2026-01-09T09:36:09.492Z

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Das ist Florian Neuhaus.
Das ist Florian Neuhaus. – Foto: Imago Images

Fortuna: U23 könnte gegen strafversetzten Florian Neuhaus spielen

Die Regionalliga West startet - mit Florian Neuhaus gegen Fortuna Düsseldorf?

Etwas mehr als die Hälfte der Zeit seiner Strafversetzung in die U23 von Borussia Mönchengladbach hat Florian Neuhaus bereits hinter sich gebracht. Für anderthalb Wochen wird der 28-Jährige noch im Kreise der U23 trainieren, bevor die Gladbacher Führungsriege seine Situation rund um das Mallorca-Video, in dem er Sportchef Roland Virkus als den „schlechtesten Manager der Welt“ bezeichnet hatte, neu bewerten will. Und so könnte er am Samstag tatsächlich auf Fortunas Regionalliga-Truppe treffen.

In seinem Übergangsteam scheint sich Neuhaus bislang gut eingefunden zu haben: Drei Testspiele absolvierte er mit der U23 und verzeichnete dabei drei Treffer. Nicht nur beim 16:0-Kantersieg gegen den SV Quitt Ankum netzte der Mittelfeldakteur zweimal ein, gegen die Reserve von Werder Bremen gelang ihm das einzige Gladbacher Tor (1:5). „‚Flo’ weiß, dass er einen Riesenfehler gemacht hat. Wir nehmen ihn so wie jeden anderen Kaderspieler, er fügt sich nahtlos ein“, sagte U23-Trainer Eugen Polanski. „Wir versuchen das Ganze gar nicht so groß zu machen. Ich kann nur sagen, dass ‚Flo’ sich bei uns vernünftig benimmt, voll mitzieht und auch in der Gruppe gut angekommen ist.“

Neuhaus-Einsatz ist fraglich

Ob Neuhaus auch gegen die „Zwote“ im Kader stehen wird, ist aber noch nicht sicher. Fakt ist dagegen: Mit dem Jubiläumswochenende (1. und 2. August) enden die vier Wochen, für die Neuhaus vom Training der Profis ausgeschlossen worden ist. „Mal sehen, was bis dahin noch passiert und was der Verein dazu sagt – und dann müssen wir natürlich auch mit Flo sprechen“, erklärte Polanski. „Plus: Er hatte zwei Wochen weniger Vorbereitungszeit. Auch darauf müssen wir achten.“

Sollte Neuhaus tatsächlich gegen die Flingerner spielen, könnte er womöglich eine wichtige Bereicherung für die „Jungfohlen“ darstellen. Schließlich verstärkte sich Borussia, genauso wie die „Zwote“, mit einigen Talenten aus der eigenen Jugend – ein erfahrener Spieler im Kader wie Neuhaus, wenn auch nur für kurze Zeit, ist da eine enorme Hilfe. „Man merkt den jungen Spielern zum Teil auch an, dass es in der U19 nicht so körperlich zugeht wie in der U23“, erzählte Polanski. „Wir haben den Auftrag, die Jungs an den Männerfußball heranzuführen, ohne dass man diese Kreativität und Aktivität eindämmt.“

In Düsseldorf ist Neuhaus kein Unbekannter, schließlich verlieh Gladbach ihn vor acht Jahren für eine Saison an den Zweitligisten. Für Fortuna lief er in 29 Partien auf, traf sechsmal und trug entscheidend dazu bei, dass die Rheinländer in die Bundesliga aufstiegen. Doch ob gegen Neuhaus oder nicht, für die „Zwote“ wird es in erster Linie darum gehen, erfolgreich in die Saison starten – allen Nebenschauplätzen zum Trotz.

Aufrufe: 025.7.2025, 14:30 Uhr
RP / Oldenburg & BienAutor