
Nicht etwa die DJK Tusa 06, sondern der CfR Links hält die Düsseldorfer Fahne im Niederrheinpokal der Frauen hoch. Die Elf aus Heerdt, die in der Niederrheinliga im Abstiegkskampf steckt, zog am Samstagabend angeführt von Doppelpackerin Fuko Tanaka mit einem 2:0-Erfolg beim Wuppertaler SV in das Viertelfinale ein. Dieses hatte auch der Ligarivale Tusa ins Visier genommen. Doch für das Team von Svante Rasmus war im Achtelfinale beim klassentieferen Landesligisten Viktoria Winnekendonk Endstadion.
Nach der 2:3-Niederlage in Kevelaer verstand Tusas Trainer die Fußballwelt nicht mehr. „Unglücklich ist gar kein Ausdruck für diesen Spielausgang“, meinte Rasmus, der seinen Spielerinnen kaum etwas vorzuwerfen hatte. „Die Mädels wollten und haben gefightet. Es war eigentlich alles da, um diese Partie für uns zu entscheiden“, meinte der Übungsleiter. Dass es am Ende anders kam, hatte sich der Tabellenzweite der Niederrheinliga selbst zuzuschreiben. Denn die Gastgeberinnen aus Winnekendonk taten eigentlich nicht viel für das Spiel.
„Sie sind ohne Stürmerin angetreten und führen zur Pause dennoch mit 2:0“, haderte Rasmus. Bei beiden Gegentoren halfen die favorisierten Gäste großzügig mit. Beim 0:1 sprangen Torfrau Lea Bönisch und mehrere Verteidigerinnen an einem Eckball vorbei, der so direkt ins Tor segelte (23.). Und auch die Treffer zum 0:2 (40.) und 0:3 (46.) begünstigte Tusa mit eklatanten Patzer. „Wir machen plötzlich wieder Fehler, die wir gefühlt acht Monate lang nicht mehr gemacht haben“, bemängelte Rasmus und kündigte deshalb Redebedarf an. „Wir haben jetzt in zwei Spielen sechs Tore kassiert. Das gilt es aufzuarbeiten.“
Konnte sein Team eine Woche zuvor bei Grün-Weiß Lankern noch Schadenbegrenzung betreiben und aus einem 1:4 ein 4:4 machen, so blieb die Aufholjagd diesmal ohne Happy-End. Zwar erzielte Tusa nach den Anschlusstreffern von Bhageshree Modha (50.) und Jule Hupe (63.) in einer stürmischen Schlussphase sogar noch das vermeintliche 3:3. Doch der Unparteiische kannte das Tor wegen einer Abseitsstellung nicht an. So schied die DJK wie schon im Vorjahr gegen ein klassentieferes Team aus und musste sich nicht nur wegen des Spielverlaufs ärgern. „Es ist sehr bitter, so auszuscheiden. Ich hatte das Gefühl, dass wir auch im Niederrheinpokal in diesem Jahr etwas reißen können. Die Chance haben wir leider liegen gelassen“, resümierte Svante Rasmus.
