2026-05-06T12:44:31.715Z

Allgemeines

Fortuna vor dem Abstiegsgipfel: „Wir wollen an Tapfer vorbei“

Vor dem richtungsweisenden Duell gegen den SV Tapfer 06 Leipzig schöpft Chemnitz-Trainer Rocco Dittrich trotz prekärer Tabellenlage Mut aus den jüngsten Leistungen seiner Mannschaft.

von red · Heute, 07:00 Uhr · 0 Leser
– Foto: Torsten Schwalm

Verlinkte Inhalte

präsentiert von
ZF BKK

In der sächsischen Landesliga spitzt sich das Drama am Tabellenende unaufhaltsam zu. Wenn am kommenden Sonntag um 15:00 Uhr das Schiedsrichtergespann die Partie zwischen dem VfB Fortuna Chemnitz und dem SV Tapfer 06 Leipzig anpfeift, steht mehr als nur ein gewöhnliches Punktspiel auf dem Programm. Es ist das Duell der Tabellennachbarn, ein direktes Aufeinandertreffen im Kampf gegen den drohenden Absturz in die Landesklasse. Für die Gastgeber ist es bei noch sechs ausstehenden Partien wohl die letzte realistische Gelegenheit, den Anschluss an die Plätze oberhalb der direkten Abstiegszone wiederherzustellen.

Die Ausgangslage ist für die Chemnitzer denkbar schwierig. Mit 13 Punkten rangiert der VfB auf dem 15. Tabellenplatz, fünf Zähler hinter dem kommenden Gegner aus Leipzig, der mit 18 Punkten den 14. Rang belegt. Dennoch gibt sich Trainer Rocco Dittrich vor dem Heimspiel kämpferisch. „Das Ziel ist und bleibt gleich. Wir wollen punkten und gewinnen!“, stellt der Coach unmissverständlich klar. Sein primäres Ziel für diesen Spieltag ist taktisch wie tabellarisch eindeutig: „Wir wollen mindestens an Tapfer vorbei!“

Dass dieser Optimismus nicht gänzlich unbegründet ist, nährt sich aus der Leistung der Vorwoche. Trotz der knappen 0:1-Niederlage beim SC Freital II zeigte die Fortuna eine leidenschaftliche und spielerisch ansprechende Partie, die Dittrich als Maßstab für das kommende Wochenende sieht. „Mit der Leistung aus Freital sind wir guter Dinge!“, so der Trainer. Es gilt nun, die dort gezeigte Moral mit jener Kaltschnäuzigkeit zu paaren, die im Stadion am Burgwartsberg noch vermisst wurde.

Der SV Tapfer 06 Leipzig reist hingegen mit einem moralischen Vorteil an. Am vergangenen Spieltag gelang den Messestädtern ein wichtiger 2:1-Erfolg gegen das Schlusslicht VfL Pirna-Copitz, den sie erst durch einen Treffer von Yves Morgenstern in der vierten Minute der Nachspielzeit sicherten. Dieser späte Sieg dürfte dem Team von Manuel Kurt Kienitz das nötige Selbstvertrauen gegeben haben, um den Vorsprung auf die Chemnitzer am Sonntag auszubauen.

Ein Blick in die Statistik macht den Hausherren jedoch Hoffnung: Das Hinspiel in Leipzig konnte Fortuna Chemnitz souverän mit 2:0 für sich entscheiden. Damals trafen Dominik Hornig und Chris Meier für den VfB. Eine Wiederholung dieses Ergebnisses ist am Sonntag Pflicht, will man die „Möglichkeit des Klassenerhalts“, wie Dittrich es zuletzt nannte, rechnerisch am Leben erhalten. Für die Fortuna ist es ein Spiel ohne Sicherheitsnetz – verliert man den Anschluss an Leipzig, dürfte der Gang in die Siebtklassigkeit kaum noch abzuwenden sein.