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Allgemeines

Frauen des VfB Stuttgart feiern den Regionalliga-Aufstieg

1:0-Erfolg im letzten Saisonspiel der Oberliga beim SC Sand II.

von pm · 03.06.2024, 19:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Kevin Kieweg

Das Frauen-Team des VfB Stuttgart von Trainer Heiko Gerber gewinnt mit 1:0 bei Verfolger SC Sand II und sichert sich am letzten Spieltag der Saison die Meisterschaft in der Frauen-Oberliga Baden-Württemberg. Anja Selensky trifft zum Sieg.

Es war das erwartete Topspiel im Wilstätter Stadtteil Sand, zu dem die VfB-Frauen mit zwei Punkten Vorsprung im Gepäck anreisten: Im Spiel um den Aufstieg in die Regionalliga agierten beide Teams von Beginn an hochkonzentriert, tasteten sich in der Anfangsphase aber zunächst ab. In einem kampfbetonten Spiel kamen beide Mannschaften über die 90 Minuten selten gefährlich vor das gegnerische Tor. So wurde die Elf von Heiko Gerber erstmals nach etwa zehn Minuten in der Offensive auffällig, als Jana Beuschlein in der Strafraummitte eine Hereingabe von Svea Fleischmann nur knapp verpasste. Auch die Gastgeberinnen kamen kurz darauf zu ihrer ersten Gelegenheit per Freistoß. VfB-Torfrau Besarta Leci hatte mit dem Standard allerdings keine größere Mühe. Vor der Pause kamen die VfB-Frauen noch zu einer weiteren aussichtsreichen Möglichkeit gegen die Gastgeberinnen, die etwas mehr vom Spiel hatten, nachdem Mandy Islacker über die rechte Seite in den Strafraum gelang und den Ball in den Rückraum ablegte. Eine Abwehrspielerin der Gastgeberinnen rettete anschließend in höchster Not vor der einlaufenden Jana Beuschlein.

Selensky trifft nach rund einer Stunde

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich zunächst ein ähnliches Bild wie im ersten Durchgang. Sand II versuchte, die Spielkontrolle zu übernehmen und tauchte als erstes in der gegnerischen Offensive auf. Die bis dahin beste Chance nach der Pause ergab sich jedoch für den VfB – und fand direkt den Weg ins Tor. Über die linke Seite hatten Jana Beuschlein und Mandy Islacker den Ball erobert und den Angriff des VfB eingeleitet. Gillian Castor brachte schließlich eine Flanke in den Strafraum, wo Anja Selensky nur noch ins leere Tor einnicken musste (62.). Die Gastgeberinnen gaben auch nach dem Führungstreffer der Elf von Heiko Gerber nicht nach, schafften es aber nicht mehr, den VfB-Abwehrverbund und Torfrau Besa Leci zu überwinden. So blieb es schlussendlich beim knappen 1:0-Erfolg der VfB-Frauen und dem damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga.

VfB-Vorstandsvorsitzender Alexander Wehrle: „Unsere Frauen haben die starke Saison nach dem wfv-Pokalsieg mit der Meisterschaft und dem Aufstieg in die Regionalliga gekrönt. Ich gratuliere Sascha Glass, Trainer Heiko Gerber und dem ganzen Team herzlich zu diesem Erfolg. Die beharrliche Arbeit der Mannschaft, des Stabs und vieler im Umfeld hat dazu geführt, dass wir die verdienten Erfolge eingefahren haben und den ersten anspruchsvollen Schritt des Aufstiegs gegangen sind. Unser strategisches Ziel ist es, die VfB-Frauen mittelfristig als Bundesligist zu etablieren, heute heißt es aber erst einmal feiern. Mit den Meisterschaften und Erfolgen hat unser VfB eine ganz besondere Spielzeit erlebt. Wir können darauf alle sehr stolz sein.“

VfB-Frauen-Cheftrainer Heiko Gerber: „Die Truppe ist überragend. Einen großen Respekt an die Mannschaft. Wir sind mega stolz. Der Erfolg gebührt den Mädels, ich gebe nur den Rahmen. Die Anspannung war da. Ich wusste um die Qualitäten von Sand. Das Team hat daheim keine Punkt abgegeben und ist gut in Form. Beide Teams hätten es heute verdient gehabt.“

VfB-Kapitänin Jana Beuschlein: „Die Schulter ist wieder drin. Wir wussten, dass es ein Kampfspiel wird und sind einfach nur glücklich, dass wir es geschafft haben. Es war ordentlich Druck auf dem Kessel. Es hätte echt weh getan, wenn es heute nicht geklappt hätte – umso schöner ist es, dass wir es geschafft haben.“

VfB-Sportdirektor Mädchen- und Frauenfußball Sascha Glass: „Heute fallen einige Steine vom Herzen. Wir haben 21 von 22 Spielen gewonnen und sind daher am Ende auch verdient Meister. Glückwunsch an die komplette Mannschaft, das Trainerteam und den gesamten Staff. Es war heute nicht einfach, der Druck war spürbar und es stand viel auf dem Spiel. Das Team hat es jedoch toll umgesetzt.“