
Hohen Besuch empfängt Fortuna Düsseldorfs U17 am Samstag in der DFB-Nachwuchsliga. Mit Borussia Mönchengladbach stellt sich der amtierende Deutsche Meister in dieser Altersklasse am Flinger Broich vor. Nach der ärgerlichen 0:1-Niederlage gegen den zweitplatzierten Bayer 04 Leverkusen und dem verdienten 1:3 gegen einen bärenstarken Spitzenreiter 1. FC Köln versucht sich die Fortuna nun ein weiteres Mal daran, gegen ein Team aus den Top-Drei zu punkten.
Dass das nicht einfach wird, zeigt ein Blick auf das Tableau. Dort hat sich die Borussia auf Rang drei nach zehn Spieltagen schon ein 15-Punkte-Polster auf die Fortuna (6.) erspielt. „Wenn man nur auf die Tabelle schaut, kann man in dieser Gruppe schon fast von einer Zwei-Klassen-Gesellschaft sprechen“, sagt Sinisa Suker. Rein inhaltlich seien die Abstände dann aber doch nicht so gravierend, wie es die nackten Zahlen vermuten lassen. „Wir hatten gegen Leverkusen beispielsweise deutlich mehr Chancen als der Gegner“, berichtet der Fußballlehrer.
Überhaupt scheint die Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor eines der Themen zu sein, an denen die Rot-Weißen arbeiten müssen, um die Lücke zu den „Großen“ zu schließen. „Wir haben vor dem Köln-Spiel analysiert, dass wir für unsere zwölf Tore mehr als 150 Torschüsse brauchten. Auf der anderen Seite genügten unseren Gegnern nur etwas mehr als 90 Schüsse, um 20 Treffer zu erzielen“, rechnete der Fußballlehrer vor. Mit Leonidas Vassiladis hat Suker einen Torjäger, der bislang knapp ein Drittel der erzielten Treffer auf sich vereint.
Angesichts der bereits enteilten Spitzenteams ist klar, dass die Fortuna unabhängig vom Ausgang des Niederrheinschlagers am Samstag die zweite Saisonhälfte in Liga B verbringen wird. Das bedeutet: Anstatt sich weiterhin mit den absoluten Topteams wie dem VfL Bochum oder Borussia Dortmund zu messen, geht es für die Fortuna dann voraussichtlich mit Partien gegen Rot-Weiss Essen, Rot-Weiß Oberhausen oder Preußen Münster weiter. Die Duelle mit den Konkurrenten auf Augenhöhe scheinen prädestiniert dafür, um an den Themen wie „Torabschluss“ zu arbeiten.
Und auch aus mentaler Sicht kann Suker der Liga B Positives abgewinnen. „Gegen die Topteams geht es für die Jungs vor allen Dingen darum, Leidensfähigkeit unter Beweis zu stellen. In Liga B werden wir dann noch einmal anders gefordert .Da besteht ja eher die Erwartungshaltung, dass wir ganz oben mitmischen. Diese Rolle müssen wir annehmen und entsprechend in jedem Spiel auch so auftreten.“
