
In einem knallharten Abstiegskampf stecken der TSV Ottobrunn und Fortuna Unterhaching in der Münchner Kreisliga-Gruppe 3.
Wobei die Fortuna die härteste Phase wohl schon hinter sich hat, denn im Grunde hat man sich bei nur sieben Punkten nach 19 Partien und neun Zählern Rückstand zum vorletzten Platz vor dem Heimspiel am Sonntag (13 Uhr) gegen den FC Anzing-Parsdorf mit der Rückkehr in die Kreisklasse bereits abgefunden.
„Realistisch betrachtet gehen die Planungen schon in Richtung nächster Saison mit der Frage: Wie gestalten wir den Neuaufbau? Höchstwahrscheinlich werden sich einige arrivierte Spieler mehr auf die Familie konzentrieren und nur noch in der AH spielen“, sagt Florian Darchinger. Zwar hat der Fortunen-Boss nach der Winterpause mit Ausnahme des 0:3 gegen den Drittletzten Kirchseeon eine Steigerung festgestellt: „Wir waren fast immer knapp dran, sind nicht abgeschossen worden.“ Doch in sechs Partien 2025 reichte es nur zu einem Punkt beim 2:2 gegen Rot-Weiß Oberföhring. Mit Trainer Mario Grotzki würde Darchinger gerne weitermachen: „Uns war ja vor der Saison schon klar, dass es ganz schwierig wird. Das ist keine negative Überraschung.“
Dass die Zweite Mannschaft mit einigen jungen Spielern vor dem Aufstieg in die B-Klasse steht, hilft für die Zukunft nur bedingt. „Der Sprung in die Kreisklasse ist groß. Wir müssen nachdenken, ob wir die beiden Mannschaften zusammenlegen“, so Darchinger, der einräumt: „Uns ist klar, dass wir im Sommer viele Hausaufgaben haben.
Auch der TSV Ottobrunn wartet in diesem Jahr noch auf einen Sieg. Nach drei Remis und drei Niederlagen stellt Sportdirektor Matthias Schmidt fest: „Wir sind nie wirklich die schlechtere Mannschaft oder weit weg. Aber es fehlt die Erfahrung und Kaltschnäuzigkeit.“ Auch Schmidt hatte eine so schwere Saison erwartet: „Das Ziel war von Anfang an der Klassenerhalt, und wenn es dann über die Relegation gehen muss, ist es eben so. Es wird wohl ein Dreikampf zwischen Kirchseeon, Waldtrudering und uns um zwei Relegationsplätze und den direkten Abstiegsplatz.“
Zwei Punkte Puffer hat der Tabellenelfte zum unmittelbaren Absturzrang, deren vier beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer. „Es wird ein hartes Stück Arbeit. Aber die Stimmung ist nach wie vor gut“, sagt Schmidt, der am Samstag (13 Uhr) am Haidgraben gegen den SC Baldham-Vaterstetten auf eine ähnliche Vorstellung wie beim 3:1-Sieg im Hinspiel setzt: „Das war unser bestes Spiel, das gibt Hoffnung.“
Schmidt selbst durfte in diesem Jahr übrigens schon einen schönen Erfolg feiern: Er wurde von der Bayerischen Sportjugend ausgezeichnet: Die „Anerkennung der besonderen Verdienste um die sportliche Jugendarbeit“ freut den TSV-Sportdirektor, der lange Jugendleiter des Vereins war, zwar, aber er betont auch: „Ich hänge mir das nicht um den Hals und laufe damit durch Ottobrunn. Ich mache diese Arbeit aus Leidenschaft. So eine Auszeichnung ist vor allem gute Werbung für den Verein.“