2026-04-10T07:15:08.667Z

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Fortuna unter Druck: „Wir brauchen dringend Punkte“

Vor dem Duell am 21. Spieltag setzt Trainer Rocco Dittrich auf eine verbesserte Personallage und die Erinnerung an spielerische Leichtigkeit.

von red · Heute, 12:30 Uhr · 0 Leser
– Foto: Torsten Schwalm

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In der Sachsenliga, bricht für den VfB Fortuna Chemnitz die Zeit der existenziellen Entscheidungen an. Wenn am kommenden Sonntag um 15:00 Uhr das Spiel gegen den SC Borea Dresden angepfiffen wird, steht der Traditionsverein vor einer Herkulesaufgabe. Die nackten Zahlen der Tabelle lassen wenig Raum für Interpretationen: Mit lediglich elf Punkten aus 20 Partien rangiert die Fortuna auf dem 15. Tabellenplatz. Der Rückstand auf den SSV Markranstädt und dem SV Tanne Thalheim mit jeweils 21 Punkten markiert wird, ist auf zehn Zähler angewachsen.

Trainer Rocco Dittrich ist sich der Schwere der Stunde bewusst und schlägt vor dem 21. Spieltag ernste Töne an. „Die heiße Phase der Saison beginnt“, ordnet er die aktuelle Situation ein. Dittrich sieht eine Parallele zwischen beiden Kontrahenten: „Beide Teams spielen hinter ihren Erwartungen beziehungsweise Wünschen.“ Während Chemnitz gegen den Sturz in die Landesklasse kämpft, belegt Borea Dresden mit 29 Punkten den achten Rang – eine Platzierung im gesicherten Mittelfeld, die jedoch nach dem jüngsten 3:2-Erfolg gegen den SV Tapfer Leipzig gefestigt wurde.

Die sportliche Ausgangslage für die Chemnitzer ist nach der bitteren 1:2-Niederlage am vergangenen Spieltag beim SV Lipsia Eutritzsch weiter erschwert worden. In einem Spiel, das durch ein spätes Eigentor entschieden wurde, blieb die Fortuna trotz kämpferischer Ansätze ohne Ertrag. Nun wartet mit Borea Dresden ein Gegner, der im Hinspiel keine Gnade kannte und die Chemnitzer mit einer 0:4-Packung nach Hause schickte. Besonders Justin Löwe, der damals doppelt traf und auch zuletzt gegen Leipzig einen Hattrick erzielte, wird die Defensive der Fortuna fordern.

Dittrich respektiert die Qualitäten des kommenden Gegners, verlangt von seiner Mannschaft jedoch eine Rückbesinnung auf spielerische Tugenden: „Wir erwarten einen spielstarken Gegner. Wir selber müssen so locker und frech auftreten wie beim Testspiel gegen den CFC, aber wir brauchen auch den Biss und Wille, den es im Abstiegskampf braucht.“ Diese Gratwanderung zwischen der Leichtigkeit eines Vorbereitungsspiels gegen den Regionalligisten Chemnitzer FC und der nötigen Härte im Tabellenkeller soll die Wende einleiten.

Ein entscheidender Faktor könnte die personelle Entspannung sein. War der Kader in den vergangenen Wochen oft durch Verletzungen und Ausfälle dezimiert, kann das Trainerteam nun aus dem Vollen schöpfen. „Personell sind wir deutlich besser besetzt als in den letzten Wochen und haben die Qual der Wahl“, gibt sich Dittrich optimistisch. Ob diese neue Breite im Kader ausreicht, um die spielstarken Dresdner niederzuringen, wird sich am Sonntag zeigen. Die Vorgabe des Trainers ist jedenfalls unmissverständlich: „Wir brauchen dringend Punkte.“ Im Kampf um den Klassenerhalt zählt für Fortuna Chemnitz ab sofort nur noch die maximale Ausbeute, um das Szenario Landesklasse abzuwenden.