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Interview

Fotograf und Bratwursttester

„Drei Fragen an ...“ Rolf Schmietow

von Michael Brunsch · 26.11.2025, 18:00 Uhr · 0 Leser
Rolf Schmietow ist der Nächste in unserer Rubrik „Drei Fragen an …“
Rolf Schmietow ist der Nächste in unserer Rubrik „Drei Fragen an …“ – Foto: Privat

Rolf Schmietow ist nicht nur ein Fußballfan der VSV Hedendorf/Neukloster, sondern auch ein begehrter Fotograf über die Landkreisgrenzen hinaus. Er kommt viel herum und weiß, wo es die besten Brat- oder Currywürste gibt.

Auch du gehörst zu den bekanntesten Fotografen im Landkreis. Wie ist das, wenn man auf die Sportanlagen kommt? Kannst du noch irgendwo unerkannt zuschauen?

Mit einem großen Teleobjektiv auf der Kamera fällt man schnell auf. Das führt dazu, dass ich immer freundlich begrüßt werde, da sowohl Spieler als auch Fans sich gerne die Spielaufnahmen in den Sozialen Medien (FuPa) oder im TAGEBLATT später ansehen. Gelegentlich schaue ich mir ein Spiel aufgrund der Wetter- oder Lichtverhältnisse ohne Kamera an, doch eine gewisse Bekanntheit habe ich schon erlangt, da ich seit 14 Jahren Spiele mit der Kamera begleite.

Gibt es Sportplätze im Landkreis, die du noch nie betreten hast? Wo gibt es die besten Bratwürste?

Als ehemaliger aktiver Fußballer kenne ich jeden Platz im Landkreis. Einige, insbesondere im Kehdinger Land, habe ich jedoch noch nicht mit der Kamera besucht, da ich auch noch in anderen Landkreisen mit der Kamera unterwegs bin.
Ich bin ein großer Fan von Bratwurstständen, und auf dem Estorfer Sportplatz ist es fast unmöglich, an dem Stand vorbeizugehen, ohne sich eine Bratwurst zu gönnen. Auch in Apensen verlasse ich den Platz selten, ohne eine Wurst im Brötchen gegessen zu haben. Mein Topfavorit ist aber die Currywurst „Spezial“ von Steffi im VSV-Treff in Hedendorf, der auch mein Heimatverein ist.

Warum bist du noch immer mit deiner Kamera auf den Plätzen unterwegs? Was unterscheidet die heutige Sportfotografie von jener aus den 80ern und 90ern?

Fußballfotografie macht so viel Spaß, weil sie die Dynamik, Emotionen und unvorhersehbaren Momente des Spiels in einem Bild festhält. Jedes Spiel ist anders und voller unerwarteter Momente, die man als Fotograf antizipieren muss, um sie im richtigen Moment festzuhalten. Ein Siegestor, einen akrobatischen Sprung oder die Emotionen eines Spielers. Außerdem ist man an der frischen Luft und man kann nebenbei soziale Kontakte pflegen.
Die Sportfotografie hat sich seit den 80er- und 90er-Jahren stark verändert, vor allem durch den Wechsel von analoger zu digitaler Technik. Früher benötigte man Schwarz-Weiß- oder Farbfilm, heute dominieren digitale Kameras. Damals war der Autofokus oft träge oder fehlte ganz. Mit 36 Aufnahmen pro Filmrolle musste man sparsam sein. Heute bieten Speicherkarten Platz für Tausende von Bildern. Musste man früher auf die Entwicklung warten, um die Ergebnisse zu sehen, kann man die Bilder heute direkt auf dem Kameradisplay überprüfen und zeitnah an Zeitungen schicken oder ins Netz stellen. Das macht die Arbeit als Sportfotograf spannend und flexibel!

Link-Tipp: Drei Fragen an... - Der große Überblick