2026-04-28T04:45:54.822Z

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Frank Westerink: „Der Druck liegt hier mal nicht bei uns"

Personalsorgen vor dem Spitzenspiel: Nordhorn mit dezimiertem Kader

von p.s. · Heute, 08:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: René Diebel

Wenn der Tabellenzweite ASV Altenlingen am Donnerstag auf den Tabellendritten VfL Weiße Elf Nordhorn trifft, ist Brisanz garantiert. 50 Punkte hat Altenlingen nach 23 Spielen auf dem Konto, Nordhorn steht bei 44 Zählern – ein Duell mit Signalwirkung im oberen Tabellendrittel der Bezirksliga Weser-Ems.

Während Altenlingen den Druck des Titelrennens im Nacken spürt, reist Nordhorn mit erheblichen personellen Problemen an.

„Wir müssen neben unseren zahlreichen Verletzten nun auch noch zwei Urlauber, mit Pascal Rode und Joshua da Cunha, ersetzen. Somit fallen auch noch der aktuelle Top-Scorer und der letztjährige aus“, erklärt Weiße-Elf-Coach Frank Westerink vor der Partie. Schwerer wiegen die Ausfälle kaum: Offensivpower und Erfahrung fehlen gleichzeitig.

Rollen klar verteilt – Druck liegt bei Altenlingen

Die Ausgangslage ist eindeutig. Altenlingen liegt fünf Punkte hinter Spitzenreiter SV Union Lohne und darf sich im Rennen um Platz eins keinen Ausrutscher erlauben. Nordhorn hingegen rangiert komfortabel auf Platz drei und will diesen unbedingt halten.

Westerink ordnet die Situation nüchtern ein: „Dennoch wollen wir uns etwas Zählbares erkämpfen. Der Druck liegt hier mal nicht bei uns, sollte Altenlingen noch um die Meisterschaft kämpfen wollen.“

Eine klare Ansage – verbunden mit der Hoffnung, die Außenseiterrolle für sich nutzen zu können.

Blick auf den 25. Spieltag: Altenlingen bleibt dran

Der jüngste Spieltag hat die Tabellenkonstellation weiter geschärft. Altenlingen gewann mit 2:1 bei Sparta Werlte und hielt den Abstand zur Spitze konstant. Lohne selbst setzte sich zeitgleich mit 2:1 gegen Alemannia Salzbergen durch und behauptete Platz eins mit nun 55 Punkten.

Nordhorn musste zuletzt eine 0:2-Niederlage bei Vorwärts Nordhorn II hinnehmen – ein Dämpfer, der das Duell in Altenlingen zusätzlich unter Spannung setzt. Mit 59:36 Toren stellt die Weiße Elf weiterhin eine der offensivstärksten Mannschaften der Liga, doch die personellen Ausfälle könnten das gewohnte Angriffsspiel erschweren.

Parallel richtet sich der Blick am kommenden Spieltag auch nach Lohne: „Parallel hat Lohne ja die schwere Aufgabe gegen Veldhausen vor der Brust“, sagt Westerink. Ein mögliches Stolpern des Tabellenführers würde das Titelrennen neu beleben – vorausgesetzt, Altenlingen erfüllt selbst seine Pflicht.

Qualität gegen Unbekümmertheit

Altenlingen präsentiert sich mit 69 erzielten Treffern als gefährlichste Offensive der Liga. Nordhorn hingegen bringt trotz der jüngsten Niederlage die Qualität und Erfahrung eines Spitzenteams mit. Die Frage wird sein, wie gut die Gäste die Ausfälle kompensieren können.

Westerink bleibt kämpferisch: „Dennoch wollen wir uns etwas Zählbares erkämpfen.“ Mehr braucht es nicht als Leitlinie für ein Spiel, in dem die Favoritenrolle klar verteilt ist – die Punkte aber noch lange nicht.