
Die große Überraschung ist ausgeblieben. In der DFB-Nachwuchsliga hat Fortuna Düsseldorfs U19 den Angriff des kleinen Nachbarn souverän abgeschmettert. Das mit Spannung erwartete, erste Düsseldorfer Stadtderby in der höchsten Spielklasse bei den A-Junioren geriet zu einer einseitigen Angelegenheit. Vor rund 250 Zuschauern am Franz-Rennefeld-Weg setzte sich die Fortuna mit 3:0 bei Aufsteiger SG Unterrath durch und feierte den fünften Sieg im fünften Hauptrundenspiel.
Dass der Fortuna-Erfolg zu keiner Zeit gefährdet, sah auch Niklas Leven so. „Das Ergebnis ist eindeutig und entsprach letztlich leider auch den Kräfteverhältnissen“, sagte Unterraths Trainer, der sich insgeheim natürlich etwas mehr erhofft hatte. Für den großen Coup fehlte seinem Team am Samstag allerdings einiges.
„Ich habe heute nicht nur die Außenseitermentalität vermisst, die man in so einem Spiel braucht. Auch von Derbymentalität war bei uns nicht viel zu spüren“, meinte Leven. Was der 33-Jährige damit meinte, wurde gerade in den ersten 45 Minuten offenkundig. Vom Mut und der Grelligkeit, mit denen der Aufsteiger in seinen ersten drei Partien zu imponieren wusste, war gegen die Fortuna nicht viel zu sehen. „Wir waren oft einfach zu passiv, und dann haben wir auf Bundesliga-Niveau keine Chance“, musste der Coach eingestehen.
Seine Elf bekam so erstmals in der Hauptrunde die Grenzen aufgezeigt, verteidigte vor den ersten beiden Gegentoren von Darin Quiala-Tito (24.) und Adrijan Pesa (32.) allerdings auch zu naiv gegen einen schlichtweg besseren, und in der Spielanlage reiferen Gegner. „Das soll nichts gegen Essen oder Aachen sein, aber die Fortuna war noch einmal ein anderes Kaliber“, lobte Leven den Kontrahenten. „Unsere Philosophie lautet, den Gegner über weite Teile des Feldes in Eins-gegen-eins-Duelle zu verwickeln. Aber wenn der Gegner, wie heute die Fortuna, auf mindestens neun von elf Positionen individuell besser besetzt ist, dann steht man natürlich vor Problemen“, führte der 33-Jährige weiter aus.
Levens Gegenüber Engin Vural zeigte sich derweil gar nicht einmal so begeistert von der Leistung der eigenen Mannschaft. „In der ersten Hälfte haben wir es noch gut gemacht und gehen auch verdient in Führung“, konstatierte der Fußballlehrer. „Aber nach der Pause haben wir dann wieder einmal in den Verwaltungsmodus zurückgeschaltet. Das ist ein Thema, das uns nun wiederholt begleitet und gegen das wir Lösungen finden müssen. Die Forderung lautet ganz klar, weiter auf dem Gaspedal stehen zu bleiben, anstatt weniger zu machen.“
Gegen die SGU reichte es so in einer etwas offeneren zweiten Spielhälfte „nur“ noch zum 3:0 durch Elias Oberschewen (58.). Aber auch wenn es weiterhin noch Luft nach oben gibt, stellt der rot-weiße Nachwuchs mit blütenweißer Weste das Maß der Dinge in seiner Hauptrundengruppe in Liga B dar. Für die SG Unterrath geht derweil das Warten auf den ersten Sieg in der DFB-Nachwuchsliga indes weiter. Bei nur drei Zählern Rückstand auf Platz vier ist der Weg zum Klassenerhalt rechnerisch zwar weiterhin gangbar. Allerdings bedarf es dafür eines gewaltigen Kraftakts.
„Wir haben gesehen, dass wir jede Woche an unser Limit gehen müssen, wenn wir eine Chance haben wollen. Gegen die Fortuna ist uns das leider nicht gelungen“, fasste Leven abschließend zusammen.
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