2026-04-20T12:45:22.080Z

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Fortunas Fiasko lenkt den Oberliga-Blick auf Wiedenbrück

Steigt Fortuna Düsseldorf aus der zweiten Liga ab, wird die Regionalliga-Reserve in die Oberliga zwangsversetzt. Sollten auch Velbert und Wuppertal diesen Gang antreten müssen, würde sich dort die Zahl der Absteiger erhöhen. Das Szenario ist wahrscheinlicher geworden.

von Georg Amend · Heute, 09:00 Uhr · 0 Leser
Die Sportfreunde Baumberg stehen auf dem ersten Abstiegsplatz der Oberliga, der auch der zweite werden könnte.
Die Sportfreunde Baumberg stehen auf dem ersten Abstiegsplatz der Oberliga, der auch der zweite werden könnte. – Foto: Hubert Wilschrey

Am Mittwochabend stehen zwei Kellerkinder der Regionalliga vor schwierigen Aufgaben: Die SSVg Velbert empfängt die U23 von Borussia Dortmund, der Tabellen-16. also den -Vierten. Und das Schlusslicht SC Wiedenbrück hat zeitgleich (19.30 Uhr) den Tabellensiebten Sportfreunde Siegen zu Gast. Vor allem bei dieser Partie dürfte mehr als die halbe Oberliga auf einen Sieg des Favoriten hoffen.

Denn sollte Wiedenbrück sein kleines Wunder noch schaffen und an Velbert und dem Wuppertaler SV – seit dem Wochenende und einer 0:3-Niederlage gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach Vorletzter – vorbeiziehen, könnte das nicht nur für Wiedenbrück den Klassenerhalt bedeuten, sondern auch einen zusätzlichen Abstiegsplatz in der Oberliga. Denn seit der 0:2-Niederlage von Fortuna Düsseldorf in Magdeburg, das die Landeshauptstädter auf den vorletzten Rang der Zweiten Liga befördert hat, droht nicht nur dem Profi-Team, sondern auch dessen Reserve in der Regionalliga der Abstieg mehr denn je. Zwar hat die U23 der Düsseldorfer den Klassenerhalt sportlich nahezu geschafft, doch im Falle des Abstiegs der Profis in Liga drei dürften die Amateure nicht in der Regionalliga bleiben – das regeln die Verbandsstatuten.

Fortunas Reserve würde automatisch Regionalliga-Letzter

Tritt der seit diesem Wochenende plötzlich wahrscheinlichere Fall ein, würde Fortunas U23 automatisch Schlusslicht der Regionalliga werden und als erster Absteiger feststehen. Bliebe Wiedenbrück auf einem der anderen beiden Abstiegsplätze, könnten nicht nur das dadurch auf Rang 15 vorrückende Team aus Velbert oder Wuppertal aufatmen, sondern auch die Teams, die sich im Abstiegskampf eine Spielklasse tiefer befinden. Denn dann bliebe es bei „nur“ drei Absteigern. Der Kampf um den Klassenerhalt ist auch so schon eng genug: Zwischen den punktgleichen FC Büderich und 1. FC Monheim (beide 34 Punkte) auf den Plätzen zehn und elf und dem ersten sicheren Abstiegsplatz 16, auf dem die Sportfreunde Baumberg stehen, liegen nur drei Zähler.

Sollte es aber Wiedenbrück gelingen, ab diesem Mittwoch im Schlussspurt noch so zu punkten, dass es an Wuppertal und Velbert vorbeizieht, würde sich bei einem Abstieg Fortunas aus der Zweiten Liga und einer Zwangsversetzung der Düsseldorfer U23 an das Tabellenende der Regionalliga die Zahl der Abstiegsplätze in der Oberliga erhöhen – weil dann alle drei Vertreter aus dem Bereich Niederrhein kämen mit Velbert, Wuppertal und eben Düsseldorfs Reserve, würden auch alle drei in die Oberliga Niederrhein einsortiert. Da es aber zwei Aufsteiger aus den Landesligen zur neuen Saison geben wird und die Anzahl an Teams bei 18 bleiben soll, müsste auch der Tabellen-15. aus der Oberliga absteigen, wenn alle drei Niederrhein-Regionalligisten nach unten müssen.

Aus dem Meisterschafts-Trio geht nur einer hoch

Die Rechnung noch einmal kurz und knapp zusammengefasst: Es kämen dann drei Teams von oben und zwei von unten in die Oberliga, macht also fünf Mannschaften. Aus dem Meisterschaftsrennen um Ratingen 04/19, VfB 03 Hilden und KFC Uerdingen verlässt nur einer die Spielklasse nach oben – also braucht es vier Absteiger, um in der neuen Saison bei 18 Oberligisten zu bleiben.

Fortunas 0:2-Niederlage in Magdeburg am Samstag und das Abrutschen auf den vorletzten Rang am Sonntag haben dieses Szenario nun wahrscheinlicher werden lassen als vor dem Wochenende. Nun gilt der Blick vor allem Wiedenbrück. Denn sollte der SC die Abstiegsränge nicht mehr verlassen können, würde er in die Oberliga Westfalen einsortiert – dann bliebe es in der Oberliga Niederrhein bei drei Absteigern, auch wenn es Fortuna doppelt erwischen sollte.