Foto: Fortuna Mönchengladbach
Foto: Fortuna Mönchengladbach

Fortunen basteln am Gegenbesuch

Nachdem Fortuna Mönchengladbach kurz vor Weihnachten zur Erinnerung an den "Christmas Truce" im Zweiten Weltkrieg in Manchester waren, sollen nun die Briten eingeladen werden

Die U16 von Fortuna Mönchengladbach erlebte im Dezember des vergangenen Jahres etwas, das die Mannschaft wohl ihr ganzes Leben lang nicht vergessen wird. Auf Einladung von Manchester United flog sie auf die Insel, um mit einem Freundschaftsspiel gegen die Stretford Highschool an den "Christmas Truce" von 1914 zu erinnern.

An Heiligabend 1914 hatten Soldaten aus England. Frankreich und Deutschland in einer Feuerpause friedlich miteinander gefeiert und unter anderem auch Fußball gespielt. 100 Jahre später sollte mit der Partie in Manchester an diesen Tag erinnert werden.

Auf der Insel wurde viel dafür getan, dass der Besuch nicht nur durch das Spiel zum Erlebnis wurde. United spendierte den Fortunen auch Tickets für sein Heimspiel gegen den FC Liverpool - und damit nicht genug. Die Fortunen durften in der Halbzeitpause sogar den heiligen Rasen des Old Trafford betreten und wurden im voll besetzten Stadion begrüßt. Ganz viel Unterstützung gab es bei dem Trip auch vom in Deutschland lebenden TV-Journalisten Alan Fountain, der in Köln lebt, aber auch sehr oft Spiele in Mönchengladbach für das englischsprachige Ausland kommentiert hat. Er ging sogar finanziell in Vorleistung, weil die Stadt damals auf die Bitte der Fortunen nicht reagierte.

Nun soll es im Dezember das "Rückspiel" in Mönchengladbach geben, und wieder kommen die Fortunen um das Thema Finanzen natürlich nicht ganz herum. Mündlich zugesagt ist bisher, dass sich Borussia Mönchengladbach in Sachen Bundesliga-Tickets ebenso spendabel zeigt wie United dies vor einem Jahr vorgemacht hat und die beiden Mannschaften einlädt. Das alleine reicht aber natürlich noch nicht aus. Die Stadt, der Stadtsportbund und einige lokale Unternehmen sind bereits angeschrieben worden.

"Unsere Gäste müssen untergebracht, verpflegt und transportiert werden. Dazu brauchen wir natürlich finanzielle Mittel, aber wir wären auch dankbar für jegliche andere Hilfen, wie etwa Einkaufsgutscheine für Getränke und Lebensmittel, eine Einladung zum Essen für die ganze Gruppe oder den kostenfreien Druck unseres Ankündigungsplakates", sagt Bärbel Dülpers, Jugendgeschäftsführerin der Fortunen, die selbst im Dezember die Gruppe begleitet hat. "Ein besonderes Anliegen ist es uns, den geschichtlichen Bezug, den die Veranstaltung hat, den Weihnachtsfrieden im Ersten Weltkrieg im Jahr 1914, nicht aus den Augen zu verlieren. Wir hätten sehr gerne noch einen dahingehenden Programmpunkt, etwa einen Vortrag oder eine Besichtigung, der sich zum Beispiel mit dem deutschen Widerstand im Zweiten Weltkrieg beschäftigen könnte, aber auch mit dem Engagement der Briten im Nachkriegs-Mönchengladbach", fügt Dülpers an.

Ohne Frage ein ganz tolles Projekt, bei den sich die Fortunen sicher auch über jede andere Hilfestellung freuen würden. Wer also etwas zum gelingen des Ganzen beitragen möchte, der kann sich jederzeit unter fortuna.mg.jugend@gmx.de bei Bärbel Dülpers melden.

Aufrufe: 023.4.2015, 16:06 Uhr
Sascha KöppenAutor

Verlinkte Inhalte