Punkte entfernt. Davor wiederum klafft eine größere Lücke. Aber: Ein 1:1 daheim gegen Spitzenreiter Schwabthal sowie ein Auswärtserfolg bei Nürnberg-Fürth haben gezeigt, zu was Schwarzenfeld imstande sein kann.



Landesliga Süd

SV Thenried
Nach der knapp verpassten Meisterschaft im Juni zählten die Thenriederinnen automatisch auch in dieser Spielzeit zum Favoritenkreis. Dieser Rolle werden sie bis dato gerecht. In zehn Matches konnten 20 Punkte eingespielt werden (6/2/2), was Tabellenplatz zwei bedeutet. Hervorzuheben ist die Heimstärke der Mannschaft, die am Nordhang kaum aufzuhalten ist (4/1/0). Ganz wichtig war, dass zuletzt auch das letzte Heimspiel des Jahres gegen Biberbach siegreich gestaltet wurde. Denn: Ausgerechnet zum Hinrundenfinale geht es für den Tross um Trainer Lukas Riedl zum Tabellenersten SV Frauenbiburg. Mit einem Dreier könnte Thenried selbst die Tabellenführung übernehmen. Und mit einem tollen Gefühl in die Winterpause gehen.

SV Wilting
32, 35 und 30 – so viele Punkte sammelten die Wiltinger Frauen in den letzten drei Landesliga-Spielzeiten. Auch diesmal wird wieder die magische 30-Punkte-Marke angestrebt. Diese ist schließlich quasi gleichbedeutend mit dem sicheren Klassenerhalt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist das von Irek Kotula gecoachte Team im Soll. 15 Punkte liegen auf dem Konto und die Zwischenbilanz (4/3/3) ist knapp positiv. Auf die vier Abstiegsränge beträgt der Vorsprung fünf Zähler. Macht man vor den Toren Chams so weiter, wird es mit dem erneuten Klassenerhalt klappen.

Aufrufe: 012.11.2025, 09:30 Uhr
Florian WürtheleAutor