
Ein Spieltag voller Überraschungen: Während Frammersbach seinen Höhenflug in Hain fortsetzt und Bamberg souverän zurück in die Spur findet, lässt Spitzenreiter Großbardorf in Eisingen Punkte liegen. Abtswind kassiert in Vatan Spor eine seltene Niederlage, Karlburg und Bad Kissingen liefern ein Spektakel, und im Tabellenkeller sorgt Rimpar mit einem deutlichen Auswärtssieg in Dampfach für unerwarteten Aufwind.
Don Bosco Bamberg zeigt nach dem Ausrutscher der Vorwoche eine klare Reaktion und bezwingt den 1. FC Lichtenfels souverän mit 3:0. Früh stellte Fabian Trunk mit einem präzisen Abschluss die Weichen (10.). Nur fünf Minuten später erhöhte Jonathan Müller, nachdem Bamberg im Gegenpressing konsequent nachsetzte. Lichtenfels fand offensiv kaum Durchschlagskraft und musste sich im zweiten Durchgang immer tiefer verteidigen. Der eingewechselte Julius Dorn setzte in der Schlussphase den Deckel drauf (81.). Damit festigt die Nüßlein-Elf Rang drei.
Ein zäher Nachmittag für die FT Schweinfurt, die sich Mönchröden knapp mit 1:2 geschlagen geben musste. Ein Eigentor von Simon Werner brachte die Gäste früh auf Kurs (24.), ehe Lukas Köhn per Foulelfmeter nachlegte (32.). Nach dem Seitenwechsel sorgte Dominik Popp zwar für Hoffnung (57.), doch die Gastgeber brachten den Druck nicht mehr konstant genug auf den Platz. Mönchröden verteidigte leidenschaftlich und nahm drei wichtige Auswärtspunkte mit.
Haibach und Fuchsstadt lieferten sich ein ausgeglichenes Duell, das ohne Tore endete. In einer taktisch geprägten Begegnung neutralisierten sich beide Teams im Mittelfeld, klare Torchancen waren Mangelware. Ein Resultat, das beiden Teams im engen Tabellenkeller hilft – wenn auch nur minimal.
Spektakel pur in Karlburg: Die Bieber-Elf setzte sich in einem wilden Schlagabtausch mit 4:3 durch. Karlburg ging per Foulelfmeter durch Jan Wabnitz in Führung (38.), doch Bad Kissingen antwortete nach der Pause durch Luka Maric (62.). Dann überschlug sich die Partie – zunächst führte ein Eigentor von Halbig zum 2:1, ehe Hock und Fries Karlburg binnen weniger Minuten auf 4:1 stellten. Doch die Gäste zeigten Moral: Ride (82.) und erneut Maric per Strafstoß (84.) brachten Kissingen zurück. Am Ende reichte die Zeit nicht mehr, Karlburg rettete den Vorsprung über die Ziellinie.
Großer Coup im Tabellenkeller: Vatan Spor Aschaffenburg bezwang den Titelanwärter aus Abtswind sensationell mit 2:0. Oktay Sevim brachte die Sprung-Elf per Distanzschuss in Führung (23.), ehe Peter Sprung nach einem sauber ausgespielten Angriff zum 2:0 vollendete (73.). Entscheidend war aber auch die Defensivstärke – Alpay Sevim parierte vor der Pause einen Strafstoß von Aldijawi (41.) und hielt Vatan im Spiel. Die Gastgeber sichern sich damit drei enorm wichtige Zähler im Abstiegskampf.
Der ASV Rimpar setzte mit einem deutlichen 3:0 in Dampfach ein Ausrufezeichen. Sandro Kramosch eröffnete früh (17.), Dampfach fand darauf kaum eine Antwort. Im zweiten Durchgang sorgte Joel Flores Vega per Konter für das 2:0 (76.), ehe erneut Kramosch in der Schlussphase den Endstand herstellte (89.). Rimpar sammelte damit den erst dritten Saisonsieg – hochverdient und defensiv sehr stabil.
Der TSV Eisingen trotzte dem Tabellenführer einen Punkt ab. Der TSV Großbardorf profitierte zunächst von einem unglücklichen Eigentor von Philipp Günder (9.), doch Löhlein egalisierte nach einer Standardsituation (26.). Kurz vor der Pause drehte Eisingen die Partie – Jannis Thein traf per Foulelfmeter (43.). Jimmy Mangold stellte Mitte des zweiten Durchgangs den Endstand her (57.). Ein gerechtes Remis, das Eisingen im engen unteren Mittelfeld wertvolle Stabilität verleiht.
Leiders Aufwärtstrend setzt sich fort. Arwed Kellner brachte die Gäste kurz vor der Pause in Führung (43.), ehe Bastian Kiesel aus der zweiten Reihe nachlegte (68.). Schwebenried wurde erst in der Schlussphase zwingender und kam durch Mahmoud zum Anschluss (73.). Trotz Druck in den letzten Minuten verteidigte der TuS abgeklärt und festigte damit Platz fünf.
Das emotionale Highlight des Spieltags: Frammersbach entscheidet das direkte Duell zweier formstarker Teams für sich. Hain erwischte durch einen Foulelfmeter von Meßner den Traumstart (4.), doch Merz antwortete umgehend (15.). Doppelpacker Patrick Amrhein drehte die Partie mit Treffern in der 35. und 47. Minute, bevor Meßner Hain noch einmal heranbrachte (68.). Frammersbach blieb effizient – erneut Amrhein setzte in der 79. Minute den Schlusspunkt zum 4:2. Ein verdienter Erfolg, mit dem sich der TuS in die obere Tabellenhälfte schiebt.
